Ratgeber Sicherheit

Rootkit, Spyware, Trojaner, Update

Rootkit
Tarnkappen gibt es nicht nur im Märchen: Dank so genannter Rootkits lassen sich auch Dateien, Ordner, Registry-Einträge, laufende Prozesse oder sogar Benutzerkonten tief im Betriebssystem verstecken. Mit Windows-eigenen Mitteln sind die verborgenen Daten nicht erkennbar. Auch viele Antivirenprogramme können sie nicht aufspüren. Kein Wunder also, dass sich Rootkits gerade bei Virenschreibern großer Beliebtheit erfreuen. Der Begriff stammt übrigens aus der Unix-Szene und lässt sich etwa mit "Administratorwerkzeugkasten" übersetzen.
So schützen Sie sich: Viele aktuelle Virenscanner sollten Rootkits aufspüren. Es gibt zudem spezialisierte Anwendungen, die den Tarnkappenprogrammen das Handwerk legen können, wie von Sophos und wie den Rootkit Revealer.
Spyware
Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus den englischen Wörtern "spy" (zu Deutsch "Spion") und "Software". Die schädlichen Programme installieren sich oft heimlich, indem sie Lücken im Webbrowser (vor allem Internet Explorer) ausnutzen oder mit anderen Anwendungen installiert werden. Anschließend erfassen sie die Surfgewohnheiten des Benutzers, senden diese ohne dessen Wissen an Dritte und blenden entsprechende Werbung ein. Besonders schlimme Exemplare ändern zusätzlich Browser-Einstellungen oder zeichnen gar Tastatureingaben auf. Für die Tastaturspione wird der englische Begriff Keylogger verwendet. Spyware wird oft mit Adware gleichgesetzt. Letztere ist jedoch völlig harmlos. Sie blendet Werbung ein, aber ohne den Nutzer auszuspionieren. Hersteller nutzen diese Methode, um kostenlose Programme zu finanzieren. So war etwa der norwegische Webbrowser Opera lange Zeit Adware.
So schützen Sie sich: Einige Virenschutzprogramme können Spyware erkennen und entfernen, dazu gehört z.B. Kasperskys Anti-Virus. Noch effizienter sind spezielle Antispyware-Jäger. Diese sind nur aufs Entdecken und Entfernen der lästigen Festplattenspione abgerichtet. Zu den besten kostenlosen Antispyware-Anwendungen zählen Spybot Search & Destroy und Ad-Aware SE.
Windows Vista und Windows 7 verfügen mit Windows Defender über einen eigenen Spyware-Killer.
Trojaner
In der Computerwelt haben Trojaner gar nichts Heldenhaftes an sich. Das Wort steht vielmehr als Kurzform für Trojanisches Pferd; meint also das sagenhafte Holzpferd, das zum Untergang Trojas geführt hat. Genauso hinterlistig sind auch seine virtuellen Nacheiferer. Sie tarnen sich als harmlose Programme, um sich auf die Festplatte zu schmuggeln. Dort richten sie dann heimlich Schaden an, indem sie bestimmte Ports öffnen, damit Angreifer übers Internet auf den Computer zugreifen können. Andere schnüffeln Benutzerpasswörter aus.
So schützen Sie sich: Mit einem Antivirenprogramm können Sie die gängigsten Trojaner abwehren. Wichtig ist dabei, dass der Virenschutz immer auf dem neusten Stand gehalten wird. Installieren Sie zudem keine Programme aus unbekannten oder unseriösen Quellen. Damit lässt sich die Gefahr einer Trojanerinfektion schon beträchtlich vermindern.
Update
Als Update bezeichnet man eine Software-Aktualisierung. Anders als das so genannte Upgrade bringt es keine großen Neuerungen, sondern nur kleinere Verbesserungen sowie Fehlerkorrekturen oder Sicherheitsoptimierungen (für Letztere wird auch der Begriff Patch verwendet). Dennoch sind Updates für die Computersicherheit enorm wichtig. Die Sicherheitslücken, die sie schließen, werden oft schon kurze Zeit nach der Entdeckung ausgenutzt. Deshalb sollten Sie alle installierten Programme regelmäßig mit Updates aktualisieren.
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