12.12.2008, 12:45

Daniel Feith, Christian Merkel

Top-Spiele 2008

Rollenspiel, Racer und ein Geheimtipp

Rollenspiel, Racer und ein Geheimtipp

Fallout 3
Die Befürchtungen vor dem Release von Fallout 3 waren groß. Würde es Bethesda gelingen den Geist der legendären PC-Vorgänger in die heutige Zeit und das leicht angestaubte Oblivion-Technikgerüst zu übertragen? Umso größer die Erleichterung als klar wurde, dass Fallout 3 eines der Rollenspielhighlights der letzten Jahre werden würde. Das szenariobedingt nicht besonders abwechslungsreiche aber in sich stimmige Ödland ist gespickt mit skurrilen Charakteren, Schauplätzen und unzähligen interessanten Quests.
Ein flexibles Charaktersystem, taktische Kämpfe und der spezielle typische Fallout-Humor machen das Spiel ideal für die Weihnachtsferien. Wer sich auf die atomare Endzeitwelt einlässt, wird wochenlang beschäftigt sein ohne sich zu langweilen. Denn trotz des Namens ist im Ödland mehr los als in den meisten klassischen Fantasy-Rollenspielen. Bethesda hat offenbar seit Oblivion dazugelernt. Tipp: Den Titel gibt es auch für die Playstation 3.
Zum vollständigen Test von Fallout 3 | Fallout 3 im Preisvergleich: Xbox 360, PS3
Race Driver: GRID
Rennspiele müssen nicht vor Tuning-Orgien, Setup-Tüfteleien überquellen und auch nicht in einem Crashfest enden. Race Driver: GRID beweist, dass es auch Spaß machen kann, wenn sich die Entwickler auf das Wesentliche konzentrieren: Rennen fahren. Die sind allerdings nicht hyperrealistisch: Codemasters hat das Fahrverhalten stark auf Action und heftige Unfälle getrimmt. Dies macht die Rennen aber erst so richtig spannend. Denn die gewitzten, wenn auch manchmal arg rüpeligen, KI-Gegner liefern einem harte Duelle mit hoher Dramatik.
Die Unfälle würden aber nicht halb so viel Spaß machen, wenn die Technik nicht so famos wäre. Die schon aus Colin McRae Dirt bekannte Ego-Grafikengine hat bei GRID noch einmal deutlich zugelegt. Dummes Manko: Einen Splitscreen-Modus für zwei Spieler an einer Konsole gibt es leider nicht.
Geheimtipp: CC&: Alarmstufe Rot 3
Strategie muss nicht immer bierernst sein. Alarmstufe Rot 3 zeigt sich mit seinen witzigen Ideen und Zwischensequenzen oder den skurrilen Einheiten extrem abgefahren. Zum Glück ist das aber nicht nur Show. Ein durchdachtes Strategiespiel steckt auch noch hinter der guten Präsentation: Man muss seine Armee stets bedacht zusammenstellen, gezielt die Spezialfähigkeiten seiner Einheiten einsetzen und wechselnde Aufgaben meistern. Vor allem der neue Koop-Modus bringt Spaß, selbst wenn man mal keine menschlichen Mitstreiter zur Hand hat.
Das schon seit Kanes Rache bekannte Kreismenü macht die Verwaltung aller Gebäude sowie der gewählten Einheiten auch auf der Konsole recht einfach. Ebenfalls gibt es auch wieder kleine sinnvolle Neuerungen bei der Anpassung ans Gamepad.
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