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Die gefährlichsten Jobs der IT-Branche

21.09.2010 | 12:03 Uhr |

Meterhohe Türme erklettern, das Internet nach Kinderpornografien absuchen und Unterwasser-Kabel reparieren. Wir zeigen Ihnen, wie gefährlich IT wirklich ist.

Hätten Sie gewusst, dass es auch in der Welt der Informationstechnologie Jobs gibt, die lebensgefährlich sind? Seien es nun psychologischer Stress oder Außeneinsätze, die das eigene Leben wirklich aufs Spiel setzen. Einige IT-ler leben gefährlich, sind jeden Tag auf Adrenalin, wenn sie zum Beispiel mehrere hundert Meter hohe Kommunikationstürme hinaufklettern, um Reparaturarbeiten vorzunehmen. Andere Risiken beschädigen die Psyche, wühlen emotional auf und prägen fürs Leben.

Denken Sie mal an die widerwärtigsten Dinge, über die Sie im Internet bereits gestolpert sind. Und jetzt stellen Sie sich vor, sie müssten sich diese Bilder, Videos und Artikel täglich live und in Farbe von neun Uhr morgens bis 18 Uhr abends ansehen. Den ganzen Tag nur Gewaltverbrechen, Misshandlungen, Kindesmissbrauch, Mord: das ist das täglich Brot von sogenannten Internet Content Moderatoren, die dafür bezahlt werden, eben solches Material aus dem Web herauszufiltern, damit Sie es nicht als Popup in Ihrem sozialen Netzwerk oder auf Ihrer Foto-Sharing-Webseite sehen. Der Bedarf an solchen Arbeitern wächst stetig, insbesondere, weil immer mehr Webdienste es ihren Nutzern erlauben, eigene Bilder von ihrem PC, Laptop oder Smartphone direkt hochzuladen.

"Das ist nicht gerade ein Job für Jedermann", sagt Stacey Springer, Vizepräsidentin bei Caleris. Die Firma mit Hauptsitz in West Des Moins, Iowa, beschäftigt allein 55 Angestellte im Bereich der Content Moderation, die täglich bis zu 7 Millionen Bilder für über 80 verschiedene Kunden überprüfen. "Manche Menschen, besonders Leute mit eigenen Kindern, reagieren sehr sensibel darauf, wenn Sie Fotos von misshandelten Kindern entdecken, oder gequälte Tiere."
Die Content Moderatoren bei Caleris erhalten deswegen bei Bedarf nicht nur kostenlose, psychologische Hilfe, sondern bekommen zudem Unterstützung bei der Krankenversicherung. Leider heilen die seelischen Narben bei einigen der Angestellten viel zu langsam.

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