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Funknetz angriffssicher machen

07.07.2008 | 09:02 Uhr |

Sie sichern Ihr Notebook mit Antiviren-Programmen, Personal Firewall und Antispyware-Tools. Doch das WLAN steht sperrangelweit offen für Mitsurfer und Datenschnüffler. Dabei ist effektiver Schutz ganz einfach.

Ein offenes WLAN ist ein Sicherheitsrisiko. Und zwar ein massives. Es geht nicht nur um unerwünschte Surf-Parasiten, die Ihren Internet-Zugang "mitbenutzen". Es geht um private und geschäftliche Daten, die WLAN-Lauscher entdecken können. Und es geht um Kriminelle, die offene WLANs für ihre Zwecke missbrauchen: Laut Zeitungsberichten haben auch die Terrorverdächtigen , die im September 2007 im Sauerland verhaftet wurden, ungeschützte Kabellos-Netzwerke für ihre Kommunikation genutzt. Das Landgericht Hamburg entschied im Juli 2006, dass Inhaber eines ungeschützten WLANs für Rechtsverletzungen, die über ihr Netz begangen werden, zur Verantwortung gezogen werden können.
Sie sollten Ihr WLAN also unbedingt absichern. Dazu müssen Sie weder ein Netzwerk-Profi sein noch benötigen Sie teures Spezial-Equipment. Mit unseren Tipps und Ihrem WLAN-Router schützen Sie Ihr WLAN ausreichend gegen Mitsurfer und Lauscher. Der Router ist dabei die Sicherheitszentrale: Mit seiner Konfiguration geben Sie den Schutz fürs ganze Netzwerk vor. Doch die anderen WLAN-Komponenten müssen diese Sicherheitsmaßnahmen unterstützen.

Im ersten Teil des Artikels stellen wir Tipps vor, die Sie unbedingt anwenden sollten. Mit den Maßnahmen im zweiten Teil können Sie die Sicherheit weiter erhöhen. Im Folgenden stellen wir Ihnen Sicherungsmaßnahmen vor, die Sie unbedingt bei Ihrem WLAN umsetzen sollten. Unterstützen Ihre WLAN-Komponenten diese Funktionen nicht - insbesondere die WPA-Verschlüsselung -, sollten Sie sie gegen aktuellere Geräte austauschen.

Erstkonfiguration per Kabel
Kaum ein Router ist ab Werk gesichert - bereits bei der ersten Inbetriebnahme über WLAN haben Eindringlinge also die Chance zum Zugriff. Daher sollten Sie die grundlegende Konfiguration und Verschlüsselung des Routers per Netzwerkkabel erledigen - das geht auch schneller und problemloser als über WLAN.

Das Router-Menü erreichen Sie per Browser, indem Sie die IP-Adresse des Routers eingeben - sie steht im Handbuch oder ist auf dem Gerät aufgedruckt. Manchmal müssen Sie im Browser Pop-up-Blocker abschalten und Active X zulassen, damit das Menü erscheint. Klappt die Verbindung nicht, sollten Sie sicherstellen, dass der Router und der PC, den Sie zum Einrichten nutzen, IP-Adressen aus demselben Bereich haben: Windows vergibt häufig Adressen aus dem 169er-Bereich, viele Router arbeiten aber standardmäßig im Bereich 192.XXX.XXX.XXX. Daher ist es sinnvoll, dem PC zum Einrichten des Routers eine feste IP-Adresse zu geben. Der Weg dahin führt über Start, Systemsteuerung, Netzwerkverbindungen und dann auf LAN-Verbindung . Aktivieren Sie mit der rechten Maustaste Eigenschaften . Unter Diese Verbindung verwendet folgende Elemente: müssen Sie das Internetprotokoll (TCP/IP) auswählen und doppelklicken. Im nächsten Fenster klicken Sie auf Folgende DNS-Serveradressen verwenden : und geben die gewünschte IP-Adresse ein.

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