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Richtig belichten

16.11.2006 | 10:52 Uhr |

Die Belichtungsautomatiken von Digitalkameras liefern oft korrekte Ergebnisse. Bei bestimmten Lichtsituationen muss der Fotograf jedoch eingreifen, um optimale Aufnahmen zu erzielen.

Tendenziell sollten Sie immer eher leicht unter- als überbelichten, damit die Farben auf dem Foto möglichst leuchtend erscheinen. Verlassen Sie sich auch keinesfalls auf die Belichtungsautomatik Ihrer Digicam! Denn bei Motiven mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten stößt sie an ihre Grenzen. Digital.World verrät in diesem Ratgeber, wie Sie solche kritischen Lichtsituationen erkennen und wie die Fotos mit Hilfe gezielter Belichtungskorrektur dennoch gelingen.

SCHWIERIGE LICHTVERHÄLNTISSE ERKENNEN: Bei Gegenlicht, kräftigen Lichtreflexen, trübem Wetter und fast farblosem Himmel haben Sie es in der Regel mit so starken Hell-Dunkel-Kontrasten zu tun, dass die Belichtungsautomatik strauchelt. Damit Sie solche kritischen Situationen rechtzeitig erkennen, nutzen Sie am besten das Histogramm, welches die meisten digitalen SLR-Kameras bieten. Bei Canon-SLR-Kameras drücken Sie dazu beispielsweise während der Bildbetrachtung den „Info“-Knopf. Daraufhin sehen Sie neben der Fotovorschau das Histogramm, und gleichzeitig blinken im Bild die überbelichteten Bereiche auf. Diese Ausschnitte enthalten dann zu wenige Bildinformationen. Im ausbelichteten Foto oder im Ausdruck scheint an diesen Stellen schließlich das blanke Papier durch.

HELL-DUNKEL-EXTREME VERMEIDEN: Sie stellen bei der Histogramm-Kontrolle Ihrer soeben gemachten Aufnahme fest, dass große Motivteile zwar korrekt belichtet sind, der blasse Himmel aber keine Zeichnung aufweist? Dann schließen Sie die Blende schrittweise so weit, bis der kritische Bereich durchgezeichnet ist. Das führt zwar zur Unterbelichtung des Bildes, die lässt sich aber bei der Nachbearbeitung etwa durch Tonwertspreizung korrigieren.

Wer seine Bilder nur am Bildschirm ansehen möchte, kann sich die Mühe sparen und voll auf die Belichtungsautomatik setzen – hier fallen fehlende Bildinformationen weniger stark auf. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, auch in diesem Fall Belichtungsreihen anzufertigen. Damit sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet.

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