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Ihr PC topfit für 64 Bit

09.04.2008 | 10:50 Uhr |

64 Bit auf Desktop-PCs - ein wichtiger Trend für 2008. Für Profi-Anwender spielt auch Virtualisierung eine immer größere Rolle. Wie Sie Ihren PC gezielt für diese Einsatzzwecke aufrüsten, verrät unser Ratgeber.

64-Bit-Betriebssysteme und -Programme können im Vergleich zu ihren 32-Bit-Pendants mehr als 4 GB Speicher adressieren beziehungsweise nutzen – theoretisch bis zu einem Terabyte RAM. Mehr als 4 GB Speicher ist beispielsweise bei Virtualisierungs-Software (siehe nächste Seite) oder großen Datenbanken sinnvoll. Bald werden auch immer mehr Standard-Programme auf den Markt kommen, die 64-Bit-tauglich sind und vom zusätzlichen Speicher profitieren.

Voraussetzung für den Einsatz von 64-Bit-Software ist neben dem 64-Bit-Betriebssystem ein 64-Bit-fähiger Prozessor. Mit dem Athlon 64 hielt 2003 die 64-Bit-Architektur unter der Bezeichnung AMD 64 (früher x86-64 genannt) Einzug in Desktop-PCs. AMD 64 fußt auf einer 32-Bit-Architektur, deren Register sich auf 64 Bit erweitern lassen. So gewährleistete AMD die Abwärtskompatibilität zu 32-Bit-Betriebssystemen und -Software – entscheidend für den Erfolg von AMD 64.

Selbst Halbleiter-Riese Intel sah sich genötigt, die AMD-Technik zu lizenzieren, und führte sie Anfang 2004 mit dem ersten Pentium 4 für den Sockel LGA775 unter dem Markennamen Intel 64 (früher als EM64T bezeichnet) ein. Ob Ihr Prozessor 64 Bit unterstützt, können Sie schnell und bequem mit dem Gratis-Tool CPU-Z prüfen. Das Tool muss unter „CPU“ in der Zeile „Instructions“ bei AMD-CPUs „x86-64“ beziehungsweise bei Intel-Prozessoren „EM64T“ anzeigen.

Fazit: Selbst ältere PCs haben meist eine CPU, die 64 Bit unterstützt. So fallen nur die Kosten für die zusätzlichen Speicherriegel an (ab etwa 40 Euro). Entscheidender als neue Hardware ist aber, ob es für die Komponenten in Ihrem PC auch passende 64-Bit-Treiber gibt.

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