1104711

Windows 10 Rettungssystem im Eigenbau - so geht's

08.04.2016 | 10:05 Uhr |

Bei Windows-Problemen hilft oft nur ein Zweitsystem weiter. Damit suchen Sie nach Schadsoftware, reparieren die Bootumgebung, bearbeiten die Registry und retten Dateien.

Als Basis für unser Windows Rettungssystem fungiert die so genannte PE-Umgebung von Windows 7. Bei Windows PE handelt es sich um eine abgespeckte Windows-Version, die unter anderem während der Installation von Windows 7 geladen wird. Normalerweise bietet diese Umgebung aber keine grafische Oberfläche und damit nur eine sehr eingeschränkte Funktionalität. Hier kommt WinBuilder ins Spiel: Das Gratis-Tool erweitert die PE-Umgebung um unzählige Funktionen und bietet eine grafische Oberfläche, mit der Sie das Notfall-Windows genauso wie das Original benutzen können.

Hintergründe: Bart Lagerweij über Bart PE

Darüber können Sie beispielsweise Dateien von einer Festplatte retten, diese mit Systemtools nach Fehlern überprüfen oder über das „Windows Installation Repair Tool“ probieren, die Installation zu reparieren. Auch ein Internetbrowser nebst passenden Netzwerktreibern finden Sie im Windows Rettungssystem, sodass Sie im Web nach Lösungen für Ihre PC-Probleme forschen können. Es gibt eine Reihe von WinBuilder-Projekten, die von einer aktiven Entwicklergemeinde gepflegt werden. Für unser Notfall-Windows verwenden wir das sehr gute Paket Win7PE SE, das Sie hier herunterladen können: Download Win7PE SE .

Windows-Rettungssystem: Diese Tools benötigen Sie

Mit Winbuilder erstellen Sie aus den Windows-Installationsdateien ein Notfallsystem. Für seine Arbeit benötigt das Tool etwa 10 GB freien Platz auf der Festplatte.
Vergrößern Mit Winbuilder erstellen Sie aus den Windows-Installationsdateien ein Notfallsystem. Für seine Arbeit benötigt das Tool etwa 10 GB freien Platz auf der Festplatte.

Für das Erstellen eines USB-Windows bedarf es zunächst einiger Vorbereitung. Neben WinBuilder benötigen Sie eine Installations-DVD von Windows 7. Am besten laden Sie sich hier eine ISO-Datei des Systems von Microsofts Downloadpartner Digital River herunter: Download Windows 7 Installations-DVD.

Bei dem Download handelt es sich um eine 30 Tage lauffähige ISO-Datei für Windows 7, die sich ohne gültige Seriennummer nicht dauerhaft in Betrieb nehmen lässt. Für die PE-Umgebung, die wir erstellen, wird keine Seriennummer verlangt. Diese Windows-Version enthält bereits das Service Pack 1, das für einige Vorgänge von WinBuilder benötigt wird. Außerdem brauchen Sie noch das „Windows Automated Installation Kit“ (WAIK), welches Sie hier herunterladen können: Download Windows Automated Installation Kit (WAIK)

Mit 7-Zip entpacken Sie die ISO-Datei mit den Windows- Installationsdateien. Verwenden Sie als Ziel einen Ordner mit einem möglichst kurzen Namen.
Vergrößern Mit 7-Zip entpacken Sie die ISO-Datei mit den Windows- Installationsdateien. Verwenden Sie als Ziel einen Ordner mit einem möglichst kurzen Namen.

Windows-Notfälle im Griff

Speichern Sie alle Downloads in ein Verzeichnis mit möglichst kurzem Namen, beispielsweise „c:\Notfall“. Das ist nötig, da lange Datei- und Ordnernamen bei der Abarbeitung der Skripte zu Problemen führen können. Abschließend laden Sie noch das HP USB Disk Storage Format Tool herunter, mit dem Sie einen USB-Stick bootfähig machen können. Schließen Sie dazu den Stick an, wählen bei „Device“ den Stick und bei „File System“ „NTFS“ aus und klicken auf „Start“. Der USB-Stick sollte mindestens 1 GB groß sein.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1104711