Wenn Ihre Musik unerwünschte Klickgeräusche enthält, sollten Sie diese zuerst eliminieren.
Denn nach weiteren Manipulationen wie dem Entfernen von Rauschen lassen sich diese Geräusche schwieriger orten. Dazu brauchen Sie das Plug-in Audio Cleanup. Um Klickgeräusche automatisch zu entfernen, wählen Sie "Transform, Noise Reduction, Click/Pop Eliminator". Das "Presets"-Fenster bietet einige brauchbare Voreinstellungen - probieren Sie diese zuerst. Selektieren Sie eine, und klicken Sie auf "OK", um die Bearbeitung zu starten. Hören Sie das Ergebnis an. Falls Sie noch nicht zufrieden sind, gehen Sie auf "Edit, Undo Click/Pop Eliminator" und versuchen es mit einer anderen Voreinstellung. Ist Ihr PC nicht sehr schnell, können Sie Zeit sparen, indem Sie nur einen Ausschnitt bearbeiten. Klappt's nicht mit den Voreinstellungen, versuchen Sie "Auto Find All Levels". Sind Sie mit den Resultaten immer noch unzufrieden, empfehlen wir Ihnen die ausführliche, englischsprachige Hilfefunktion - einfach mal so mit den rund 20 Einstellmöglichkeiten herumzuprobieren ist dagegen ineffizient.
Hat Ihre Aufnahme nur wenige Klickgeräusche, empfehlen wir Ihnen, diese manuell zu beseitigen. Um sie sichtbar zu machen, verwenden Sie die spektrale Darstellung des Audiomaterials ("View, Spectral View"), eines der Highlights von Cool Edit 2000. Damit sehen Sie, wie stark einzelne Frequenzen vorkommen. Um die Darstellung für Ihre Zwecke zu optimieren, setzen Sie unter "Options, Settings, Spectral" "Resolution" auf "256" und "Windows Width" auf "40%". Ein Klickgeräusch macht sich nun optisch meist als heller, vertikaler Balken bemerkbar. Markieren Sie diesen, und gehen Sie auf "Transform, Noise Reduction, Click/ Pop Eliminator, Fill Single Click Now", um ihn zu entfernen.
Rauschen beseitigen Sie mit einer der zwei Funktionen Noise Reduction und Hiss Reduction (auch dazu brauchen Sie das Plug-in Audio Cleanup). Hiss Reduction eliminiert ausschließlich Rauschen; Noise Reduction beseitigt auch gleichmäßige Geräusche wie das Netzbrummen (Kasten "Brummschleife: Was tun?", Seite 136).
In beiden Fällen markieren Sie zuerst ein möglichst langes Stück des Audiomaterials, das nur das Rauschen enthält. Nun wählen Sie "Transform, Noise Reduction, Hiss Reduction, Get Noise Floor, Close" oder "Transform, Noise Reduction, Noise Reduction, Get Profile from Selection, Close". Markieren Sie den gesamten Bereich, den Sie bearbeiten möchten, und öffnen Sie wieder die Rauschentfernungsfunktion Ihrer Wahl.
Bei Hiss Reduction sollten Sie zuerst mit dem Parameter "Noise Floor Adjust" experimentieren. Bei Noise Reduction beginnen Sie mit "Noise Reduction Level". Beide Funktionen bieten den Knopf "Preview", damit können Sie, wenn Sie den Parameter verändern, gleich die Auswirkungen hören. Haben Sie akzeptable Parameter gefunden, klicken Sie auf "OK". Können Sie keinen Bereich finden, der ausschließlich aus Rauschen besteht, empfehlen wir Ihnen die Voreinstellungen der Hiss-Reduction-Funktion.
Eine Equalizer-Funktion finden Sie unter "Transform, Filters, FFT Filter". Hier zeichnen Sie die gewünschten Korrekturen am Frequenzgang direkt ins Diagramm ein. Wichtig: Dosieren Sie vorsichtig, um keine Pegelüberschreitungen zu produzieren! Müssen Sie Frequenzen so weit verstärken, dass es zu Verzerrungen aufgrund eines zu hohen Pegels kommt, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, den Gesamtpegel der Aufnahme zu reduzieren. Das können Sie, indem Sie im "FFT Filter" die Werte für "Max" und "Min" um den gleichen Wert senken (etwa von "15", "-15" auf "10", "-20"). Mit der "Preview"-Funktion hören Sie sich den Effekt anschließend an. Sind Sie zufrieden, klicken Sie auf "OK". Das Ergebnis Ihrer Arbeit speichern Sie mit "File, Save" ab oder besser unter einem anderen Namen mit "File, Save As".
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