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Excel ein Gefahrenherd

18.05.2009 | 11:19 Uhr |

Manager müssen sich auf akkurate und in sich stimmige Berichte verlassen können. Doch wenn die Mitarbeiter mit selbstgebauten Excel-Spreadsheets arbeiten, kann das schief gehen.

Die meisten Unternehmen sind in Sachen Reporting "opereativ" und nicht "strategisch" unterwegs. Quelle: RAAD, 2009
Vergrößern Die meisten Unternehmen sind in Sachen Reporting "opereativ" und nicht "strategisch" unterwegs. Quelle: RAAD, 2009
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RAAD Research und das Beratungshaus mayato haben für ihre Studie "BI-Potenziale 2009" besonders die Situation im gehobenen Mittelstand untersucht. Das Ergebnis: 61 Prozent der Unternehmen meinen, dass Projekte im Bereich Business Intelligence (BI) nicht von der Konjunktur-Krise beeinflusst werden und die Investitionsneigung auf diesem Gebiet mit 42 Prozent vergleichsweise hoch ist. Außerdem wird das Reporting in drei Viertel der Fälle von einer Software-Lösung unterstützt.

70 Prozent der Studienteilnehmer setzen ein standardisiertes, unternehmensweites Reporting ein. Mehr als 50 Prozent nutzt Methoden wie Six Sigma oder Balanced Scorecard für strategisches Reporting. Das Problem ist jedoch: "Auch MS Excel hält sich hartnäckig als Reporting-Tool."

Der Software-Anbieter Actuate hält das für einen "Gefahrenherd erster Güte". Wenn die BI-Lösung nicht den Anforderungen der Mitarbeiter entspreche, würden diese häufig auf selbst erstellte Excel-Spreadsheets ausweichen. "Die Folge ist oftmals ein undurchdringliches Gewirr mit verschiedenen Versionen, unzulänglicher Daten-Konsistenz und einer Fülle von Fehlern, die bei manuell verwalteten Excel-Tabellen an der Tagesordnung sind", so Birgit Küsel, Account Managerin bei Actuate. Erst kürzlich hatte eine Studie gezeigt, dass acht von zehn Mittelständlern Excel für Unternehmenssteuerung und Controlling verwenden - obwohl die Vorteile echter BI-Tools auf der Hand lägen.

Der Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation computerwoche.de.

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