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Reine Nervensache 2

07.08.2003 | 08:20 Uhr |

Wir erinnern uns: Im ersten Teil von "Reine Nervensache" sollte der Seelenklempner Ben Sobel (Billy Crystal) den Mafia-Boss Paul Vitti (Robert de Niro) von seinen Versagensängsten befreien. Grund: Der Pate hatte Hemmungen, jemanden zu erschießen. Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten an. Vitti ist im Knast und entgeht nur knapp einem Attentat.

Eine herrliche Komödie, die mit zwei Stars in Top-Form aufwarten kann. Wer den ersten Teil gemocht hat, wird bei "Reine Nervensache 2" garantiert nicht enttäuscht.

Wir erinnern uns: Im ersten Teil von "Reine Nervensache" sollte der Seelenklempner Ben Sobel (Billy Crystal) den Mafia-Boss Paul Vitti (Robert de Niro) von seinen Versagensängsten befreien. Grund: Der Pate hatte Hemmungen, jemanden zu erschießen. Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten an. Vitti ist im Knast und entgeht nur knapp einem Attentat.

Durch eine vorgetäuschte Geisteskrankheit gelingt es ihm, aus dem Gefängnis frei zu kommen und wird in die Obhut von Sobel gegeben. Dieser jedoch steckt mitten in der Trauerarbeit um seinen verstorbenen Vater und muss sich nun wieder mit dem Paten und dessen "Familie" herumplagen.

Während Sobel die Order hat, Vitti nicht aus den Augen oder gar aus dem Haus zu lassen, ihn zu heilen und ihm einen anständigen Job zu vermitteln, liegt Vittis Augenmerk darauf, die Auftraggeber des Killers ausfindig zu machen.

Die ideale Tätigkeit findet Vitti schließlich als Berater für eine TV-Mafia-Serie (die "Sopranos" lassen grüßen). Dort lässt es sich prima untertauchen, um gemeinsam mit den "Jungs" ein letztes großes Ding zu planen?

Die Komödie lebt von de Niro und Crystal. Beide präsentieren sich in ausgesprochen guter Form, die Rede-Duelle stehen denen des ersten Teils kaum nach. Herrlich ist beispielsweise die Szene im Untersuchungsraum des Gefängnisses, in der Vitti völlige Apathie vortäuscht und Sobel zu allen erdenklichen Mitteln greift, um eine Reaktion hervorzurufen - inklusive Spritze.

Der Film setzt weniger auf Vorschlaghammer-Komik, sondern hat seine Stärken in den Wortspielen und trockenen Anmerkungen beider Hauptdarsteller. Dafür nehmen Crystal und de Niro aber auch den Hauptpart des Films ein, die Nebendarsteller werden durch die Bank an die Wand gespielt.

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