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Kleine XP-Hacks – große Wirkung

26.08.2010 | 08:36 Uhr |

Die Windows-Registry. Sie enthält alle Einstellungen von Windows und – bis auf wenige Ausnahmen – von allen Anwendungen. Falls die Registrierdatenbank oder Teile von ihr verloren gehen, würde Windows unter Amnesie leiden: Die System- und Programmdateien lägen als funktionsloser Haufen auf der Festplatte herum, kaum ein Programm könnte starten, nicht einmal Windows selbst würde noch booten. Was steckt also hinter dieser Datenbank?

Eine einfache Datenbank, die es aber in sich hat: die Windows-Registry. Sie enthält alle Einstellungen von Windows und – bis auf wenige Ausnahmen – von allen Anwendungen. Falls die Windows Registry oder Teile von ihr verloren gehen, würde Windows unter Amnesie leiden: Die System- und Programmdateien lägen als funktionsloser Haufen auf der Festplatte herum, kaum ein Programm könnte starten, nicht einmal Windows selbst würde noch booten.

Die Windows Registry besteht nicht aus Klartext, sondern befindet sich in Form binärer Dateien auf der Festplatte. Diese liegen bei Windows XP und Vista unter %windir%\System32\Config. Sie benötigen daher spezielle Hilfsmittel und das Know-how, damit umzugehen, um die Windows-Konfiguration lesen oder ändern zu können. Dieser Beitrag und unsere exklusiven Tools bieten beides. So haben Sie die Windows-Zentrale im Griff.

1. Dürfen wir vorstellen: Das Bordmittel Regedit.exe

Das bekannteste Programm, mit dem Sie den Deckel der Windows-Maschine öffnen, ist der Registry-Editor Regedit.EXE. Hier sehen Sie in der linken Spalte die hierarchisch strukturierten Schlüssel, rechts die jeweils zu einem Schlüssel gehörenden Werte. Diese können Sie jeweils mit einem Doppelklick bearbeiten oder über das Kontextmenü mit der rechten Maustaste neu hinzufügen. Auch neue Unterschlüssel legen Sie auf diesem Weg an.

Microsoft ist nicht der Meinung, dass normale Benutzer dieses Instrument kennen, geschweige denn nutzen sollten: Sie finden Regedit nicht im Startmenü, und wenn Microsoft in der Knowledge Base auf seinen Einsatz verweist, dann nie ohne Warnhinweise und den Ratschlag, vor dem Eingriff ein Backup vorzunehmen.

Registry-Backup: Sie speichern die Windows Registry oder einen aktuell markierten Teilbereich über den Menüpunkt „Datei, Exportieren“ als Textdatei (Endung Reg), so dass Sie sie mit einem Text-Editor lesen können. Umgekehrt können Sie solche Reg-Dateien wieder importieren. Beim Import werden alle Schlüssel und Werte, die in Ihrer Registry nicht vorkommen, neu angelegt, alle existierenden mit den neuen Werten überschrieben. Reg-Dateien eignen sich daher gut dafür, Windows- oder Anwendungs-Einstellungen weiterzugeben.

Gesundes Misstrauen: Doch müssen Sie hier auch Vorsicht walten lassen, insbesondere wenn Sie Reg-Dateien erhalten: Kontrollieren Sie vor dem Import jeder Reg-Datei mit Hilfe eines Text-Editors, was diese verändert. Erschließt sich das nicht aus dem Inhalt, verzichten Sie besser darauf – es sei denn, Sie haben die Datei von einer absolut vertrauenswürdigen Quelle erhalten, von der Sie auch EXE-Dateien entgegennehmen und ausführen würden.

Fremde Registry-Dateien, etwa die eines parallel installierten Windows, kann der Registry-Editor von XP und Vista ebenfalls öffnen und bearbeiten. Dazu markieren Sie den Hauptschlüssel „Hkey_Local_Machine“ mit der Maus und wählen aus dem Menü den Punkt „Datei, Struktur laden“. Wenn Sie im daraufhin erscheinenden Dialog eine Registry-Datei öffnen, fordert Sie Regedit auf, einen Namen zu vergeben – unter „Hkey_Local_Machine“ finden Sie diesen dann als neuen Unterschlüssel. Nachdem Sie dort Änderungen vorgenommen haben, entladen und speichern Sie diese mit „Datei, Struktur entfernen“.

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