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ReactOS - Den Windows-Nachbau in der VM testen

28.10.2015 | 14:00 Uhr |

Die Entwickler von ReactOS haben es sich zum Ziel gesetzt, Windows von Grund auf neu zu entwickeln – unter Beibehaltung der vollständigen Kompatibilität zu Windows XP.

Seit nunmehr über 15 Jahren arbeitet ein Team um den Projektleiter Alexei Bragin an dem freien Open-Source-Betriebssystem ReactOS , das auf dem Architekturdesign der Windows-NT-Familie basiert – so wie Windows XP und 7 sowie Windows Server 2012. ReactOS wurde von Grund auf neu entwickelt und enthält keine Bestandteile von Linux oder anderen Unix-ähnlichen Architekturen. Eine Ausnahme sind jedoch die von Unix unabhängigen Bibliotheken des Wine-Projektes, die man übernehmen konnte.

Die Entwickler geben seit je her das Ziel aus, ein zu Windows binärkompatibles Betriebssystem zu schaffen, das alle Treiber und Programme verwenden kann, die für das Original zur Verfügung stehen. Dazu wird unter anderem die Programmierschnittstelle Win32 nachgebildet. Das Betriebssystem steht größtenteils unter der GNU-GPL-Lizenz, einige seiner Bestandteile jedoch unter der LGPL oder unter der BSD-Lizenz. Beim Look & Feel orientiert sich ReactOS an der Windows-XP-Benutzeroberfläche, sodass ein leichtes Zurechtfinden gewährleistet sein soll. Nach mehreren Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung des Projekts, hat Russland ReactOS im Juni 2015 zu einer fördernswerten Windows-Alternative erklärt. Im Rahmen des nationalen Programms zur Sicherung wirtschaftlicher Entwicklung soll die Fortführung der Entwicklung unterstützt werden, um die Abhängigkeit von Import-Software zu verringern. ReactOS soll demnach zu einer echten Alternative zu Windows werden und Nutzer sollen auf keine Software verzichten müssen, an die Sie sich schon unter Windows gewöhnt haben.

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Paint und Wordpad sind bei ReactOS vom Start weg dabei. Vom freien Betriebssystem unterstützte Programme lassen sich installieren.
Vergrößern Paint und Wordpad sind bei ReactOS vom Start weg dabei. Vom freien Betriebssystem unterstützte Programme lassen sich installieren.

ReactOS als virtuelle Maschine in Vmware einbinden

Das Open-Source-Betriebssystem steht in Version 0.3.17 bereits vorkonfiguriert als virtuelle Maschine für Vmware Player beziehungsweise Workstation zur Verfügung. Nachdem Sie das Dateiarchiv reactos.exe auf Festplatte entpackt haben, öffnen Sie das Verzeichnis mit den dateien im Windows Explorer. Doppelklicken Sie die reactos.vmx, um den virtuellen PC im verknüpften Vmware-Programm zu öffnen, in unserem Beispiel im Vmware Player. Es erscheint ein Hinweisfenster auf dem Desktop. Klicken Sie den Button „I copied It“, um fortzufahren. Die VM mit ReacOS wird gestartet und Sie landen auf dem Desktop mit Verknüpfungen zu den Modulen Arbeitsplatz, Eigene Dateien, Netzwerkumgebung, Papierkorb und Eingabeaufforderung. Einige Programme wie Paint und Wordpad sind bereits dabei. Weitere Software wie Firefox , Thunderbird sowie Open Office zählen zu den unterstützten Programmen.

Tipp: Weitere interessante virtuelle Systeme auf dem PC finden Sie auch mit Ubuntu , Linux Mint , Tails , Webconverger und sogar Android .

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