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Aktuelle eBook-Reader im Überblick

16.10.2012 | 11:50 Uhr |

eBook-Reader gibt es für jeden Geschmack: Ab 4,3 Zoll Schirmgröße, mit WLAN oder 3G sowie mit Zugang zur Leihbibliothek. PC-WELT hat die neuen eBook-Reader zusammengestellt.

Im Zug, am Strand oder auf der heimischen Terrasse – egal, wo Sie sind, mit Ihrem eBook-Reader haben Sie Ihre persönliche Bibliothek stets dabei. Diese Idee begeistert immer mehr Leser und beschert dem eBook-Markt wachsende Verkaufszahlen. Laut Bitkom (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) lesen derzeit acht Millionen Bundesbürger eBooks. Das entspricht elf Prozent der Deutschen. Rechnet man elektronische Zeitschriften auf Tablet-PCs, Smartphones und eBook-Readern dazu, kommen sogar 23 Prozent zusammen. Tendenz steigend, weil die Verlage die Auswahl an Buchtiteln und Zeitschriften ständig ausweiten. Wer jetzt plant, sich einen eReader zuzulegen, findet hier die Trends und Geräteneuheiten der letzten Wochen.

Im Trend: Kleinere Reader

Das bisher verbreitetste Format bei eBook-Readern war 6 Zoll (15,2 Zentimeter). Neuerdings werden die Bilddiagonalen der Lesegeräte kleiner. Sie sollen in jede Tasche passen und sich mit einer Hand halten lassen. Vermehrt setzen die Hersteller auf eBook-Reader mit einer Bilddiagonale von fünf Zoll (12,7 Zentimetern). Aufsehen erregt dabei der Txtr Beagle . Das verdankt er neben der Größe dem kabellosen Konzept und dem prognostiziertem Preis. So zieht das Gerät seine Energie einzig aus zwei AAA-Batterien, die laut Hersteller bis zu einem Jahr ausreichen sollen. Inklusive Batterien soll der Txtr Beagle auf gerade einmal 128 Gramm Gewicht kommen. Die Inhalte werden per Bluetooth vom Smartphone auf das Lesegerät übertragen. Deshalb soll er auch von Mobilfunkbetreibern angeboten werden und dann gerade einmal rund 10 Euro kosten. In ganz trockenen Tüchern scheint das Konzept jedoch noch nicht zu sein, denn der Hersteller Txtr aus Berlin gibt derzeit noch keinen Mobilfunkpartner an, der den Beagle im Angebot hat.

Ultra handlicher eBook-Reader: Trekstor Pyros Mini
Vergrößern Ultra handlicher eBook-Reader: Trekstor Pyros Mini
© Trekstor

Die fünf Zoll des Txtr Beagle unterbietet Trekstor mit dem Pyros Mini. Denn dieses Lesegerät hat eine Bilddiagonale von gerade einmal 4,3 Zoll (knapp 11 Zentimeter). Das handliche Lesegerät wurde zur Frankfurter Buchmesse präsentiert und soll ab November 2012 für rund 50 Euro erhältlich sein. Der Anwender wählt zwischen den Farben Schwarz, Blau und Pink. Das Display nutzt E-Ink und kommt auf 600 x 800 Pixel (230 dpi). Laut Hersteller wiegt der Trekstor Pyros Mini gerade einmal 111 Gramm und beherrscht die gängigen eBook-Formate inklusive Adobe Kopierschutz. Gleichzeitig mit hat der Hersteller mit der Trekstor eReader Suite eine eigene Software entwickelt. Ist diese auf dem Gerät aufgespielt, erleichtert sie den Zugang zum eBook-Store, informiert über Neuerscheinungen und etwaige Firmware-Updates. Sie ist kostenlos und wird bei der Inbetriebnahme des Pyros Mini auf Wunsch aktiviert.

Mit leuchtendem Display: Amazon Kindle Paperwhite
Vergrößern Mit leuchtendem Display: Amazon Kindle Paperwhite
© Amazon

Beleuchtetes Display und Leihbücherei

Auch der Marktführer bei eReadern Amazon macht in diesem Herbst von sich reden. Er bringt mit dem Kindle Paperwhite sein erstes Gerät mit beleuchtetem E-Ink-Display auf den Markt. Das Licht kommt von LEDs, die im Geräterahmen sitzen. Sie sollen die Papierfarbe von Grau auf Weiß bringen. Damit hat der Leser das Gefühl, er hält tatsächlich ein weißes Blatt Papier in der Hand. Die Auflösung des Kindle Paperwhite schraubt Amazon von 600 x 800 Pixel auf nunmehr 768 x 1024 Bildpunkte. Kritik muss sich der US-Händler gefallen lassen, da beim Paperwhite auf eine Vorlesefunktion verzichtet wurde und der Arbeitsspeicher auf 2 GB beschränkt ist. Der eBook-Reader ist ab sofort bestellbar und soll 129 Euro in der Basisvariante kosten. Für das Modell mit WLAN und 3G sind 189 Euro zu berappen. Die ersten Bestellungen sollen ab Mitte November ausgeliefert werden.

Ratgeber: Bibliotheken zum Mitnehmen

Ab Ende Oktober soll zudem die Kindle-Leihbücherei in Deutschland starten. Hier können Kindle-Besitzer bis zu 200.000 Bücher kostenlos ausleihen, vorausgesetzt sie sind Amazon-Prime-Mitglieder. Laut US-Unternehmen sind darunter 8500 deutschsprachige Titel – etwa die sieben Bänder der Harry-Potter-Reihe. Allerdings ist das kostenlose Ausleihen auf ein Buch pro Monat beschränkt.

Bewährtes in Neuauflage: Pocketbook Basic New
Vergrößern Bewährtes in Neuauflage: Pocketbook Basic New
© Pocketbook

Einstiegsgeräte von Pocketbook und Buchhandel

Fehlen technische Neuheiten, setzen die Hersteller auf Bewährtes zu günstigen Preisen. Ein Beispiel ist das ukrainische Unternehmen Pocketbook mit dem Modell Basic New. Der eBook-Reader soll Einsteiger begeistern, die fürs digitale Lesen nicht so tief in die Tasche greifen wollen. Der Pocketbook Basic New soll rund 90 Euro kosten. Dafür erhält der Anwender ein E-Ink-Display mit 6 Zoll (15,2 Zentimeter) der Vizplex-Generation und einer Auflösung von 600 x 800 Pixel. Zwei GB müssen als interner Speicher ausreichen. Per Mikro-SD-Karte lässt sich der Speicherplatz auf 32 GB erweitern.

Test: Amazon Kindle und Kindle Touch im Vergleich

Wer den eBook-Reader direkt im Online-Buchhandel kaufen will, findet bei Weltbild den eBook Reader 4 Ink für rund 60 Euro. Das günstige Lesegerät bietet 6 Zoll (15,2 Zentimeter) Bilddiagonale, 2 GB Flash-Speicher und wiegt laut Anbieter 216 Gramm inklusive Akku. Letzterer soll bis zu einen Monat ohne Aufladen auskommen. Als Sonderedition gibt es den eBook Reader 4 mit vorinstalliertem Bestseller „Abgeschnitten“ von dem Autorenteam Fitzek / Tsokos. Dann müssen Sie allerdings mit 70 Euro gleich zehn Euro mehr bezahlen.

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