1614526

So kitzeln Sie alles aus Ihrem Smart-TV heraus

12.11.2012 | 10:56 Uhr |

Smart-TVs sind internetfähig, hochkonfigurierbar und können als Mediaplayer dienen. Wir zeigen, wie Sie Ihren Smart-TV richtig einstellen und ins Netzwerk integrieren.

Nachdem der schicke Flachbildschirm die dicke Röhrenkiste verdrängt hat, ist jetzt mit dem Smart-TV auch die PC-Technik heimlich, still und leise in die Wohnzimmer eingezogen. Das eröffnet zwar mehr Möglichkeiten, bereitet aber auch neue Probleme. Ab und zu ist wie beim PC ein Update nötig, sonst lassen sich neu angebotene Funktionen nicht nutzen. Die Integration in das heimische Multimedia-Netzwerk klappt oft nicht reibungslos und die Bildqualität genügt auch nicht immer allen Ansprüchen. Die Tipps aus diesem Artikel helfen Ihnen dabei, Ihr Smart-TV-Gerät optimal zu nutzen.

Firmware-Update beseitigt Fehler

Für das Betriebssystem des Fernsehers stehen häufig Updates bereit. Damit werden Fehler beseitigt und neue Funktionen hinzugefügt. Wird eine Aktualisierung angeboten, sollten Sie diese in der Regel auch durchführen. Aber Vorsicht: Wenn Sie eine Modifikation der Firmware nutzen sollten Sie eher auf Updates verzichten. Es ist meistens schwierig oder sogar unmöglich, zu einer älteren Firmware-Version zurückzukehren.

Auch wenn Ihr Smart-TV nur wenige Apps anzeigt oder zur Installation anbietet, kann das an einer veralteten Firmware liegen. Die Firmware-Version können Sie sich über den zugehörigen Menüpunkt anzeigen lassen. Hier wird meist auch gleich das Update angeboten. Alternativ können Sie bei vielen Geräten das Update auch vorher am PC herunterladen und dann über einen USB-Stick vom Rechner zum Fernseher transportieren.

Smart-TVs und Ihre Apps - Was taugen die Mini-Programme?

Mehr Funktionen für Smart-TV-Geräte

Wenn im Fernseher bereits eine PC-ähnliche Technik arbeitet, lässt sich auch das Betriebssystem (in der Regel Linux) um nützliche Funktionen erweitern. Besonders aktiv ist diesbezüglich die Community, die sich mit den verbreiteten Samsung-TV- und -Blu-ray-Geräten beschäftigt. Unter www.samygo.tv gibt es ein Wiki und ein Forum, in dem eine Vielzahl von Hacks und Apps gesammelt wird. Ähnlich wie bei Smartphones oder Tablets ist die Grundvoraussetzung für viele Eingriffe auch hier ein vollständiger Zugriff auf alle Gerätefunktionen, das sogenannte „Rooten“. Informationen dazu finden Sie zum Beispiel im Artikel „ How to get root access on a C series TV “.

Danach können Sie zusätzliche Software installieren und über das Netzwerk auf das Dateisystem des Geräts zugreifen. Ein besonderer Trick besteht darin, zusätzliche Module über einen USB-Stick nachzuladen, beispielsweise einen Treiber (Kernel-Modul) für den direkten Zugriff auf Windows-Netzwerk-Freigaben. Der Vorteil: Der Zugriff auf Videos kann dann über das Netzwerk schneller und komfortabler erfolgen als per DLNA. Es gibt dann meist auch weniger Probleme bei der Wiedergabe bestimmter Videoformate. Eine englischsprachige Anleitung finden Sie im Samygo-Wiki .

So hacken Sie Ihr Smart-TV

Unverschlüsselt aufnehmen

Fernsehgeräte und Blu-ray-Player mit Aufnahmefunktion zeichnen fast immer verschlüsselt auf. Die Aufnahmen lassen sich daher nicht am PC bearbeiten oder auf anderen Playern wiedergeben. Für die Langzeitarchivierung eignen sich Smart-TVs auch nicht, da sich die Aufzeichnungen nur auf genau diesem Gerät abspielen lassen. Wenn der Fernseher nach einem Defekt ausgetauscht werden muss, sind die Videos daher verloren.

Aus rechtlichen Gründen ist die Verschlüsselung eigentlich nicht nötig. Schließlich lassen sich alle frei empfangbaren Sender sonst problemlos aufnehmen und auf beliebigen Geräten wiedergeben. Wer keine rechtlichen Bedenken hat, kann sich unter http://forum.samygo.tv darüber informieren, wie sich die Verschlüsselung bei Samsung-Geräten deaktivieren lässt. Eine Suche nach „Encryption“ führt zu den entsprechenden Beiträgen. Die notwendigen Schritte erfordern aber eine gewisse Einarbeitungszeit.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1614526