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Browser-Tuning für mehr Geschwindigkeit und Bedienkomfort

29.10.2012 | 12:39 Uhr |

Browser und Breitbandzugänge werden immer schneller, aber auch die Darstellungsansprüche der Webseiten wachsen. Mit unseren Tipps holen Sie mehr aus Ihrem Browser heraus.

Heutzutage ist der Internet-Browser die zentrale Software im Anwenderalltag. In unserem Beitrag beschreiben wir Tuning-Handgriffe und Erweiterungen für den Internet Explorer 9 (IE 9), Firefox und Chrome, die Geschwindigkeit und Bedienkomfort wesentlich verbessern.

Der schnellste Browser für das Web

Internet Explorer 9: Erweiterungen verwalten

Beim Surfen mit dem IE 9 werden Sie immer mal wieder aufgefordert, ein zusätzliches ActiveX zu installieren. Je mehr Zusatzkomponenten Sie jedoch einbauen, desto langsamer wird der Browser. Gleiches gilt für Installationen von www.iegallery.com. Daher sollten Sie von Zeit zu Zeit ausmisten. So geht’s:

1. Die aktuellen Erweiterungen finden Sie nach dem Drücken der Taste Alt im Menü „Extras ➞ Add-Ons verwalten“.

2. Gehen Sie dann auf „Symbolleisten und Erweiterungen“ und klappen Sie unter „Anzeigen“ die ungefilterte Liste „Alle Add-ons“ aus. Hier nun zu beurteilen, ob etwa ein „Free Threaded XML DOM Document“ relevant ist oder nicht, dürfte durchschnittlichen Internetnutzern schwer fallen. Dabei hilft das Einblenden zusätzlicher Spalten: Klicken Sie im Listenkopf mit der rechten Maustaste auf „Name“ und aktivieren Sie „Spalten ➞ Verwendet“, eventuell auch „Letzter Zugriff“.

Add-on-Verwaltung im IE: Mit Hilfe zusätzlicher Infospalten finden Sie schnell heraus, welche Erweiterungen entbehrlich sind. An die optionalen Spalten kommen Sie nach einem Rechtsklick auf den Listenkopf.
Vergrößern Add-on-Verwaltung im IE: Mit Hilfe zusätzlicher Infospalten finden Sie schnell heraus, welche Erweiterungen entbehrlich sind. An die optionalen Spalten kommen Sie nach einem Rechtsklick auf den Listenkopf.

3. Sortieren Sie die Liste nach dem Feld „Verwendet“. Add-ons mit einstelligen Zugriffszahlen können Sie dann ohne Sorge „Deaktivieren“. Auch Komponenten, bei denen der letzte Zugriff Monate zurückliegt, haben offensichtlich nur eine geringe Relevanz bezüglich Ihrer Surfgewohnheiten.

Internet Explorer 9: Download-Zahl erhöhen

Standardmäßig lädt der IE 9 maximal sechs Downloads gleichzeitig von einer Website. Wenn Sie eine schnelle Internetverbindung haben (32 MBit/s und mehr), können Sie das Limit höher setzen.

Drücken Sie dazu die Tastenkombination Win-R und geben Sie den Befehl Regedit ein. Im Registrierungseditor öffnen Sie dann den Schlüssel „Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings“. Dort benötigen Sie die beiden neuen DWord-Einträge „MaxConnectionsPerServer“ sowie „MaxConnectionsPer1_0Server“. Diesen Einträgen geben Sie nach Doppelklick jeweils den dezimalen Wert „10“.

Firefox: Erweiterungen verwalten

Firefox bietet einen ausgezeichneten Add-ons-Manager, der eine Übersicht, das Konfigurieren der Tools, einfaches Ausmisten und einfachen Zugang zur Mozilla-Add-ons-Bibliothek ( http://addons.mozilla.org ) erlaubt.

Der einfachste Weg zum Add-ons-Manager ist die Tastenkombination Strg-Shift-A oder die Adresseingabe about:addons. Unter „Erweiterungen“ sowie „Plugins“ können Sie installierte Add-ons konfigurieren, deaktivieren oder ganz entfernen. Erweiterungen sind im Unterschied zu den oft unentbehrlichen Plug-ins immer optional. Der Link „Mehr“ erklärt die Funktion des jeweiligen Add-ons. Über „Add-ons suchen“ und „mehr erfahren“ gelangen Sie zur umfangreichen Add-on-Bibliothek.

Firefox: Die Erweiterung Fasterfox

Die Erweiterung Fasterfox ist ein grafisches Frontend für sämtliche Einstellungen unter  about:config, die mit der Browser-Leistung zusammenhängen. Nach der Installation nehmen Sie unter about:addons die Konfiguration vor – mit der Schaltfläche „Einstellungen“. Sie haben die Wahl zwischen „Moderat“, „Optimiert“ und „Turbo“. Die Option „Angepasst“ unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von einer manuellen Konfiguration mit Hilfe von about:config, unterstützt Sie jedoch mit kompetenten technischen Infos.

So surfen Sie absolut anonym im Internet

Inkognito als Standard

Wer im Web und auf dem eigenen PC Benutzerspuren und Nutzungsprotokolle vermeiden will, nutzt die Option „InPrivate“, „Inkognito“ oder „Privater Modus“. Diese ist in allen drei Browsern mit schneller Tastenkombination abrufbar. Wenn Sie aber standardmäßig „privat“ surfen wollen, ist der direkte Aufruf des Browsers der schnellste Weg.

Folgendes Kommando, beispielsweise in einer Verknüpfung, startet den betreffenden Browser „inkognito“:

IE: iexplore.exe -private www.google.de
Chrome: chrome.exe -incognito www.google.de
Firefox: firefox.exe -private www.google.de

Bei Firefox gibt es einen eventuell unerwünschten Nebeneffekt: Es starten zwei Instanzen. Firefox bietet allerdings auch noch nach about:config die Option „browser.privatebrowsing.autostart“. Wenn Sie diese mit einem Doppelklick auf „true“ setzen, startet Firefox immer im privaten Modus.

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