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Perfektes Licht in jeder Situation

06.03.2008 | 15:36 Uhr |

Dunkle Wolken, verregnete Tage, Dämmerung oder funzelige Lampen trüben die Farben in Ihren Fotos. Mit einer professionellen Beleuchtung sorgen Sie für ausreichend Helligkeit und für knackige Bilder. Von Uwe Miethe und Jan-Dirk Skippoe/vo

Praktisch alle Digitalkameras verfügen über einen eingebauten Blitz, der sich automatisch zuschaltet und bei schwachem Licht schnell zu guten Ergebnissen führt. Interne Blitze sind immer einsatzbereit, und da sie ja schon eingebaut sind, nehmen sie auch keinen Platz weg.

Einbau- und Profi-Blitz
Versierte Fotografen gelangen bei den Einbaublitzen leicht an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit: Die Lichtausbeute ist gering (niedrige Leitzahl), die Blitzfrequenz ist relativ lang, und die Richtung, in der das Licht abstrahlt, ist fest vorgegeben. Je nach Ausstattung Ihrer Digitalkamera haben Sie immerhin die Wahl zwischen verschiedenen Blitzmodi. Diese Betriebsarten werden über die Menüsteuerung am Display oder über eine direkt am Kameragehäuse angebrachte Blitztaste (häufig gekennzeichnet durch ein kleines Blitzsymbol) eingestellt. Höherwertige Kameras und Spiegelreflexmodelle bieten manuelle Eingriffsmöglichkeiten, mit denen sich verschiedene Blitzstärken in Abhängigkeit der Blenden-Zeit-Kombination einstellen lassen. Eine Grundregel bei Verwendung eines Einbaublitzes lautet: Egal, in welcher Lichtsituationen Sie fotografieren, achten Sie darauf, dass sich Ihr Vordergrundmotiv in einem Abstand von zirka 1,5 bis 4 Metern vor der Digitalkamera befindet. Die genauen Angaben zu Blitzreichweite und Mindestabstand sind von Kamera zu Kamera beziehungsweise von Blitz zu Blitz verschieden und lassen sich in der Bedienungsanleitung nachlesen.

Die Hama Softbox SB 30 macht Blitzlicht weicher
Vergrößern Die Hama Softbox SB 30 macht Blitzlicht weicher
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Indirektes Blitzlicht
Unterwegs ist man bei schlechten Lichtverhältnissen in den meisten Fällen auf den eingebauten Blitz der Kamera angewiesen. Doch wirken solche (Innen-)Aufnahmen oft sehr künstlich. Der Blitz erzeugt – gerade auch im Nah- und Makrobereich – ein zu hartes Licht und zu harte Schatten. Fein raus ist, wer einen externen Blitz oder ein Aufsteckmodell mit neigbarem Blitzkopf hat. Dann kann man das Licht einfach gegen die weiße Zimmerdecke oder eine weiße Pappe schießen. Manche komfortablen Kameramodelle verfügen auch über die Möglichkeit, den Blitz nicht voll einzusetzen. Diese „Soft Flash“-Funktionen sind sehr praktisch. Aber es gibt auch Abhilfe für Otto Normalverbraucher: Ein Stück Taschentuch oder weißes (Butterbrot-)Papier, vor den Blitz gehalten oder drübergeklebt, wirkt ähnlich wie die Streuscheibe eines Profi -Fotografen. Das Blitzlicht wird weicher, und die Fotos werden besser. Ein externes Blitzgerät lässt sich mit einem Bouncer, einer Softbox oder einem Blitzball aufrüsten. Letzterer streut das Licht etwas mehr als die Softbox, da er einen größeren Abstand zur Lichtquelle hält und im Gegensatz zur flächigen Softbox eine runde Form besitzt. Ein Bouncer ist ein Stück milchiger Kunststoff, der das Blitzlicht umlenkt und weich macht. Einige Modelle werden einfach und kostengünstig mit einem Klettband am Blitzkopf festgeschnallt. An einer Kompaktkamera funktioniert diese Befestigung allerdings nicht. Hier hilft nur, Styroporplatten oder Ähnliches etwa unterhalb des Gesichts aufzustellen und Schatten zu vermeiden.

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