Ratgeber Windows XP
So geht´s: Windows XP mit 3-TB-Platten nutzen
Daten werden auf einer Festplatte in kleine Einheiten unterteilt, die Sektoren. Die konventionelle Sektorgröße beträgt 512 Byte. Um diese Sektoren sortieren und identifizieren zu können, nummeriert das Betriebssystem sie nach einem einfachen Schema, dem Logical Block Addressing (LBA). Der erste Sektor bekommt LBA 0 zugewiesen, der zweite LBA 1 und so weiter. Windows arbeitet jedoch mit einem begrenzten LBA-Feld. Aus diesem Grund können Festplatten nicht beliebig groß sein.
Seit Anfang 2010 setzen die Festplattenhersteller zunehmend auf eine Sektorgröße von 4096 Byte. Die Technik nennt sich Advanced Format. Damit verachtfacht sich die Festplattenkapazität, die sich mit herkömmlichem MBR und einem 32-Bit-LBA-Feld adressieren lässt, auf 17,59 TB. Ältere Programme, die direkt auf die Festplatte zugreifen, funktionieren allerdings unter Advanced Format nicht korrekt. Aus diesem Grund liefert Seagate sein 3-TB-Modell in einem speziellen USB-2.0-Gehäuse aus. In ihm steckt ein Chipsatz, der die Kompatibilität mit Windows sicherstellt. Ein USB-3.0-Adapter ist für die Platte ebenfalls erhältlich. Einen ausführlichen Artikel über die Vor- und Nachteile von Advanced Format finden Sie auf dieser Seite .
Der Festplattenspezialist Paragon hat sich dieses Mangels angenommen und einen GPT-Treiber für Windows XP entwickelt. Mit der Technologie-Version von Paragon GPT Loader Compact sollten Sie 3-TB-Festplatten auch mit XP nutzen können. Das Betriebssystem muss sich dabei jedoch weiterhin auf einer Festplatte mit konventionellem Master Boot Record befinden. Um von einer GPT-Platte starten zu können, benötigen Sie ein 64-Bit-Betriebssystem und den BIOS-Nachfolger UEFI.


