04.10.2011, 10:39

Thorsten Eggeling

Werksmüll entfernen

Unnützen Werbemüll auf Neu-PCs beseitigen

Viele neue PCs können ihre Leistungsfähigkeit gar nicht ausspielen, da sie von unnützen Software-Beigaben gebremst werden. So werden Sie diesen Ballast wieder los.
Das neue Notebook oder der neue PC hat einen superschnellen Prozessor und einen riesigen Arbeitsspeicher. Doch davon ist oft wenig zu merken: Beim ersten Start quält sich das Gerät sichtbar, bis endlich die Windows-Oberfläche erscheint. Denn viele neue Computer werden mit angezogener Handbremse ausgeliefert. Schuld sind die zahlreichen Software-Beigaben in Form von Testversionen und Werbeprogrammen, die kaum einer jemals benutzt.
Die De-Installation der unerwünschten Speicherplatz- und Leistungsfresser über die Systemsteuerung von Windows gelingt aber nicht immer ohne Rückstände und Nebenwirkungen. Außerdem muss man entscheiden, was für den Betrieb des Computers tatsächlich wichtig ist. Das ist nicht immer ganz einfach, denn eine aussagekräftige Beschreibung der Zubehör-Programme gibt es in der Regel nicht.
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Werbemüll auf dem neuen Notebook oder PC loszuwerden: Zum Einen mit dem Programm Slimcomputer . Damit entfernen Sie unerwünschte Software, Werbe-Symbolleisten und Verknüpfungen zu Testversionen von Ihrem Computer. PC-WELT erklärt, wie Sie dieses Programm zur Säuberung einsetzen. Danach können Sie noch mit anderen Programmen die verbleibenden Reste entfernen. Die andere Möglichkeit ist eine saubere Windows-Neuinstallation. Da den meisten PCs keine vollwertige Installations-DVD beiliegt, ist das nur mit Tricks möglich. Wie’s geht, lesen Sie ebenfalls in diesem Artikel.
1. PC prüfen und Software entfernen
Das kostenlose englischsprachige Programm Slimcomputer untersucht die auf dem PC installierte Software und liefert Informationen über die Hersteller und den Zweck der Programme. Außerdem zeigt Slimcomputer Einschätzungen an, ob ein Programm erforderlich, optional oder potentiell unerwünscht ist. Diese Infos sind allerdings nur als Vorschläge zu bewerten. Von sich aus de-installiert das Programm nichts. Sie können also selbst entscheiden, was Sie entfernen möchten.
Schritt 1: Wenn Sie Slimcomputer nach der Installation das erste Mal starten, werden Sie nach der gewünschten Arbeitsweise gefragt. Es ist empfehlenswert, hier „Agressive“ einzustellen. Slimcomputer findet dann mehr unerwünschte Programme. Klicken Sie dann auf „Continue“.
Schritt 2: Auf der Startseite von Slimcomputer sind standardmäßig alle Optionen aktiviert. Für ein optimales Suchergebnis sollten Sie diese Einstellungen beibehalten. Klicken Sie dann auf „Run Scan“.
Schritt 3: Nach Abschluss der Analyse sehen Sie in der Rubrik „Main“ das Ergebnis. Auf der Registerkarte „Applications“ erscheint die Liste der gefundenen Programme. In der Spalte „Community Rating“ sehen Sie die zugehörigen Bewertungen. Geht der Balken eher in den roten Bereich, sehen viele Nutzer das Programm als unerwünscht an. Der grüne Bereich signalisiert „Optional“ – das Programm wurde also in vielen Bewertungen als eher nützlich eingestuft. Über die Schaltfläche „More Info“ erhalten Sie jeweils genauere Informationen zur Bewertung und zu der Funktion eines Programms. Nach einem Klick auf die Schaltfläche „View More Info“ öffnet Slimcomputer die Bewertungsseite im Internet-Browser.
Schritt 4: Nachdem Sie sich Ihre Meinung gebildet haben, entfernen Sie die Häkchen vor den Programmen, die Sie behalten möchten. Wechseln Sie dann nacheinander auf die Registerkarten „Toolbars“, „Startup Items“ und „Shortcuts“, prüfen Sie wieder die Einträge und entfernen Sie die Häkchen vor den Einträgen, die nicht gelöscht werden sollen. Klicken Sie anschließend auf „Remove“. Danach starten nacheinander die De-Installationsprogramme der ausgewählten Programme. Folgen Sie deren Anweisungen auf dem Bildschirm.
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