Ratgeber Windows

So gehts zum Windows-Heimnetzwerk

Mittwoch den 13.04.2011 um 10:45 Uhr

von Hermann Apfelböck

In den meisten Haushalten gibt’s inzwischen mehr als einen Computer. Grund genug, über die Vernetzung von PCs und Notebooks nachzudenken. PC-WELT hilft Ihnen, den Gedanken in die Tat umzusetzen.
An ein Heimnetzwerk werden heute weit höhere Anforderungen
gestellt, als noch vor ein paar Jahren.
Vergrößern An ein Heimnetzwerk werden heute weit höhere Anforderungen gestellt, als noch vor ein paar Jahren.
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Es gibt zahllose Varianten, ein Netzwerk zu gestalten, sobald es erst einmal technisch funktioniert. Die folgenden Anleitungen zielen auf möglichst schnelle Resultate mit geringem oder moderatem Aufwand. Sie zeigten, wie Sie zu Hause mehrere Geräte miteinander verbinden: DSL-Router, PC, Notebook, Netbook, Drucker und Netzwerkspeicher. Neben Grundlagenwissen über die verschiedene Vernetzungsvarianten und die Router-Konfiguration erhalten Sie vor allem Informationen zum sicheren Datenaustausch im Heimnetzwerk.
DSL-Router & PCs zuhause optimal vernetzen
DSL-Router & PCs zuhause optimal vernetzen

1. Adressenverteilung im DSL-Router einstellen

In der Regel ist der DSL-Router das Zentrum von Heimnetzwerken. Er ist nicht nur das Tor zum weltweiten Datennetz, sondern verbindet auch die Geräte im Netzwerk. Moderne DSL-Router dienen meist auch gleich als so genannter Switch mit bis zu vier Anschlüssen für kabelverbundene PCs oder als WLAN-Knoten. Der Router vergibt den Netzwerkgeräten automatisch die IP-Adressen und dient obendrein noch als Datenzentrale, sofern er – wie etwa die Fritzbox – den Anschluss einer USB-Festplatte erlaubt.

Router-Konfiguration: Zunächst aktivieren Sie im Router die nötigen Netzwerk-Protokolle. Dazu starten Sie am PC den Internet-Browser und laden in ihm die Konfigurationsoberfläche Ihres Routers. Notfalls müssen Sie dazu Router und PC per Netzwerkkabel verbinden, selbst wenn Sie den Computer per WLAN mit ihm vernetzt haben oder vernetzen wollen. Für die Fritzbox geben Sie in die Adresszeile des Internet-Browsers Fritz.box ein. Auch andere Router nutzen solche „freundlichen“ Namen. Über Speedport.ip erreichen Sie beispielsweise die als Speedport angebotenen Fritzbox-Varianten der Telekom. Fast alle Router-Modelle können Sie aber auch über die Standard-IP-Adressen 192.168.178.1, 192.168.1.1 oder 192.168.0.1 ansprechen. Falls nicht, sehen Sie im Handbuch des Routers nach.

Automatische IP-Adressvergabe: Jedes Gerät in Ihrem Netzwerk benötigt eine eindeutige IP-Adresse, damit sich die Geräte
unterscheiden und erkennen lassen. Diese besteht aus bis zu zwölf durch Punkte gruppierte Ziffern und beruht auf den Internet Protocol, daher "IP-Adresse" genannt. Die Router-Funktion „DHCP“ (Dynamic Host Configuration Protocol) sorgt dafür, dass alle ans Netzwerk gekoppelten Geräte nach dem Einschalten automatisch eine freie IP-Adresse erhalten. In der Fritzbox-Konfiguration klicken Sie auf „Netzwerk, IP-Einstellungen, IP-Adressen“. Dann sehen Sie, ob DHCP bereits aktiv ist. Aktivieren Sie gegebenenfalls die Option „DHCP-Server aktivieren“ per Mausklick . Bei anderen Routern finden Sie diese Einstellung unter „Netzwerk, LAN-Setup“, „Netzwerkeinstellungen, Setup“ oder ähnlich lautend. Verzichten müssen Sie auf das bequeme DHCP nur in besonderen Fällen (siehe unten Kapitel 8).

2. WLAN-Einstellungen im Router vornehmen

Wenn alle oder einige Ihrer PCs, Notebooks und Drucker drahtlos verbunden werden sollen, muss ein WLAN-Netzwerk konfiguriert werden. Neben einer Reihe optionaler Einstellungen sind vier Faktoren unentbehrlich:
• Das WLAN-Funknetz muss im Router aktiviert sein.
• Alle Netzwerkgeräte müssen sich in dasselbe Netz einwählen, das durch einen Netzwerknamen („SSID“ = Service Set Identifier) eindeutig festgelegt wird.
• Alle Geräte müssen dasselbe Verschlüsselungsverfahren des Datenverkehrs verwenden.
• Alle Geräte müssen für die Einwahl dasselbe Kennwort verwenden.
SSID und Funknetz-Kennwort tragen Sie zunächst am Router, danach an den einzelnen Geräten ein. Bei den meisten DSL-Routern ist die WLAN-Funktion schon ab Werk eingeschaltet. Dann ist auch bereits ein SSID-Name vorgegeben, etwa „dlink“ oder „Fritz!Box SL WAN“. Ferner ist die Verschlüsselung aktiv und ein Standardpasswort gesetzt. Der Funknetzname und das Standardpasswort stehen im Konfigurationsprogramm, bei der Fritzbox auch auf der Unterseite des Geräts. Diese Vorgaben sollten Sie jedoch aus Sicherheitsgründen ändern.

WLAN aktivieren: Bei der Fritzbox prüfen Sie über den Menüpunkt „WLAN“, ob das „WLAN-Funknetz aktiv“ ist und stellen das gegebenenfalls ein. Andere Router zeigen diese Einstellung etwa unter „Funknetzwerk“ oder „Drahtlos“ an und erlauben im „Setup“-Menü die Änderung. Aktivieren Sie je nach Router die Option „WLAN aktivieren“, „Drahtlos aktivieren“ oder ähnlich.

Netzname wählen: Der SSID-Name des WLAN-Netzes spielt dann eine wesentliche Rolle, wenn sich mehrere Netzwerke in die Quere kommen können. Das ist oft etwa in Mehrfamilienhäusen der Fall, wenn die werksseitigen Standard-SSIDs nicht geändert wurden. Aber auch grundsätzlich ist es immer besser, eine eindeutige Bezeichnung fürs eigene Netzwerk zu verwenden. Ob Sie eine neutrale Bezeichnung oder einen Namen wählen, den andere sofort zuordnen können („Brunner_Stock2“), ist Ihnen überlassen.

Verschlüsselung: Als Verschlüsselungsverfahren des Funkverkehrs sollten Sie mindestens „WPA“, besser noch „WPA2“ (Wi-Fi Protected Access) wählen. Das ältere „WEP“ (Wired Equivalent Privacy) kann heutzutage aus Sicherheitsgründen nur noch eine Zwischenlösung sein, falls Sie unbedingt PCs mit veralteten WLAN-Adaptern ins Netzwerk integrieren wollen/müssen. Aus Gründen der Abhörsicherheit empfiehlt sich der schnelle Austausch solcher Geräte.

WLAN-Gefahren - so machen Sie Ihr Funknetz sicher
WLAN-Gefahren - so machen Sie Ihr Funknetz sicher

Netzwerk-Schlüssel: Das WLAN-Passwort sollte lang und komplex sein. Sie müssen es anschließend auf jedem angeschlossenen Gerät nur jeweils einmal eingeben.

Mittwoch den 13.04.2011 um 10:45 Uhr

von Hermann Apfelböck

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