08.08.2011, 11:41

Thorsten Eggeling und Christian Löbering

Sicher durchs Internet

Downloads per Viren-Schutzschild absichern

©iStockphoto.com/pavlinec

Wer gerne Trial-Software ausprobiert, lebt mit dem Risiko einer Viren-Infektion. Das muss aber gar nicht sein: So machen Sie Ihren PC gegen infizierte Downloads immun.
Wer aus dem Internet häufig Dateien lädt und viel mit Software experimentiert, tut gut daran, sein Windows vor Veränderungen zu schützen. Wir zeigen, wie Sie Ihr System mit einem Viren-Abfang-Tool auch vor installierter Software schützen:
Alternative 1: Virtualisierte Umgebung.
Die englischsprachige Vollversion Bufferzone Pro schirmt Ihren Internet-Browser und alle geladenen Dateien so ab, dass kein Schaden bei Ihrem Windows entstehen kann. Außerdem lässt sich ein in der Bufferzone installiertes Programm rückstandsfrei entfernen. Das ist ideal, wenn eine Software zum Beispiel lästige Spionagefunktionen enthält.
Bufferzone installieren und konfigurieren
Bufferzone schottet Ihr Windows vor Veränderungen ab. Programme lassen sich per Mausklick in den geschützten Bereich hinein- und aus ihm herausbefördern. Um Ihren Computer zu schützen, lenkt Bufferzone alle Zugriffe in den virtuellen Ordner „C:\Virtual“ um. Der Rest Ihrer Daten bleibt für den Internet-Browser und jedes andere Programm unveränderbar.
Die Vollversion Bufferzone Pro 3.41 kann nur auf 32-Bit Versionen von Windows XP, Vista und 7 installiert werden. Bei Redaktionsschluss hatte Hersteller Trustware gerade die Vorabversion 4.0 veröffentlicht, die sich auch für die 64-Bit-Fassungen von Windows eignet. Sehen Sie auf deren Internetseite nach, ob die Entwicklung mittlerweile abgeschlossen ist.
Schritt 1: Installation. Starten Sie das Installationsprogramm von Bufferzone Pro, und folgen Sie dem Assistenten. Am Ende der Installation startet der Computer automatisch neu. Danach erscheint automatisch das Registrierungs-Fenster von Bufferzone Pro. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie hier Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse eingeben, um Neuigkeiten zugeschickt zu bekommen. Denn das Programm funktioniert auch ohne Registrierung.
Schritt 2: Grundkonfiguration. Im selben Fenster finden Sie unter „2. Protect your privacy“ zwei Optionen, die Sie noch konfigurieren sollten, bevor Sie Bufferzone Pro nutzen. Die Option „E-banking and e-shopping sites to protect“ bewirkt, dass Sie innerhalb der Bufferzone-Pro-Schutzzone einen weiteren geschützten Bereich speziell für vertrauenswürdige Seiten einrichten. Als Beispiele sind die Internetseiten Ihrer Bank, von Amazon oder Ebay zu nennen. Der Spezialbereich schirmt Ihre Besuche auf diesen wichtigen Seiten vor dem Rest der Schutzzone ab, in der ja durchaus Schädlinge vorhanden sein können.
Aber Achtung: Die zusätzliche Schutzzone greift nur, wenn Sie die damit geschützten Seiten mit dem Internet Explorer öffnen. Klicken Sie also auf „None [click to add]“. Daraufhin öffnet sich ein Fenster („Privacy Zone“), in dem Sie auf das grüne „+“ klicken, um eine neue vertrauenswürdige Seite einzutragen. Geben Sie dazu im folgenden Fenster die Internetadresse der Seite ein (also etwa www.amazon.de), und bestätigen Sie mit „OK“. Wiederholen Sie den Vorgang für alle anderen wichtigen Seiten. Dann schließen Sie das „Privacy-Zone“-Fenster wieder.
Die zweite Option „Folders you wish to hide when surfing the Internet“ sorgt dafür, dass Ordner Ihrer Wahl vor Programmen versteckt werden, die in der Schutzzone laufen. Hier ist es sinnvoll, etwa Ihren Dokumente-Ordner, das Postfach Ihres E-Mailprogramms und Ähnliches einzutragen. Klicken Sie dazu auf „My Documents, Outlook MailBox“. Daraufhin öffnet sich das Fenster „Confidential“. Klicken Sie auch hier auf das grüne „+“, um einen neuen Eintrag hinzuzufügen. Geben Sie einfach den gesamten Pfad oder einen Teil davon ein, um Dateien oder Ordner auszublenden, deren Speicherort die Zeichenfolge enthält. Danach klicken Sie auf „OK“ und schließen das „Confidential“-Fenster. Sie können diese Liste später auch ganz leicht direkt über Windows erweitern.
Klicken Sie auf „Finish“, um die Grundkonfiguration abzuschließen. Nun erscheint ein neues weiß-rotes Symbol im Infobereich rechts auf der Windows-Leiste. Klicken Sie doppelt darauf, um das Hauptfenster von Bufferzone Pro zu öffnen. Über die Verweise „Privacy Zone“ und „Confidential Files“ erreichen Sie die beiden Listen aus der Grundkonfiguration und können Sie bearbeiten.
Schutzverhalten festlegen: Klicken Sie auf den kleinen Pfeil in der Mitte des linken Fensterrandes, um zu den erweiterten Einstellungen zu gelangen. Der oberste Punkt „Summary“ zeigt das aktuelle Fenster an. Ein Klick auf „Policy“ darunter öffnet ein Fenster, in dem Sie festlegen können, nach welchem Prinzip Programme inner- oder außerhalb der Schutzzone installiert werden.
Im Bereich „Installers and Updates Inside BufferZone“ steht der Schieberegler standardmäßig eine Stufe über „No Protection“. In diesem Fall werden signierte Installationsprogramme und Aktualisierungen automatisch außerhalb der Schutzzone installiert und unsignierte automatisch darin. Sicherer ist es aber, wenn Sie vor jeder Software-Installation entscheiden können, wo sie installiert wird. Schieben Sie dazu den Regler um zwei Stufen nach oben, also eine unter „Maximum“. Nun werden Sie bei jeder Programm-Installation gefragt, wo sie stattfinden soll. Bei „Maximum“ wird jedes Programm automatisch in der Schutzzone ausgeführt. Danach klicken Sie auf „Apply“.
Übrigens: Unter „External Device Control“ können Sie auf die gleiche Weise festlegen, wie mit Programmen vorgegangen werden soll, die sich auf externen Laufwerken befinden. Standardmäßig werden alle außerhalb der Schutzzone installiert („No Protection“).
Firewall: Im Bereich „Firewall“ können Sie den Netzwerkzugriff bestimmter Programme, ferner den Zugriff auf bestimmte Internetseiten oder den Netzwerkzugriff über bestimmte Internetkanäle (Fachbegriff „Ports“) erlauben oder verbieten. Standardmäßig sind bis auf Port 25 alle Zugriffe erlaubt. Dabei handelt es sich um den Port, über den E-Mail-Server und auch manche E-Mail-Programme unverschlüsselt Nachrichten übertragen. Dieser Port sollte von E-Mail-Programmen eigentlich nicht genutzt werden, deshalb ist dieses Verbot hier richtig. Sollten Sie feststellen, dass Sie keine E-Mail mehr verschicken können, stellen Sie den Port des SMTP-Servers in Ihrem E-Mail-Programm auf 587 um. Noch besser: Verwenden Sie die SSL-Verschlüsselung (Port 465).
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