28.01.2011, 10:38

Joan Goodchild

Soziale Netzwerke

Die Gefahren der Facebook-Apps

Wir zeigen Ihnen die Gefahren von betrügerischen Facebook-Apps und erklären Ihnen, wie diese in Zukunft verhindert werden könnten.
„So bekommen Sie die „Gefällt mir nicht"-Taste", „OMG! Das Mädchen hat sich umgebracht, nachdem Ihr Vater etwas auf ihre Pinnwand geschrieben hat!" Was haben diese Kommentare gemeinsam? Es sind zwei Betrugsmaschen, die regelmäßig auf Facebook ihre Runde machen. Wenn Sie darauf klicken, wird eine bösartige Applikation auf Ihrem Computer installiert. Es tauchen immer neue Facebook-App-Betrugsversuche auf, jüngst ist zum Beispiel die Masche „Gesamtanzahl der Leute die dein Profil betrachtet haben" erschienen. Hierbei handelt es sich um eine Variante von „Finde heraus, wer dein Profil betrachtet hat", welches zuvor aufgetaucht ist. Diese Beiträge zielen auf die Neugierde der Nutzer ab, die wissen wollen, wer und insbesondere wie viele Leute sich für einen interessieren.
Unglücklicherweise führen diese betrügerischen Beiträge nur zu Schein-Umfragen, welche das Ziel haben Zugriff zum Nutzerprofil zu erhalten. Indem Sie bei dieser Umfrage teilnehmen, erlauben Sie den Zugriff auf Ihre Daten. Beispielsweise kann Ihrer E-Mailadresse für Spam-Nachrichten genutzt werden. Sie selbst haben durch die Teilnahme an der Umfrage nichts gewonnen, die gewünschten Informationen, wer Ihr Profil besucht hat, erhalten Sie nicht. Jedoch haben Sie den Betrüger, der die gefälschte Applikation entwickelt hat, mit Ihren Daten belohnt. Dieser Gedanke beängstigt Sie? Das sollte es auch, sagen Sicherheitsexperten.
An der Entwicklung beziehungsweise der Freigabe für Facebook-Applikationen muss noch viel gearbeitet werden. Insbesondere müssen die Sicherheits- und Datenschutzaspekte für die Applikationen verschärft werden. Tatsächlich hat Facebook Anfang diesen Monats reagiert und zumindest zeitweise eine kritische Funktion für Apps deaktiviert. Diese Funktion erlaubte den App-Entwicklern und anderen Webseiten den Zugriff auf die Handynummer und Adresse von einigen Nutzern. Das hat zu großer Kritik unter den Datenschutz-Anwälten an Facebook geführt, weil es durch diese Funktion möglich war, persönliche Daten zu missbrauchen. Das kann unter anderem zu SMS-Spam oder sogar zu Identitätsdiebstahl führen.
In einem kürzlich erschienenen Bericht merkt das Sicherheitsunternehmen Sophos an, dass Facebook mit dem derzeitigen App-System ein riesiges Problem hat: „Jeder Nutzer kann eine Applikation erstellen und hat dann viele Möglichkeiten auf die gespeicherten Nutzerdaten zuzugreifen. Diese Applikationen und Schein-Umfragen, können installiert und theoretisch auf jeder Nutzerseite laufen."
Facebook hat auf Sophos-Bericht reagiert und folgendermaßen kommentiert: "Wir haben umfangreiche Kontrollen in das Produkt integriert. Wenn Sie nun eine Applikation erstellen, erhält diese einen sehr eingeschränkten Zugriff auf die Daten und der App-Nutzer muss bei jeder Daten-Anfrage entscheiden, ob er diese weitergeben will. Wir sind sehr darum bemüht, schädliche Applikationen schnell zu entfernen oder zu sanktionieren, bevor diese Zugriff auf persönliche Daten erhalten. Desweiteren leiten wir, wenn dies notwendig ist, rechtliche Schritte gegen die Betreiber der Apps ein."
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