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Videos am PC bearbeiten

10.02.2011 | 14:34 Uhr |

Vom ungeschnittenen Videoclip zum perfekten Film in nicht mal einer Stunde? Ausgefeilte Schnittfunktionen, Vorlagen und Automatiken gängiger Videoprogramme machen’s möglich. PCWELT zeigt, wie’s geht.

Windows-PCs sind immer öfter Sammelstelle für Videomaterial aller Art. Mit Digitalkamera, Mini-Camcorder oder Mobiltelefon aufgezeichnete Videos tummeln sich neben aus dem Internet geladenen Spielfilmen und Clips aus Youtube & Co. auf der Festplatte. Das digitale Fernsehen über Antenne (DVB-T), Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C) und bereits mitgelieferte oder günstig angebotene Empfangsgeräte für den Computer sorgen bei der Filmaufzeichnung für noch mehr Videodateien. Mit zeitgemäßen Schnittprogrammen ist es verhältnismäßig einfach, das vorhandene Filmrohmaterial in unterhaltsame Häppchen mit ansehnlichen Überblendeffekten, kurzen Titelsequenzen und hörenswerter Hintergrundmusik zu arrangieren. Daraus erzeugen Sie eine Videodatei zur Weitergabe, zur Veröffentlichung im Internet oder zum Brennen auf eine DVD.

Wie Sie Ihre Videos mit moderatem Aufwand bearbeiten, mit sinnvollen Extras versehen und ausgeben, erfahren Sie in diesem Artikel. Als Beispiel-Software kommt Adobe Premiere Elements 9.0 (rund 100 Euro, nur als 64-Bit-Version verfügbar) zum Einsatz. Mit einer 30-Tage-Testversion können auch Sie sofort loslegen. Die Testversion enthält alle Funktionen der Vollversion. Die einzige Einschränkung ist der Schriftzug „Erstellt mit Adobe Premiere 9-Testversion“, der über jedem Video liegt. Außerdem fehlen viele Titel- und Menüvorlagen, die auf der DVD der Vollversion enthalten sind.

1. Videos aufzeichnen und überspielen
Im ersten Schritt gilt es, die benötigten Videodateien zusammenzustellen. Am einfachsten ist es, wenn die Clips bereits in Dateiform vorliegen, etwa weil sie aus dem Internet stammen. Solche Videos lassen sich direkt ins Schnittprogramm einlesen. Das gilt auch für Filme, die mit einer TV-Software aufgenommen und als Datei auf Festplatte gespeichert wurden. An manche Videos kommen Sie jedoch nur mit einer speziellen Software heran, zum Beispiel an die Clips mancher Handys oder die Aufzeichnungen eines Camcorders. In einem solchen Fall verwenden Sie das mit dem Gerät mitgelieferte Programm und überspielen die Daten damit auf den PC. Oder Sie lassen sie vom Videoschnittprogramm einlesen.

Projekt einrichten:
In Premiere Elements legen Sie dazu zunächst ein neues Projekt an – entweder über die entsprechende Schaltfläche im Willkommen-Fenster oder über den Befehl „Datei ➞ Neu ➞ Projekt“. Geben Sie im nächsten Fenster einen aussagekräftigen Namen für Ihr Videoprojekt ein, und legen Sie im Feld darunter den gewünschten Speicherort fest. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Einstellungen ändern“ und stellen das Videoformat für Ihren Film ein. Die Programmvorgabe in der Grundeinstellung ist „PAL -
Standard 48kHz“. Das voreingestellte Seitenverhältnis ist „4:3“. Haben Sie Ihr Videomaterial im 16:9-Format aufgenommen oder möchten Sie einen Film in diesem Format erstellen, müssen Sie diese Einstellung unbedingt ändern. Der einfachste Weg: Sie wählen die Vorlage „PAL - Widescreen 48kHz“ aus. Stammt das Filmmaterial von einem HD-Camcorder, entscheiden Sie sich für die zu Ihrem Gerät passende PAL-Einstellung, etwa unter „AVCHD“ für die Vorlage „Full HD 1080i 25“.

Im Fenster "Medien Abrufen" können Sie Videos von verschiedenen Datenträgern einlesen.
Vergrößern Im Fenster "Medien Abrufen" können Sie Videos von verschiedenen Datenträgern einlesen.
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Videos überspielen:
Verbinden Sie Ihren Camcorder oder das Gerät, von dem Sie Filme importieren möchten, mit dem Computer, und schalten Sie es in den Wiedergabemodus. Klicken Sie in Premiere Elements rechts oben auf die Schaltfläche „Organisieren“ und dann auf „Medien abrufen“. Unter „Videos abrufen von“ klicken Sie auf das gewünschte Gerät, etwa auf „HDV-Camcorder“. Im Importfenster aktivieren Sie die Szenenerkennung und starten den Einlesevorgang. Damit trennt das Programm die einzelnen Szenen automatisch anhand des Inhalts oder Zeitcodes.

DVD einlesen:
Mit der Importauswahl „DVD (Camcorder oder PC-DVD-Laufwerk)“ rufen Sie das Vorschaufenster für DVD-Clips auf. Setzen Sie ein Häkchen in die linke obere Ecke jedes Titels, den Sie laden möchten, und bestätigen Sie mit „Medien abrufen“.

Von Festplatte laden:
Um bereits auf dem Rechner gespeicherte oder auf einer Speicherkarte vorliegende Videos, aber auch Fotos und Hintergrundmusik ins Projekt aufzunehmen, wählen Sie bei „Medien abrufen“ den Punkt „Dateien und Ordner“. Premiere Elements unterstützt Sie beim Einlesen aller gängigen Video-, Foto- und Musikdateiformate. Markieren Sie die gewünschten Dateien, und bestätigen Sie mit „Öffnen“.

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