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Erweiterte Realität: Sehen Sie mehr von der Welt!

07.12.2011 | 11:55 Uhr |

Eine Technik namens Augmented Reality, zu Deutsch Erweiterte Realität, soll den Alltag verändern: Sie ergänzt die auf dem Kamerabild sichtbare Wirklichkeit um Infos aus dem Internet. Jetzt gibt’s die ersten pfiffigen Apps dazu.

Wenn Ihnen der Spiegel im Kaufhaus per Fingerzeig neue Kleider auf den Leib schneidert, die Handy-Kamera nicht nur zeigt, wo eine Mietwohnung frei ist, sondern auch, wo Sie Ihr Auto geparkt haben, dann ist das keine Zauberei, sondern Augmented Reality (kurz: AR).

Darunter versteht man die Ergänzung der Wirklichkeit mit Videos, Bildern und anderen Informationen, die etwa auf dem Bildschirm eines Computers, eines Smartphones oder eines Tablet-PCs in das laufende Kamerabild eingeblendet werden. Diese Technik kann sich in vielen Situationen nützlich machen, vor allem unterwegs. Entsprechend erobern AR-Apps nun die beliebten Smartphones.

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Weltweit wurden im ersten Quartal 2011 428 Millionen Mobiltelefone verkauft. Fast ein Viertel davon waren Smartphones - ein Zuwachs von 85% zum Vorjahreszeitraum.
Vergrößern Weltweit wurden im ersten Quartal 2011 428 Millionen Mobiltelefone verkauft. Fast ein Viertel davon waren Smartphones - ein Zuwachs von 85% zum Vorjahreszeitraum.

Augmented Reality: Jetzt auch für Smartphones

Jeder sportbegeisterte Fernsehzuschauer kennt Augmented Reality (AR) schon lange. Die Technik taucht immer dann auf, wenn bei einem Fußballspiel Hilfslinien eingeblendet werden, etwa um eine Abseitssituation eindeutig darzustellen oder um bei Freistößen die Entfernung zum Tor anzuzeigen. Die Linien erweitern die Wirklichkeit des Fußballfeldes um zusätzliche Informationen.

Dass sich AR zunächst im Fernsehen etablierte, lag an den hohen technischen Anforderungen. Ein Computer muss das Bild einer Kamera analysieren und dabei die genaue Position wichtiger Punkte im Raum erkennen. Da die meisten Kameras aber nur ein 2D-Bild liefern, sind für die Ortsbestimmung weitere Informationen zur Lage und Größe des Spielfelds nötig. Diese können im Falle des Fußballfeldes vom Fernsehteam vorweg eingespeist werden. Die Bildanalyse-Software muss dann nur noch die Umrisse des Feldes erkennen und kann so die Position von einzelnen Spielern berechnen.

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Das ist immer noch eine anspruchsvolle Aufgabe für einen Computer. Heute aber sind Smartphones mit 1-GHz-Prozessoren und Kameras bereits schnell genug, um einfache Augmented-Reality-Programme laufen zu lassen. Entsprechend tauchen immer mehr solcher Programme auf. Den großen Durchbruch der Technik erwarten Experten im nächsten Jahr, wenn die ersten Smartphones mit 2-GHz-Prozessoren erhältlich sein werden.

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