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Ressourcen-Bedarf unter Android verringern

07.01.2013 | 10:15 Uhr |

Wenn Sie ein Smartphone oder Tablet mit Android besitzen, sollten Sie hin und wieder einen Blick auf den Ressourcenbedarf der Apps werfen. Denn manche belasten den Prozessor unnötig stark und saugen so den Akku leer.

Wie bei jedem Betriebssystem laufen auch bei Android ständig Programme im Hintergrund. Dabei handelt es sich zum einen um essentielle Systemprozesse, die die einzelnen Funktionen des Smartphones oder Tablets steuern. Zum anderen installieren allerdings auch viele Applikationen Hintergrunddienste mit, die zum Beispiel E-Mails und Kalendereinträge mit Internetdiensten synchronisieren. Der Benutzer bekommt davon normalerweise nichts mit. Und die meisten Anwender interessieren sich auch grundsätzlich nicht dafür, was ihr Smartphone im Hintergrund macht. Sollten sie aber, denn diese Prozesse verbrauchen schließlich Ressourcen: Speicher, Datenvolumen und Prozessorleistung. Gerade die kontinuierliche CPU-Auslastung hat mehrere negative Auswirkungen: Einerseits leert sich der Akku dadurch schneller. Und andererseits geraten sonstige ressourcenhungrige Apps ins Stocken.

Android-Smartphone und -Tablet aufräumen leicht gemacht

Was die Speicherauslastung angeht, wirkt sich das insbesondere auf sehr günstige Geräte aus, die mit wenig Arbeitsspeicher ausgestattet sind. Wenn es eng wird, dann beendet Android automatisch Applikationen, die im Hintergrund laufen. Und wenn Sie Pech haben, befinden sich darunter genau die Anwendungen, in denen noch ungespeicherte Eingaben vorliegen, beispielsweise im Notizblock, im Mailprogramm, in der Facebook-App oder im Webbrowser. Sie sehen also: Es macht durchaus Sinn, sich dafür zu interessieren, was so alles auf Ihrem Android-Gerät läuft und was wie viel Ressourcen frisst.

Bordmittel mit Lücke: Der in Android integrierte Ressourcen-Monitor zeigt zwar die Hintergrundprozesse an, aber ohne Angabe der CPU-Auslastung.
Vergrößern Bordmittel mit Lücke: Der in Android integrierte Ressourcen-Monitor zeigt zwar die Hintergrundprozesse an, aber ohne Angabe der CPU-Auslastung.

Laufende Prozesse mit Bordmitteln analysieren
Um herauszufinden, welche Prozesse bei Android im Hintergrund laufen, genügt es nicht, den Taskmanager aufzurufen. Denn der listet lediglich die von Ihnen gestarteten Apps auf und eben nicht die Hintergrunddienste. Um diese zu sehen, wechseln Sie in die Systemeinstellungen und dort zum Punkt „Anwendungen ➞ Laufende Dienste“ beziehungsweise „Apps ➞ Aktive Dienste“. In der Liste sind jeweils die Namen der Prozesse, deren Speicherbelegung und ein Zeitzähler aufgeführt. Der Zeitzähler gibt an, wie lange der Dienst schon läuft. Bei den Prozessen, bei denen der Zeitzähler einen annähernd identischen Wert angibt, handelt es sich um Autostart-Prozesse, die zusammen mit Android gestartet werden.

Der Zähler gibt in dem Fall also an, wie lange das Smartphone seit dem letzten Neustart in Betrieb ist. Am unteren Bildschirmrand sehen Sie, wie viel Arbeitsspeicher insgesamt belegt und wie viel frei ist. Wundern Sie sich allerdings nicht darüber, dass Sie beim Zusammenzählen der beiden Werte auf eine niedrigere RAM-Größe kommen als vom Smartphone-Hersteller angegeben: Einen deutlichen Teil davon zwackt der Grafikprozessor für sich ab. Was in der Prozessliste jedoch fehlt, ist eine Angabe dazu, wie hoch die CPU-Auslastung der einzelnen Applikationen gerade ist. Diese Information liefern Ihnen die nachfolgend vorgestellten Apps.

Norton Mobile Utilities Lite: Mit der kostenlosen App kommen Sie an die Angabe, wie viel CPU-Auslastung jede einzelne App und jeder einzelne Hintergrunddienst aktuell benötigt.
Vergrößern Norton Mobile Utilities Lite: Mit der kostenlosen App kommen Sie an die Angabe, wie viel CPU-Auslastung jede einzelne App und jeder einzelne Hintergrunddienst aktuell benötigt.

Ressourcen-Monitor: Norton Mobile Utilities Lite
Die kostenlose App Norton Mobile Utilities von Symantec bietet unter anderem einen detaillierten Ressourcen-Monitor. Nach dem Start der App sehen Sie sofort, wie viel Prozent des Arbeitsspeichers aktuell belegt sind. Um Details zu erfahren, tippen Sie auf „Leistung“. Dort ist der Speicherverbrauch nach App beziehungsweise Prozess aufgelistet. Die gleiche Liste, aber mit Angabe der Prozessorauslastungen, erreichen Sie über den Tab „CPU“. Per Fingertipp auf den „X“-Button neben jedem Eintrag beenden Sie die jeweilige Anwendung inklusive der dazugehörigen Dienste. Sofern es sich um eine Autostart-App handelt, kann es aber passieren, dass sie entweder sofort oder nach einigen Minuten automatisch erneut startet.

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