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Die zehn gefährlichsten Programme

27.03.2011 | 07:11 Uhr |

Welche Programme haben die meisten Lücken und werden am häufigsten attackiert? Wir stellen die gefährlichsten Tools vor und nennen sicherere Alternativen.

Sie sind beliebt, weit verbreitet und für alltägliche PC-Aufgaben fast unentbehrlich. Genau das macht Standardprogramme zur bevorzugten Zielscheibe für Hackerangriffe und Viren-Sabotage. Denn Kriminelle suchen sich für ihre Attacken natürlich Software aus, die sich auf möglichstvielen PCs befindet. Mit einem Schadprogramm können Sie dann eine große Zahl an Opfern treffen.

PC WELT hat für Sie die zehn gefährlichsten, weil am meisten gefährdeten Programme ermittelt. Für diese unrühmliche Top 10 hat die Redaktion die aktuellen Listen und Statistiken von Sicherheitsunternehmen ausgewertet, die Lücken in verbreiteten Programmen zählen. Dazu gehören etwa die Firmen Secunia und GFI . Der Recherchestand bei der Zahl der Sicherheitslücken war Anfang November.

Als Windows-Nutzer haben Sie bestimmt sogar die meisten der gefährlichsten Programme auf Ihrem PC. Das ist jedoch kein Grund zur Panik: Zu jeder Software nennt PC WELT Alternativen. Falls es keine gibt, finden Sie ersatzweise Tipps, wie Sie trotzdem sicher mit dem Programm arbeiten können. Zu den Alternativen: Diese sind sicherlich auch nicht perfekt und haben ebenfalls ab und an Sicherheitslücken. Doch sollten sie den PC insgesamt weniger in Gefahr bringen.

Unabhängig davon, welche Programme Sie letztlich einsetzen: Achten Sie in jedem Fall auf ein gutes Update-Management, und installieren Sie umgehend alle verfügbaren Aktualisierungen für Ihre Software.

Thunderbird
Einst war das beliebte E-Mail-Programm Thunderbird als sichere Alternative zu Outlook Express von Microsoft angetreten. Das bis zur Version XP in Windows enthaltene E-Mail- und Newsgroup-Programm war immer wieder durch brisante Sicherheitslücken aufgefallen. Doch seit rund drei Jahren hat sich das Verhältnis umgekehrt: Während Outlook Express für Windows XP ausgereift ist und auch der Nachfolger Windows Mail für Vista und 7 kaum gravierende Sicherheitslücken zeigte, müssen nun Benutzer von Thunderbird oft sicherheitsrelevante Aktualisierungen installieren.

Laut dem Sicherheitsspezialisten Secunia waren 2010 etwa bei Thunderbird 3.1.x sogar Sicherheitslücken bekannt geworden, über die ein Angreifer höhere Zugriffsrechte erlangen konnte als im aktiven Windows-Benutzerkonto. Das ist sehr gefährlich, da sich ein Virus so Administrator-Rechte holen und bedeutend mehr Schaden anrichten kann als mit eingeschränkten Benutzerrechten.

Alternative: Wechseln Sie, wenn Sie Windows XP nutzen, auf Outlook Express 6 , bei Windows Vista auf seinen Nachfolger Windows Mail. Unter Windows 7 ist Live Mail eine gute Wahl. Live Mail ist Bestandteil der Windows Live Essentials 2011 .

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