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PhoneGap: Mobile Entwicklung leicht gemacht

Dienstag den 06.03.2012 um 08:14 Uhr

von James R. Borck

Mit PhoneGap können Sie Apps für mobile Geräte entwickeln
Vergrößern Mit PhoneGap können Sie Apps für mobile Geräte entwickeln
© Hans-Christian Dirscherl
Mobile Apps zu entwickeln ist nicht einfach. Das gilt insbesondere, wenn Sie mehre Smartphone-Plattformen bedienen wollen. PhoneGap greift Ihnen hierbei unter die Arme.
Das bekannte Entwickler-Werkzeug PhoneGap ist jetzt seit kurzem ein Apache Software Foundation Icubator-Projekt mit dem Namen Cordova . PhoneGap kombiniert HTML, CSS und JavaScript mit einer API, damit Sie die native Geräte-Hardware und Funktionen anzapfen können, ohne die für die jeweilige mobile Plattform übliche Programmiersprache zu verwenden (also beispielsweise Objective-C für iOS, Java für Android oder .net für Windows Phone 7). PhoneGap gibt Web-Entwicklern die Möglichkeit, die gespeicherten Kontakte und Dateien wie bei der Entwicklung mit nativen Code anzuzapfen. Des Weiteren können Sie den lokalen Speicher manipulieren und beispielsweise die Kamera- und GPS-Sensoren nutzen. Der direkte Austausch mit den HTML-gesteuerten mobilen Benutzeroberflächen wird mit PhoneGap erleichtert.

PhoneGaps größte Vorteile

Das Beste ist jedoch, dass eine einzige PhoneGap-App für viele unterschiedliche Geräte verwendet werden kann. Es unterstützt Android, iOS, Windows Phone 7, BlackBerry, Symbian, WebOS und sogar Bada. Allerdings muss diese Einfachheit und die plattformübergreifende Kompatibilität durchaus bezahlt werden. Denn die mit PhoneGap erstellten Web-Apps erscheinen zwar nativ, aber dieser Ausdruck ist aus technischer Sicht nicht wirklich gerechtfertigt.

Wenn Sie beispielsweise eine Android-App erstellen, packt PhoneGap Ihr HTML, JavaScript und CSS in einen WebView-Container und verlässt sich für die Ausführung auf die darunter liegende WebKit-Rendering-Engine. Somit werden die Einschränkungen des Browsers vererbt. Dies führt dazu, dass PhoneGap nicht die erste Wahl ist für Leistungs- oder Grafik-intensive Anwendungen ist.

Wenn Sie jedoch eine Daten-lastige Web-App für mehr mobile Geräte verfügbar machen möchten, dann kann Ihnen PhoneGap helfen. Es bietet eine ausgezeichnete Balance zwischen Entwicklungsaufwand und Applikations-Funktionsumfang. Sie können damit leistungsfähige Apps erstellen, die mit Hilfe von Plug-Ins die native Benutzeroberfläche imitieren. Die Plug-Ins können auch dazu genutzt werden, um weitere Funktionen wie Push-Benachrichtigungen oder PayPal zu integrieren. Der größte Vorteil ist jedoch, dass die Programmierung mit PhoneGap nicht die gleichen Ansprüche stellt wie das native Programmieren. Und: PhoneGap ist kostenlos erhältlich.

Beachten Sie die Lücke

Denken Sie daran, dass PhoneGap SDK ein "nacktes" Framework darstellt. Sie werden keine vorgefertigten Code-Widgets oder die Vorzüge einer Benutzeroberfläche vorfinden. Des weiteren bietet PhoneGap keine Middleware für die Verbindung der Geräte mit Back-End-Servern, wie dies bei Rhomobile und dessen Synchronisations-Infrastruktur der Fall ist.

Sie müssen eine native Werkzeugkette verwenden, um Ihre App zu Programmieren. Für Android installieren Sie Eclipse, das Android SDK und das Android Development Tools (ADT) Plug-In. Möglicherweise müssen Sie auch Git installieren, wenn Sie bestimmte Plattformen erreichen wollen und die App optimieren möchten. Wenn Sie die App auf einem iOS, Windows Phone und BlackBerry laufen lassen wollen, können Sie Adobes PhoneGap Build-Cloud nutzen, um Päckchen für all diese und andere unterstütze Plattformen zu erstellen. PhoneGap Build ist kostenlos für Open Source Projekte und beginnt bei 9 Euro pro Monat für private Anwendungen.

Dienstag den 06.03.2012 um 08:14 Uhr

von James R. Borck

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