28.06.2012, 09:44

Michael Rupp

Android, iOS, Windows Phone

Das richtige Betriebssystem für's Smartphone

Erfahrn Sie mehr zur Wahl des richtigen Smartphone-Betriebssytems. ©istockphoto.com/kali9

Die Anschaffung eines Smartphones wird immer mehr zur Entscheidung für ein mobiles Betriebssystem. Denn die Plattform bestimmt maßgeblich über Bedienkonzept, Ausstattung und App-Angebot.
Mit Android, iOS und Windows Phone ringen drei Systeme mit unterschiedlichen Ansätzen um die Gunst der Käufer. Blackberry OS und Nokia Symbian spielen bei vorwiegend privat genutzten Smartphones dagegen keine nennenswerte Rolle mehr. Zwar orientieren sich Google und Microsoft an Apples iPhone-Bedienerführung, aber jedes der drei Systeme weist seine Besonderheiten auf. Unterschiede gibt es insbesondere bei der Bedienung, Oberfläche, Funktionsausstattung sowie beim App-Angebot und Datenabgleich. Welches Smartphone-Betriebssystem besonders gut zu Ihren Bedürfnissen passt, hängt vor allem davon ab, wie Sie das Smartphone nutzen wollen.
Android: Dominiert die Smartphone-Landschaft
Android ist der Shooting-Star unter den mobilen Betriebssystemen. Es ist als freie und offene Plattform konzipiert und rangiert nach der Verbreitung auf Platz eins der Smartphone-Rangliste. Es ist auf Smartphones aller Preisklassen vorinstalliert und lässt sich auf vielfältige Weise anpassen und umgestalten. Viele Hersteller nutzen diese Möglichkeit und setzen auf den Android-Kern eine Oberfläche auf, etwa Sense von HTC, Touchwiz von Samsung und Motoblur von Motorola. Dank dieser optischen Vielfalt findet sich für jeden Geschmack ein passendes Android-Smartphone. Ein Merkmal von Android ist die enge Bindung an Google als Mail- und Kalenderdienst, Google Talk und Apps von Google. Gut: Der Webbrowser in Android kann Flash-Inhalte darstellen.
Bedienung: Android bietet mehrere Startbildschirme, die Sie anders als bei Apples iOS individuell mit Verknüpfungen und Info-Fenstern („Widgets“) einrichten können. So lassen sich Anrufe, Wetterinfos oder Twitter-Meldungen leicht ablesen. Zwischen den Bildschirmen wechseln Sie mit einer Wischbewegung. Oft benutzte Apps legen Sie auf einem der Startbildschirme ab. Wie bei Apples iOS lassen sich ab Android 4.0 verwandte Apps in Ordnern zusammenfassen.
App-Angebot: Der Android Market, als offizielle App-Bezugsquelle für Android, entwickelt sich rasant und lässt wenige Wünsche offen. Die Angebotsfülle liegt derzeit allerdings noch weit hinter der für das Apple-Betriebssystem iOS zurück. Anders als Apple kontrolliert Google die auf dem Marktplatz angebotenen Programme inhaltlich, technisch und unter Sicherheitsgesichtspunkten nicht. Und Android beherrscht zudem die App-Installation von beliebigen Webseiten – beides sind erhebliche Sicherheitsrisiken.
Datenabgleich: Google Mail und Google Kalender sind die primäre Synchronisationsplattform für Kontakte und Kalendereinträge. Beide Dienste sind nach der Einrichtung automatisch aktiv. Für den Abgleich außerhalb der Google-Welt legen viele Hersteller ihren Geräten Synchronisationsprogramme bei, die einen Datenabgleich mit Anwendungen wie Outlook erlauben.
Fazit: Android punktet bei der großen Geräteauswahl und beim offenen Betriebssystemkonzept. Zudem erlaubt es Herstellern und Nutzern viele Freiheiten. Die Vielfalt hat auch Nachteile: Die Hersteller müssen Android-Aktualisierungen an die Geräte anpassen, was oft zu Verzögerungen führt.
iOS: Vorbild für Smartphone-Betriebssysteme
Apple nutzt iOS als elegantes Mobilbetriebssystem auf dem iPhone und hat damit ein wegweisendes Bedienkonzept entwickelt. Dabei bildet die Hardware zusammen mit iOS, Apple-ID, App- und Medien-Shop, iTunes-Schaltzentrale sowie Online-Datenspeicherung einen abgeschlossenen Apple-Kosmos mit strikten Regeln. In iOS legen Sie sämtliche Programmsymbole auf dem Startbildschirm ab, ein separates Programm-Menü oder Widget-Module existiert nicht. Apples Browser Safari beherrscht kein Flash.
Bedienung: iOS ist geradlinig gestaltet und leicht nutzbar. Zudem reagiert es flott. Allerdings sind kaum Anpassungen durch den Nutzer möglich. Bei vielen installierten Apps erweitert iOS den Startbildschirm seitenweise und kann unübersichtlich werden. Darum gibt es links eine Suchfunktion und Ordner.
App-Angebot: Der App Store bietet ein umfangreiches Sortiment von Apps an. Da Apple den Store und die eingestellten Programme streng kontrolliert, wird die Gefahr schädlicher Software minimiert. Apple zensiert jedoch auch harmlose Apps.
Datenabgleich: Kontakte, Kalendereinträge, Musik und sonstige Dokumente lassen sich entweder über das Medienverwaltungsprogramm iTunes oder über den Online-Dienst iCloud aktualisieren und abgleichen.
Fazit: iOS ist für diejenigen interessant, die sich auf Apples Komplettkonzept mit vielen Zwängen einlassen wollen. Dafür wird der Nutzer mit schlanken Menüs, viel Komfort, einem riesigen App-Angebot und umfassenden Sicherheitsrichtlinien belohnt.
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