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So übertakten Sie Ihr Smartphone

13.01.2011 | 11:58 Uhr |

Nicht so kompliziert, wie manch einer denkt - wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr Smartphone übertakten, ohne daraus einen nutzlosen Backstein zu machen.

Nahezu endlos scheint der Kampf Android gegen iPhone. Doch in einem Punkt bleibt Googles Betriebssystem der unangefochtene Sieger: bei der Möglichkeit, Android-Geräte zu hacken. Der Jailbreak beim iPhone erlaubt lediglich das Installieren und Nutzen nicht-authorisierter Software. Geknackte Android-Geräte dagegen erlauben nahezu alles, vom Übertakten des Prozessors bis hin zur Installation völlig anderer Betriebssysteme. Der Grund für diese zahlreichen Möglichkeiten liegt bei der Open-Source-Grundlage. Die Tatsache, dass Android auf Linux basiert, erlaubt es Nutzern, den Code zu betrachten und zu modifizieren - völlig legal, allerdings nicht immer mit dem Segen der Gerätehersteller.

Von allen Möglichkeiten ist besonders das Übertakten eine lohnende Aktion - also die Modifikation des Smartphone-Prozessors, sodass dieser mit einer höheren Taktfrequenz arbeitet als von Haus aus gedacht. Ein vormals langsames Smartphone kann sich dadurch zu einem sehr fixen Gerät entwickeln - und das ganz ohne Zusatzkosten. Aber ist es sinnvoll und vor allem sicher, ein Smartphone zu übertakten, das mehrere hundert Euro wert oder gar an einen Vertrag gekoppelt ist, der erst in vielen Monaten oder sogar Jahren ausläuft? Was tun, wenn das Gerät beim Vorgang Schaden nimmt? Dann fühlen sich die Hersteller nur in den seltensten Fällen in der Pflicht.

Die Haupt-Risikofaktoren beim Übertakten sind zu starke Hitzeentwicklung und verkürzte Akkulaufzeiten. Mit eben solchen Problemen haben manche Geräte aber schon von Haus aus zu kämpfen - viel mehr Schaden anrichten kann man also nicht. Zahlreiche Warnhinweise erinnern außerdem daran, dass im Falle einer Übertaktung die Hardware bleibende Schäden davontragen kann. Das ist allerdings dick aufgetragen. Denn: auch bei PCs klappt das Übertakten regelmäßig hervorragend - vorausgesetzt, die Kühlung stimmt. Schließlich gilt beim PC genauso wie beim Smartphone: je schneller die CPU arbeitet, desto mehr Hitze produziert sie.

Mobile CPUs arbeiten mit passiver Kühlung - soll heißen: die Hitze im Innern des Geräts wird ausschließlich durch die Lüftungsritzen am Gehäuse reguliert. In den meisten Fällen ist das Smartphone clever genug gebaut, um auch mit größerer Hitzeentwicklung fertig zu werden. Wenn der Prozessor übertaktet wird, besteht dafür jedoch keine Garantie mehr. Deswegen sollten Sie die Option wählen, eine hohe und eine niedrige Taktfrequenz für Ihr Gerät einzustellen, zwischen denen das Smartphone abhängig von den Nutzungsansprüchen rangiert. Es ist sogar möglich, das Smartphone zu untertakten, um die Akkulaufzeit zu verlängern. Die Konsequenz wäre aber ein ausgesprochen lahmes Gerät.

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