Ratgeber Sicherheit

So schützen Sie Ihre Privatsphäre bei Google

Donnerstag den 29.03.2012 um 10:24 Uhr

von Kristin Burnham

Mit den richtigen Einstellungen nutzen Sie die Google-Dienste, ohne zu viel über sich zu verraten.
Vergrößern Mit den richtigen Einstellungen nutzen Sie die Google-Dienste, ohne zu viel über sich zu verraten.
© iStockphoto.com/Vimax001
Google beobachtet Sie, egal was Sie tun und welchen Service von Google Sie nutzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Daten vor zu viel Neugier schützen.
Erst kürzlich stellte Google seine neuen Datenschutzrichtlinien vor. Mehr als 60 bis dato eigenständige Richtlinien für Google-Produkte, wie Googlemail, Googlechat, Picasa, Google+ und YouTube, werden nun in einer einzigen Datenschutzrichtlinie zusammengefasst . Als Teil dieser Veränderungen darf Google nun auch Ihre gesammelten Daten unter all seinen Diensten teilen und erstellt somit ein einziges, umfassendes Profil von Ihnen, statt mehrere einzelne Einträge über Ihr Nutzerverhalten in verschiedenen Google-Diensten anzulegen. Datenschutz-Experten sind alarmiert: die neuen Richtlinien verstoßen gegen Europäisches Gesetz und US-Anwälte sprechen gar von einer "Invasion der Privatsphäre". Sie müssen der Datenschutz-Gängelei aber nicht schutzlos gegenüber stehen. Es gibt Mittel und Wege, wie Sie Ihre Informationen und Online-Aktivitäten auch mit den neuen Datenschutzrichtlinien privat halten. Wir verraten Ihnen, was Sie tun können.
 

 
Die YouTube-History säubern
 
Wenn Sie den Videodienst YouTube besuchen, während Sie mit Ihrem Google-Konto angemeldet sind, erstellt die Seite eine Liste aller Videos, die Sie suchen und sich ansehen. Um diese YouTube-History zu löschen, gehen Sie wie folgt vor:
 
Loggen Sie sich zunächst bei Ihrem Google Dashboard ein.  Von Ihrem Dashboard aus scrollen Sie nach unten bis zur YouTube-Sektion und wählen Sie rechts daneben sowohl die Option "Verlauf verwalten" als auch "Suchverlauf verwalten". Auf den neu geöffneten Seiten könne Sie nun mit einem Klick auf den entsprechen Button oben den "Gesamten Verlauf löschen" oder das "Videoprotokoll vorübergehend deaktivieren", beziehungsweise den "Suchverlauf aussetzen".

Web-History entfernen und Personalisierung unterbinden

Googles neue Suchmaschinen-Personalisierung passt die Ergebnisse zu einem Suchbegriff Ihren letzten Aktivitäten auf Google an. Das bedeutet also, wenn Sie kürzlich nach guten Restaurants in Frankfurt gegoogelt haben und nun nach günstigen Autoverleihern suchen, wird Ihnen Google zunächst Anbieter in Frankfurt ausspucken. Um diese unerwünschte Pesonalisierung abzuschalten, müssen Sie Ihre gesamte Web-History löschen. Um das zu tun, besuchen Sie google.com/history   und löschen Sie entweder den kompletten Web-Verlauf oder nur einzelne Seiten. An dieser Stelle können Sie das Webprotokoll auch ganz deaktivieren – zumindest für einen gewissen Zeitraum.

Individuelle Werbung abschalten

Google benutzt einen Cookie, um Informationen über Ihre Suchanfragen und Surf-Gewohnheiten zu speichern – sogar, wenn Sie das Webprotokoll wie in Schritt Zwei deaktiviert haben. Um herauszufinden, von welchen Werbeanzeigen Google glaubt, dass sie Sie interessieren könnten, besuchen Sie google.com/settings/ads . Auf dieser Seite klicken Sie in der Menüleiste links auf "Anzeigen im Web". Unter "Meine Kategorien" können Sie nun Kategorien bearbeiten und falsche Kategorien entfernen. Mit dem Menüpunkt "Deaktivieren" können Sie auch ganz verhindern, dass Ihnen Werbung auf Basis von demografischen Merkmalen und Ihren Interessen angezeigt wird. Einmal deaktiviert, entfernt Google den Cookie in Ihrem Browser.
 

Ausloggen nicht vergessen

Klingt wie eine Binsenweisheit, ist in puncto Datenschutz jedoch essentiell: Loggen Sie sich von Ihrem Google-Konto aus, bevor Sie surfen oder die Suchmaschine benutzen! Nur so können Sie sichergehen, dass Google Ihre Online-Präferenzen nicht direkt mit Ihrem Konto in Verbindung bringt. Allerdings können Sie das nicht bei jedem Google-Dienst; möglich ist das Ausloggen unter anderem in Google Maps, bei der Google-Suche, bei YouTube und Google News. Denken Sie auch daran: Wenn Sie Ihre Cookies nicht regelmäßig löschen, kann Google Sie selbst dann noch überwachen, wenn Sie sich von Ihrem Konto ausgeloggt haben.

Donnerstag den 29.03.2012 um 10:24 Uhr

von Kristin Burnham

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