Ratgeber Sicherheit

Diese Tools wollen heimlich auf Ihren PC

Dienstag, 28.12.2010 | 12:09 von Benjamin Schischka
Wer Freeware installiert und ein Häkchen übersieht hat schnell unerwünschte Tools auf seinem PC. Wir decken auf: So gefährlich sind die blinden Passagiere.
Wie Piraten kapern manche heimlichen Tools Browser &
Co.
Vergrößern Wie Piraten kapern manche heimlichen Tools Browser & Co.
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Sie können sich manchmal nicht daran erinnern, eine Software installiert zu haben, die sich trotzdem auf Ihrem Rechner breitgemacht hat? Dann sind Sie vielleicht einem blinden Passagier auf dem Leim gegangen, der an Bord einer gewünschten Freeware oder Shareware ungewünscht mit auf den PC gereist ist. Meist genügt es, bei der Installation ein kleines Häkchen zu übersehen. Standardmäßig ist dieses bereits aktiviert - um den blinden Passagier loszuwerden, müssten Sie es schon bei der Installation deaktivieren.

Oft handelt es sich bei der unfreiwillig installierten Software um eine Toolbar, die sich zwischen URL-Eingabefeld und Browserfenster quetscht. Diese Toolbar bietet in der Regel wenig Nutzen und stellt teilweise sogar eine Gefahr für den Schutz persönlicher Daten dar. Auch Viren und andere Schädlinge können in einer vom Hersteller schlecht gepflegten Toolbar ein zusätzliches Einfallstor finden. Nicht zuletzt mindert so eine Toolbar das Sichtfeld für Webseiten - das ist besonders auf kleinen Bildschirmen ärgerlich. Allerdings gibt es neben der Toolbar auch andere Programme, die sich mitinstallieren wollen: Bei unseren Recherchen sind wir etwa auf Googles Chrome gestoßen.

Solche blinden Passagiere sind im Netz weitverbreitet und werden von Software-Herstellern genutzt, um ihre Programme und Dienste im Fahrwasser anderer zu verbreiten. Dabei gehen die Wirte nicht leer aus, man darf davon ausgehen, dass Geld fließt oder eine Gegendienstleistung für den Wirt erbracht wird.

Dienstag, 28.12.2010 | 12:09 von Benjamin Schischka
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (10)
  • deoroller 10:15 | 06.01.2011

    Vielen Dank! Den Haken habe ich auch gleich bei Flashgot entfernt.

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  • irish-tiger 10:02 | 06.01.2011

    Zitat: deoroller
    Sogar die für mich unverzichtbare Noscript Erweiterung für Browser der Mozilla Familie ist Adware. Sie schützt zwar davor, aber nach jeder Aktualisierung wird ein Fenster zum Autor geöffnet, der da Werbung platziert hat. Das ist der Preis für die kostenlose Nutzung.
    Ein Blick auf die Homepage schafft Abhilfe, die FAQ (Punkt 2.5) erläutern, wie das abgestellt werden kann: [URL]http://noscript.net/faq#qa2_5 Gruß, irish-tiger

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  • web2freak 21:56 | 05.01.2011

    programme mit blinden Passagieren

    hab ne lösung im netz gefunden um die lästige popup zum schluss bei Free YouTube to MP3 Converter zu entfernen. Man muss diesen Prozess löschen: Unter Win XP C:\Programme\Gemeinsame Dateien\DVDVideoSoft\TB\TBOffer.exe Es wird auch keine Fehlermeldung eingeblendet, also sollte es keine Probleme geben.

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  • deoroller 12:46 | 04.01.2011

    Sogar die für mich unverzichtbare Noscript Erweiterung für Browser der Mozilla Familie ist Adware. Sie schützt zwar davor, aber nach jeder Aktualisierung wird ein Fenster zum Autor geöffnet, der da Werbung platziert hat. Das ist der Preis für die kostenlose Nutzung.

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  • kalweit 12:25 | 04.01.2011

    Auch Freeware ist nicht umsonst. Wer nicht genervt werden will, soll einfach zahlen oder auf die Software verzichten - so einfach ist manchmal das Leben.

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