26.07.2012, 11:55

Thorsten Eggeling

Exklusiv

PC-WELT Rettungs-DVD hilft bei jedem Windows-Notfall

Die PC-WELT Rettungs-DVD hilft Ihnen bei Windows-Notfällen weiter. ©istockphoto.com/Henrik5000

Ihr Windows startet nicht mehr? Sie vermuten einen Virus? Das Windows-Passwort ist weg? Die exklusive und bootfähige PC-WELT Rettungs-DVD hilft auch in scheinbar ausweglosen Situationen.
Eine bootfähige Rettungs-DVD sollte zur Standardausstattung jedes PC-Nutzers gehören. Sie können die DVD einsetzen, wenn das installierte Betriebssystem nicht mehr startet oder wenn Sie das Betriebssystem von einem unabhängigen System aus auf Viren, Trojaner oder Rootkits überprüfen wollen. Die PC-WELT Rettungs-DVD können Sie für jedes gängige Betriebssystem wie etwa Windows XP, Vista, Windows 7 oder Linux einsetzen. Wenn der PC oder das Notebook kein optisches Laufwerk haben sollte, erstellen Sie einen bootfähigen USB-Notfall-Stick.
Achtung: Das Notfallsystem wurde nicht auf Computern mit Festplatten in einem Raid-Verbund getestet. Ein Software-Raid, wie es sich über das BIOS des PCs, die Windows-Datenträgerverwaltung oder andere Anwendungen einrichten lässt, wird von diesem System nicht unterstützt. In einigen Fällen werden die Partitionen zwar erkannt, Schreibzugriffe können jedoch zur Zerstörung des Raid-Verbundes führen.
1. So geht’s: PC-WELT-Rettungs-DVD starten
Laden Sie sich das ZIP-Archiv der PC-WELT Rettungs-DVD herunter und entpacken Sie das Archiv in einen beliebigen Ordner. Erstellen Sie aus der ISO-Datei den Rettungs-Datenträger.
Legen Sie die erstellte Rettungs-DVD in das DVD-Laufwerk, und booten Sie den PC davon. Wenn das nicht automatisch funktioniert, müssen Sie die Startreihenfolge im BIOS ändern. Häufig wird beim Start das DVD-Laufwerk nicht angesprochen. Drücken Sie also während des Startvorgangs die auf dem Bildschirm angezeigte Taste (meist Entf, Esc, F2 oder F10). Im BIOS suchen Sie dann das Menü „Boot“ (oder ähnlich lautend). Dort verschieben Sie „CD-ROM-Drive“ über die auf dem Bildschirm angezeigten Tasten an die erste Stelle. Anschließend speichern Sie die Einstellungen und starten den PC neu. Einige Rechner bieten ein Menü, über das Sie das Boot-Laufwerk auswählen können. Sie erreichen es kurz nach dem Einschalten des PCs meist über die Tasten F8, F10 oder F12.
Nachdem Sie den Rechner von der Rettungs-DVD gebootet haben, sehen Sie das Menü der PC-WELT Rettungs-DVD. Wenn Sie keine Auswahl vornehmen, lädt der PC das Betriebssystem automatisch nach 20 Sekunden von der ersten Partition der ersten Festplatte. Um das Notfallsystem zu starten, gehen Sie mit den Pfeiltasten auf „PC-WELT Rettungs-DVD“ und drücken danach die Enter-Taste.
Startprobleme beheben: Die PC-WELT Rettungs-DVD basiert auf Ubuntu 11.10 (Oneiric Ocelot). Ubuntu ist bekannt dafür, dass es eine breite Hardware-Unterstützung bietet und daher auf beinahe allen PCs ohne Probleme läuft. In einigen wenigen Fällen kann es allerdings dennoch zu Startschwierigkeiten kommen. Sollte beispielsweise das Startmenü nicht auf Tastatureingaben reagieren, liegt das oft an der fehlenden Unterstützung der USB-Tastatur durch das BIOS. Der Fehler lässt sich beheben, indem Sie im BIOS-Setup bei der USB-Konfiguration nach einem Eintrag wie „USB legacy support“ oder ähnlichem suchen und diese Funktion aktivieren („enabled“).
In sehr seltenen Fällen kann der Bildschirm nach dem Start schwarz bleiben oder Sie sehen nur einen blinkenden Cursor. Grund dafür ist meist die fehlerhafte Erkennung von Bildschirm und/oder Grafikkarte oder Konflikte mit anderer Hardware. Lösungen für derartige Probleme finden Sie beispielsweise unter ubuntuusers.de. Auch das PC-WELT-Forum kann oft weiterhelfen, wenn Sie Infos zu Ihrer Hardware-Konfiguration und eine Problembeschreibung unter „Heft: Fragen zur PC-WELT“ posten.
2. Netzwerkverbindung konfigurieren
Für die komfortable Nutzung der Virenscanner (Punkt 3) ist eine Internetverbindung erforderlich, damit die Antiviren-Software vor dem Start die aktuellen Virensignaturen herunterladen kann. Die meisten PC-Benutzer bauen die Internetverbindung über ein drahtgebundenes Netzwerk („Ethernet“) und einen DSL-Router oder ein Kabelmodem mit integriertem DHCP-Server auf. In diesem Fall funktioniert die Konfiguration automatisch. In der Leiste am oberen Bildschirmrand sehen Sie anschließend auf der rechten Seite ein Symbol mit einem doppelten Pfeil. Nach einem Klick darauf gehen Sie im Menü auf „Verbindungsinformationen“. Es öffnet sich ein Fenster mit Infos zur Übertragungsgeschwindigkeit und IP-Konfiguration.
WLAN-Verbindung aufbauen: Wenn das Notfallsystem einen WLAN-Adapter erkannt hat, erscheint in der Leiste am oberen Bildschirmrand ein Dreieckssymbol. Nach einem Klick darauf sehen Sie die Funknetze in der Umgebung. Wählen Sie das gewünschte WLAN per Mausklick aus. Es erscheint ein Fenster, in das Sie den WLAN-Schlüssel eingeben. Klicken Sie zum Abschluss noch auf „Verbinden“.
Sie testen die Netzwerkfunktion am einfachsten, indem Sie über die Startleiste auf der linken Seite oder die Tastenkombination Windows-2 den Internet-Browser Firefox mit einem Mausklick starten und eine beliebige Webseite aufrufen. Wenn das funktioniert, haben Sie Zugang zum Internet und somit können die Virenscanner ihre Signatur-Updates herunterladen.
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