Ratgeber Sicherheit
Die 7 gefährlichsten Sicherheitslücken
Attacken beim Online-Banking: Für diesen Angriff müssen die Kriminellen aber einen technisch sehr hohen Aufwand betreiben, auch den Anwender-PC etwa durch einen Virus manipuliert haben und schließlich während einer Überweisung auf dem Posten sein. Glücklicherweise sind solche Angriffe sehr selten.
Schutz beim Online-Banking: Man-in-the-middle-Angriffe fliegen auf, wenn Sie beim Online-Banking ein zusätzliches System einbeziehen, das von der Kommunikation zwischen PC und Bank getrennt ist. Ein Beispiel dafür sind etwa mTANs (mobile Transaktionsnummern), wie sie die Postbank anbietet. Die für eine Überweisung nötige TAN liest der Anwender nicht von einem Zettel ab, sondern er erhält sie bei Bedarf per SMS auf das Handy.
Starke Passwörter: Gegen Netzwerkwürmer, die sich über Freigaben verbreiten, schützen Sie sich durch die Verwendung von starken, also langen und komplizierten Passwörtern. Beispiele für schlechte Passwörter sind diejenigen, die Conficker automatisch mitbringt. Die komplette Liste finden Sie hier. Besser machen Sie es, wenn Sie beispielsweise die Anfangsbuchstaben eines jeden Wortes aus einem leicht zu merkenden Satz wählen. Hier eignen sich auch Lieder: „Alle meine Entlein ...“ ergibt also das Passwort AmEsadS.
Drive-by-Download: Um Ihnen Schadcode unterzuschieben, müssen Kriminelle zwei Mal zuschlagen. Beim ersten Mal hacken sie einen Website-Server. Oft gelingt ihnen das mit Hilfe einer als SQL-Injection bekannten Methode, die Schwachstellen in Web-Anwendungen ausnutzt. Dabei werden den Datenbanken der Content-Management-Systeme über Web-Formulare zusätzliche Befehle übergeben. Haben sie so Schadcode auf eine Website eingeschleust, wartet der Code auf gewöhnliche Besucher der Site, um im zweiten Schritt über Browser-Lücken einen Virus auf den PC einzuschleusen.
Abwehr: Gegen die infizierten Websites können Sie wenig ausrichten. Da müssen die Website-Betreiber ihre Software besser pflegen – sprich: mit Updates versorgen und korrekt konfigurieren.
Site-Ratgeber wie McAfee Site Advisor warnen jedoch zumindest vor Sites, die bereits als Virenschleudern bekannt sind. Gegen Viren, die sich Lücken im Browser zunutze machen wollen, wappnen Sie sich am besten mit einem stets aktuellen Browser. Zusätzlich schützt ein gutes Antiviren-Programm, etwa Antivir Personal.
USB-Sticks mit Schädlingen: Wenn Sie unter XP und Vista einen USB-Stick anstecken, bringt das System ein Standardfenster und will wissen, welche Aktion ausgeführt werden soll, zum Beispiel „Ordner mit dem Explorer öffnen“. Individuelle Einträge lassen sich über eine Autorun.inf auf dem Stick konfigurieren. So lässt sich darüber etwa ein Programm starten, das sich auf dem Stick befindet.
Beispiel Conficker: Der aktuelle Schädling verbreitet sich auch über Wechseldatenträger, also etwa USB-Sticks. Dort erstellt er per Autorun.inf einen Eintrag, der weitgehend identisch mit dem Windows-Standard im Startfenster eines USB-Sticks ist. Selbst aufmerksame Anwender fallen leicht auf diesen Trick herein. Wer falsch klickt, startet Conficker, der sich dann ins System einschleust.
Achtung: Sinnvoll ist das Deaktivieren des Autostarts für Wechseldatenträger. Dazu waren aber zuletzt von Microsoft selbst fehlerhafte Angaben gemacht worden. Die korrigierten Infos finden Sie hier.



