14.03.2012, 09:48

Nick Mediati

Ratgeber Sicherheit

Das sind die Malware-Trends 2012

Diese Gefahren kommen noch im in diesem Jahr auf Sie zu ©iStockphoto.com/victor zastol`skiy

Hacker und andere Cyber-Kriminelle lassen sich immer neue Methoden einfallen, um Schaden anzurichten. Wir verraten, welche Gefahren im Laufe des Jahres 2012 noch auf Sie lauern.
Online-Kriminelle finden immer wieder neue Mittel und Wege, um an unsere persönlichen Daten heranzukommen. Die gefährlichsten Malware-Trends für das Jahr 2012 haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen.
SSL-Verschlüsselung unsicher?

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Ist SSL-Verschlüsselung unsicher? Wenn Sie das Schloss-Symbol in der Toolbar Ihres Browsers sehen, könnte Sie das zu der Annahme verleiten, Ihre Daten wären sicher. Hacker haben indes einen Weg gefunden, um an Ihre Informationen zu gelangen, noch bevor die SSL-Verschlüsselung einsetzt. Diese neuartige Form der Malware erkennt es, wenn Sie Webseiten besucht haben, die mit SSL-Verschlüsselung geschützt sind und krallt sich Ihren Benutzernamen und das zugehörige Passwort, bevor die Verschlüsselung einsetzt. Zudem ignorieren solche Angreifer jeglichen Web-Traffic mit Ausnahme von verschlüsselten Seiten, erklärt ein Sprecher des Sicherheits-Software-Herstellers Webroot. So filtert die Malware von vornherein Informationen heraus, die sie nicht interessieren.

Super-targeted Malware

Ebenfalls auf dem Vormarsch ist sogenannte "super-targeted Malware" – also ein bösartiges Programm, das es einzig und allein auf sehr spezielle Daten abgesehen hat. Einige dieser Malware-Vertreter können zum Beispiel auf Ihren Browser-Verlauf zugreifen und infizieren Sie dann nur, wenn Sie im Vorfeld bestimmte Webseiten besucht haben. Eine super-targeted Malware, die Bankinformationen ausspionieren soll, überprüft zum Beispiel, ob Sie eine Online-Banking-Webseite aufgerufen haben. Malware, die sich auf bestimmte Zielgruppen und Informationen spezialisiert hat, wird in ihrer Zahl rasant ansteigen.
 
Neue Malware ist schwieriger aufzuspüren und noch schwieriger zu entfernen. Manchmal sind Sie bereits infiziert, ohne es überhaupt zu bemerken. Während ältere Malware sich auf Ihrem PC häufig selbst bemerkbar macht, verfügt neue Malware oft nicht einmal über ein eigenes Interface und beeinträchtigt auch die Leistung des PCs nicht merklich. Stattdessen führt sie alle notwendigen Aktionen im Hintergrund aus und bleibt für den Betroffenen meist unsichtbar.

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ZeroAccess

Solche schwer aufdeckbare Malware kann ebenso schwer wieder zu entfernen sein. Ein relativ neues Rootkit namens ZeroAccess beispielsweise gräbt sich tief in Ihr System ein und ist ausgesprochen schwer zu deaktivieren, da es jedes Programm automatisch ausschaltet, das auf es zugreifen will – daher der Name ZeroAccess.

Die größten Datenschutz-Skandale der IT-Geschichte

Ransomware

Lösegeld für Ihren PC: Sogenannte "Ransomware" ist nicht neu – schon seit einigen Jahren existiert sie in verschiedensten Variationen, darunter gefälschte Antiviren-Software, die sich so lange nicht entfernen lässt, bis Sie zahlen. Die Experten der Software-Sicherheits-Firma Malwarebytes sehen Ransomware jedoch als wachsendes Problem. Mittlerweile geht Ransomware sogar so weit, dass Sie Ihren Computer so lange nicht mehr starten können, bis Sie bezahlen. Vorsicht aber, wenn Sie wirklich zahlen! Zwar wird damit die Malware meist beseitigt, gleichzeitig geben Sie aber Ihre Konto- oder Kreditkarteninformationen preis. Und die Ransomware-Betrüger können dann mit Ihren Konten Schindluder treiben.

Bots

Alte Probleme, neu aufgelegt: Forscher der Sicherheitsfirma CheckPoint erwarten ein Comeback von Bots im Jahr 2012. Webroot prognostiziert gar einen Anstieg von dynamischen, zielgerichteten Gefahren, ähnlich wie die Malware "Storm Worm" vor knapp einem Jahr.
 
Gruselig: Die gefährlichste Malware aller Zeiten

Android-Viren

Und mobile Malware? Eine der größten Skandal-Geschichten im letzten Jahr war der rasante Anstieg von Malware auf Android-Betriebssystemen. Ist also Panik angesagt? Nach Angaben von CheckPoint jetzt zumindest noch nicht. Der wirklich große Malware-Ausbruch auf Android steht erst noch bevor, auch wenn die Anzahl der Schadprogramme immer weiter wächst. Nichtsdestotrotz hält die Firma die mobile Malware für den "logischen, nächsten Schritt". Für Panik ist es zwar noch zu früh; das heißt aber nicht, dass man seinen Schutz vernachlässigen sollte.
 
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