Ratgeber Sicherheit
5 Schritte gegen nervige Antiviren-Software
Eigentlich wissen Sie, was das richtige für Ihren PC ist; aber einige Hersteller meinen, Sie wie ein Kind zu behandeln? Wirverraten, wie Sie solche Nervereien abstellen.
Wir haben mit mehreren Anbietern von Antiviren-Software über einen bizarren Vorfall gesprochen: Windows-Nutzer, die eigentlich nur ein Java-Updaten herunterladen und installieren wollten, bekamen eine lästige Version von McAfees Anriviren-Software gleich mit dazu. Wie es dazu kam: Wie so oft verlangte Oracles Programmiersprach Java in der letzten Woche ein Update. Aus irgendeinem Grund entschied sich Oracle jedoch dafür, eben diesem Update die Software Mc Afee Security Scan Plus hinzuzufügen. Die Software wird automatisch mit installiert, wenn Ihnen nicht durch Zufall die kleine Checkbox auffällt und Sie den Haken daraus entfernen.
Mc Afees Sicherheitssoftware überprüft den PC auf vorhandene Antiviren- und Firewall-Software. Wenn beide auf dem neuesten Stand sind, öffnen sich immer wieder diverse Popup-Fenster, die Sie dazu auffordern, bestimmte Lizenzvereinbarungen zu akzeptieren. Das ist nicht nur lästig, sondern verbraucht auch wertvolle Systemressourcen und verlangsamt den PC dadurch. Die einzige Möglichkeit, diese Popups abzuschalten ist, Mc Afee wieder umständlich über die Systemsteuerung vom Rechner zu entfernen.
Virentypen im Überblick
Virus
Virus: Vermehrt sich, indem er seinen Programmcode in andere, bestehende Dateien einpflanzt. Die infizierten Dateien mutieren dadurch zum Virenträger.
Virus: Vermehrt sich, indem er seinen Programmcode in andere, bestehende Dateien einpflanzt. Die infizierten Dateien mutieren dadurch zum Virenträger.
Adware
Adware ist zwar gratis, dafür müssen Sie in Kauf nehmen, dass im Programm Werbung erscheint.
Adware ist zwar gratis, dafür müssen Sie in Kauf nehmen, dass im Programm Werbung erscheint.
Backdoor
Öffnet etwa in der Internetverbindung des Computers eine Hintertüre, die das System für Angreifer zugänglich macht.
Öffnet etwa in der Internetverbindung des Computers eine Hintertüre, die das System für Angreifer zugänglich macht.
Exploit
Exploit: So wird das (versuchte) Ausnutzen einer Sicherheitslücke bezeichnet. Mit Exploits präparierte Webseiten probieren unter anderem, dem Besucher einen Schädling unterzujubeln. Virenscanner melden Exploits auf Webseiten oft auch dann, wenn der Browser bereits gegen die Lücke geschützt ist.
Exploit: So wird das (versuchte) Ausnutzen einer Sicherheitslücke bezeichnet. Mit Exploits präparierte Webseiten probieren unter anderem, dem Besucher einen Schädling unterzujubeln. Virenscanner melden Exploits auf Webseiten oft auch dann, wenn der Browser bereits gegen die Lücke geschützt ist.
Fehlalarm ("False Positive")
Fehlalarm („False Positive“): Ein Virenscanner meint, einen Schädling zu finden, obwohl die betroffene Datei in Wahrheit harmlos ist.
Fehlalarm („False Positive“): Ein Virenscanner meint, einen Schädling zu finden, obwohl die betroffene Datei in Wahrheit harmlos ist.
Joke
Joke: Harmloses Scherzprogramm, das seltsame Effekte oder Meldungen anzeigt (etwa ein Umdrehen der Bildschirmanzeige). Da solche Programme manche Benutzer verunsichern, werden sie von einigen Virenscannern als Joke gemeldet.
Joke: Harmloses Scherzprogramm, das seltsame Effekte oder Meldungen anzeigt (etwa ein Umdrehen der Bildschirmanzeige). Da solche Programme manche Benutzer verunsichern, werden sie von einigen Virenscannern als Joke gemeldet.
Keylogger
Keylogger: Spionageprogramm, das im Hintergrund die Tastatureingaben des Benutzers aufzeichnet. Wird oft verwendet, um Passwörter auszuspionieren.
Keylogger: Spionageprogramm, das im Hintergrund die Tastatureingaben des Benutzers aufzeichnet. Wird oft verwendet, um Passwörter auszuspionieren.
Phishing
Phishing: Kunstwort aus „Password Fishing“. Bedeutet das Ergaunern von Zugangsdaten, meist über gefälschte Bank- oder Paypal-Webseiten.
Phishing: Kunstwort aus „Password Fishing“. Bedeutet das Ergaunern von Zugangsdaten, meist über gefälschte Bank- oder Paypal-Webseiten.
Potentially unwanted program
Potentially unwanted program: Sehr oft harmlos. In Deutsch „möglicherweise unerwünschtes Programm“, manchmal auch als „not a virus“ (kein Virus) oder “SPR“ (Security Privacy Risk) ekennzeichnet. Passwortknackprogramme gehören beispielsweise in diese Kategorie. Wenn der Benutzer damit seine eigenen Kennwörter ausliest, ist die Software logischerweise harmlos.
Potentially unwanted program: Sehr oft harmlos. In Deutsch „möglicherweise unerwünschtes Programm“, manchmal auch als „not a virus“ (kein Virus) oder “SPR“ (Security Privacy Risk) ekennzeichnet. Passwortknackprogramme gehören beispielsweise in diese Kategorie. Wenn der Benutzer damit seine eigenen Kennwörter ausliest, ist die Software logischerweise harmlos.
Remote Access Trojan
Remote Access Trojan: Ein „Fernzugriffs-Trojaner“ stellt einem Angreifer eine Schnittstelle zur Verfügung, um ein gekapertes System aus der Ferne zu bedienen.
Remote Access Trojan: Ein „Fernzugriffs-Trojaner“ stellt einem Angreifer eine Schnittstelle zur Verfügung, um ein gekapertes System aus der Ferne zu bedienen.
Rootkits
Hilfsmittel für Angreifer, um Dateinamen, Verbindungen, Registry-Einträge oder Prozesse von Schädlingen zu verbergen.
Hilfsmittel für Angreifer, um Dateinamen, Verbindungen, Registry-Einträge oder Prozesse von Schädlingen zu verbergen.
Spyware
Spyware: Spy heißt auf Englisch Spion oder spionieren. Spyware ist Software, die ohne Wissen und Zustimmung des Benutzers Daten an die Hersteller der Software übermittelt.
Spyware: Spy heißt auf Englisch Spion oder spionieren. Spyware ist Software, die ohne Wissen und Zustimmung des Benutzers Daten an die Hersteller der Software übermittelt.
Trojanisches Pferd
Trojanisches Pferd: Ein Programm, das dem Benutzer nützliche Funktionen oder Unterhaltung vorgaukelt, während es hinterrücks ganz anderes im Sinn hat.
Trojanisches Pferd: Ein Programm, das dem Benutzer nützliche Funktionen oder Unterhaltung vorgaukelt, während es hinterrücks ganz anderes im Sinn hat.
Wurm
Wurm: Vermehrt sich normalerweise, indem er Kopien von sich selbst in Netzwerken verteilt oder per E-Mail verbreitet.
Wurm: Vermehrt sich normalerweise, indem er Kopien von sich selbst in Netzwerken verteilt oder per E-Mail verbreitet.
Wie sich herausstellte, hat auch Adobe die Mc Afee Software mit einigen Updates des Adobe Readers gebündelt. Ein Sprecher von Mc Afee gab uns nach Anfrage lediglich die Antwort: "Mc Afee glaubt daran, dass es besser ist, geschützt als ungeschützt zu sein. Deshalb bieten wir unseren Service als Standard bei diversen Programmen an." Oder anders gesagt: Wir glauben einfach nicht daran, dass Sie auf sich selbst aufpassen können.
Immerhin können PC-Nutzer aus diesem ärgerlichen Vorfall lernen und bestimmte Dinge beim nächsten Mal anders machen. Schritt Eins: Vor, während und nach der Installation stets die Augen offen halten. Denn die Praxis des versteckten Bündelns verschiedener Software-Produkte wird immer beliebter und vor allem immer häufiger. Eine nicht kleine Anzahl an Firmen lebt sogar ausschließlich davon, ihre Produkte auf diese Art und Weise zu verbreiten.
Auch extrem trickreich: ein großer Button auf einer Webseite, der so aussieht, als würde beim Draufklicken ein Video abgespielt werden. Stattdessen taucht jedoch eine Flash-Animation auf, die Ihnen flüstert, Sie bräuchten einen bestimmten Codec, um das Video abzuspielen. Wenn Sie dem zustimmen, werden Sie durch eine Reihe konfuser Installationsschritte geführt und stehen am Ende sowohl mit dem richtigen Codec als auch einer Kopie von Real Player da. Die Software Real Player hat zwar durchaus Vorzüge, verursacht aber auch jede Menge System-Traffic, indem sie immer wieder Informationen aus dem Netz zieht und Ihnen vorsetzt.
Immerhin können PC-Nutzer aus diesem ärgerlichen Vorfall lernen und bestimmte Dinge beim nächsten Mal anders machen. Schritt Eins: Vor, während und nach der Installation stets die Augen offen halten. Denn die Praxis des versteckten Bündelns verschiedener Software-Produkte wird immer beliebter und vor allem immer häufiger. Eine nicht kleine Anzahl an Firmen lebt sogar ausschließlich davon, ihre Produkte auf diese Art und Weise zu verbreiten.
Auch extrem trickreich: ein großer Button auf einer Webseite, der so aussieht, als würde beim Draufklicken ein Video abgespielt werden. Stattdessen taucht jedoch eine Flash-Animation auf, die Ihnen flüstert, Sie bräuchten einen bestimmten Codec, um das Video abzuspielen. Wenn Sie dem zustimmen, werden Sie durch eine Reihe konfuser Installationsschritte geführt und stehen am Ende sowohl mit dem richtigen Codec als auch einer Kopie von Real Player da. Die Software Real Player hat zwar durchaus Vorzüge, verursacht aber auch jede Menge System-Traffic, indem sie immer wieder Informationen aus dem Netz zieht und Ihnen vorsetzt.
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