30.07.2012, 09:09

Roland Freist

Sicherheit

10 pfiffige System-Checks für Ihren PC

©istockphoto.com/rsiel

Genau wie ein Auto muss auch ein Computer regelmäßig überprüft und gewartet werden, damit er immer die optimale Leistung bringt. Für Ihren Rechner sind vor allem diese zehn Checks wichtig.
Bei Ihrem Rechner sollten Sie in regelmäßigen Abständen TÜV-Prüfer spielen und einige typische Schwachstellen genauestens überprüfen. Nur so ist gewährleistet, dass der Computer auch weiterhin sicher und ohne Ausfälle seinen Dienst verrichtet. Gehen Sie die folgende Checkliste daher in regelmäßigen Abständen durch und sehen Sie nach, ob Ihr Rechner noch mit den optimalen Einstellungen läuft.
1. Autostart-Check
Eine der effektivsten Möglichkeiten, Windows zu beschleunigen, ist das Optimieren des Boot-Vorgangs. Während man an der Ausführgeschwindigkeit des Betriebssystems nur wenig drehen kann, lässt sich das Hochfahren ohne Weiteres um mehrere Sekunden und eventuell sogar ein oder zwei Minuten verkürzen. Am einfachsten geht das durch einen Tausch der Festplatte gegen ein schnelleres Modell; vor allem SSDs bringen Windows spürbar auf Trab. Aber auch per Software können Sie einiges herausholen. Gebremst wird der Startvorgang unter anderem durch das Laden von Anwendungen über die Autostart-Funktionalität von Windows. Einige dieser Programme sind nützlich, etwa Virenscanner, andere hingegen sind durchaus verzichtbar. Dazu zählen beispielsweise diverse Browser-Erweiterungen oder auch Tools, die in erster Linie die Aufgabe haben, den Start anderer Anwendungen vorzubereiten und zu beschleunigen.
Autostart-Tools: Um zu erfahren, was beim Booten alles in den Arbeitsspeicher geschaufelt wird, bringt Windows das Systemkonfigurationsprogramm mit. Sie laden es durch die Eingabe von Msconfig.exe. Geben Sie den Befehl in das Ausführen-Fenster ein, das Sie mit Tastenkombination „Windows-R“ erhalten. Im Programm Msconfig.exe wechseln Sie zum Register „Systemstart“. Besser, weil ausführlicher und übersichtlicher gegliedert, ist Autoruns von Mark Russinovich, das mittlerweile von Microsoft vertrieben wird. Im Register „Everything“ finden Sie dort eine Liste aller automatisch gestarteten Programme, Codecs und Treiber. Sie verzeichnet sowohl Objekte, die über den Autostart-Ordner geladen werden, wie auch die zumeist weitaus zahlreicheren Anwendungen, deren Start über die Registry erfolgt. Die anderen Register dienen der Einteilung der Autostarts in Gruppen.
Autostart ausmisten: Nach einem Rechtsklick auf einen Eintrag können Sie ihn löschen oder kopieren, im Registrier-Editor ansehen, den Ordner der zugehörigen Datei öffnen oder mit „Search online“ eine Google-Suche dazu starten. Vor allem den rot markierten Zeilen sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken. Autoruns weist Sie damit auf ein Problem hin, etwa auf einen Eintrag, der auf eine nicht mehr existierende Datei zeigt, oder auf unbekannte Anwendungen, die mit diesem Befehl aufgerufen werden. Gehen Sie die Liste in Ruhe durch, und überlegen Sie sich bei jedem Eintrag, ob dieses Programm tatsächlich automatisch gestartet werden muss oder nicht. Doch seien Sie vorsichtig: Wenn „Microsoft Corporation“ als Publisher angegeben ist, handelt es sich oftmals um Systemprogramme von Windows, die Sie besser nicht anrühren sollten. Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht aus Versehen zum Beispiel den Start Ihres Virenscanners deaktivieren.
2. Update-Check
Beim Durchsehen der Autostart-Liste werden Sie vermutlich auf etliche Einträge stoßen, die beim Hochfahren des Rechners nach Updates für Tools wie den Adobe Reader oder Apple Quicktime suchen. Lassen Sie diese Zeilen unangetastet. Viren nutzen heute nicht nur Schwachstellen im Browser aus, sondern gelangen oftmals über weit verbreitete Anwendungen wie den Adobe Reader ins System. Sobald die Hersteller dieser Programme ein Einfallstor für Viren gefunden haben und ein Update herausbringen, das die Lücke stopft, sollten Sie es schnell wie möglich installieren. Einige Anwendungen wie etwa Java bieten über die Systemsteuerung die Möglichkeit, die Suche nach Updates zu steuern. Bei Java ist beispielsweise ein monatlicher Rhythmus voreingestellt. Das ist zu wenig. Falls eine Schwachstelle entdeckt wird, erscheinen oft innerhalb weniger Stunden die ersten Schädlinge, die sie ausnutzen.
Lassen Sie Java und andere Tools daher am besten täglich eine Abfrage nach neuen, überarbeiteten Versionen starten. Doch längst nicht jede Software sucht selbstständig nach verfügbaren Updates. Bei vielen Programmen müssen Sie selber zusehen, dass sie immer auf dem neuesten Stand sind. Dafür können Sie sich bei Sumo, dem Software Update Monitor, Hilfe holen. Sumo stellt eine Liste der installierten Anwendungen zusammen und vergleicht die Versionsnummern mit einer Datenbank, in der nach Herstellerangaben mehr als 90 000 Programme verzeichnet sind. Anschließend markiert es Ihnen die Anwendungen, die nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Der Klick auf einen Button führt Sie anschließend zu einer Google-Suche nach der Download-Site der Software.
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