Router

Vergleich: Privatanwender-Router vs. Business-Router

Sonntag den 19.08.2012 um 07:19 Uhr

von Michael Brown

Cisco Small Business WRVS4400N-EU Wireless-N Gigabit Router VPN und ZYXEL N-4100 Business WLAN Professional Hotspot-Gateway/Router
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Router für Privatanwender und für Unternehmen: Wir erklären die Unterschiede zwischen diesen Geräteklassen und sagen, wie Sie den richtigen Business-Router für Ihre Firma finden.
Wenn Sie auf der Suche nach einem Router für Ihr kleines Unternehmen sind, dann müssen Sie sich zwischen superschnellen, funktionsreichen Routern oder kostengünstigen normalen Endkunden-Routern entscheiden. Die neuesten besonders schnellen Modelle, die auf dem neuen IEEE 802.11ac-Standard basieren, sind besonders attraktiv.

Aber kann ein Endkunden-Router wirklich alles liefern, was ein Unternehmen benötigt? Ist es ausreichend sicher? Ist es skalierbar? Bietet es redundante Verbindungen zum Internet? Wenn es ein Wireless-Modell ist, ist dann die Reichweite groß genug für Ihr Büro?

Oder sollten Sie stattdessen in einen Router investieren, der speziell auf die Bedürfnisse von kleinen oder mittelgroßen Unternehmen zugeschnitten ist? Was genau unterscheidet einen Endkunden-Router von einem Router der Unternehmensklasse?   Wir sagen es.

Prioritäten bei Routern für Privatanwender: Geschwindigkeit, Media-Streaming und Sicherheit

Gehen Sie zu Ihrem PC-Händler oder sehen Sie sich im Internet um. Hier finden Sie mindestens ein Dutzend Wireless-Router für Privatanwender, die weniger als 100 Euro kosten. Sie stammen von namhaften Herstellern wie Asus, Buffalo, Cisco (Linksys), D-Link und Netgear sowie natürlich AVM.

Die Preise sind sicherlich sehr ansprechend. Und alle wichtigen Funktionen sind scheinbar integriert. Die Router unterstützen IEEE 802.11n WLAN und verfügen über vier Ethernet-Schnittstellen, WLAN-Verschlüsselung und eine integrierte Firewall. Die meisten Router dieser Klasse verfügen über einen 2x2 Antennen-Verbund (zwei zum Versenden und zwei zum Empfangen), der zwei Mal 150-Megabits pro Sekunde händeln kann. Da jede Antenne separat so viel verarbeiten kann, beträgt der theoretische Durchsatz 300 Mbps. Sie werden diese Geschwindigkeit jedoch nie wirklich erleben, da diese auf Grund des Abstandes zwischen Client und Router sowie wegen vielen weiteren Faktoren wie Wanddicke oder Wandbeschaffenheit reduziert wird. Die Hersteller nennen diese Router-Klasse „N300".

Viele günstige Endkunden-Router sind Dual-Band-Modelle, die in der Lage sind kabellose Netzwerke auf dem 2,4 GHz-Frequenzband und dem 5 GHz-Frequenzband laufen zu lassen. Das 2,4 GHz Band liefert eine größere Reichweite, aber weil es nur zwei nicht überlappende Kanäle anbietet und weil viele Router diese Frequenz nutzen, ist diese Frequenz schnell überlastet. Das 5 GHz-Frequenzband hingegen bietet 23 nicht überlappende Kanäle, sodass es wesentlich seltener überlastet ist. Aber dafür ist die Reichweite nicht so groß. Viele Anwender nutzen das 2,4-GHz-Band für Daten und den Internetzugriff und reservieren sich das 5 GHz-Band für das Streamen von Audio und Video-Dateien über deren Netzwerk.

Die Industrie nennt diese Router-Klasse „N600", aber dieser Begriff ist missverständlich, da es vermuten lässt, dass diese Router mit 600 Mbps übertragen können. Das können sie zwar tatsächlich, aber beim Client kommen nicht 600 Mbps an. Der Name N600 rührt daher, dass die beiden 300 Mbps-Netzwerke miteinander addiert werden. Aber Sie erhalten keine 600 Mbps, wenn Sie sich mit einem Client an eines der Netzwerke anschließen. Außerdem können Sie einen Client nicht gleichzeitig mit beiden Netzwerken verbinden.

Wenn Sie in der Privatanwender-Klasse bis zu 200 Euro ausgeben wollen, dann können Sie bessere Dual-Band-Router von den gleichen Herstellern kaufen. Diese Geräte sind mit 3x3 Antennen-Verbünden ausgestattet und versprechen einen theoretischen Durchlass von 450 Mbps auf jedem Frequenzband. Router dieser Klasse werden oft als „N900"-Modelle bezeichnet. Auch hier kann ein Client keine 900 Mbps erhalten. Typischerweise werden die Router mit vier Ethernet-Anschlüssen ausgestattet, aber diese Verbindung unterstützt Gigabit-Geschwindigkeiten, während die günstigen Router nur 100 Mbps bieten.

Ein neuer Standard: IEEE 802.11ac

Der IEEE 802.11ac WLAN-Standard wird vermutlich nicht vor 2013 unterzeichnet werden, aber das hat die Router-Hersteller nicht davon abgehalten Router mit der aktuellsten Version des Standards auszustatten. So ähnlich verhielt es sich auch damals bei dem 802.11n Standard.

Derzeit gibt es nur wenige solche Router : Den Buffalo WZR-D1800H zum Beispiel und den Netgear R6300. Beide Hersteller zielen mit ihren Produkten besonders auf Kunden, die viele Medien streamen. Unter anderem dank des stark verbesserten Modulations-Schemas können 802.11ac-Router mehr Daten in jeden einzelnen Stream packen: 433 Mbps statt 150 Mbps bei 802.11n. Ein 802.11ac-Router mit 3x3 Antennen-Verbund kann theoretisch gesehen bis zu 1300 Mbps (1,3 Gigabits pro Sekunde) übermitteln. Buffalo nutzt deswegen für Werbezwecke den Begriff „AC1300"-Router.

802.11ac: Was das Gigabit-WLAN so schnell macht

Sonntag den 19.08.2012 um 07:19 Uhr

von Michael Brown

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