Router-Ratgeber

So finden Sie den richtigen Router für Ihr Unternehmen

Mittwoch, 28.03.2012 | 10:16 von Eric Geier
DIR-655 Xtreme N Gigabit Router
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© DIR-655 Xtreme N Gigabit Router
Die Auswahl an Routern für Unternehmen ist riesig. PC-WELT stellt Ihnen die wichtigsten Router-Funktionen vor und erklärt Ihnen, für wen diese sinnvoll sind.
Einen Router für ein Unternehmen zu kaufen ist nicht einfach. Es reicht nicht aus, das beste Endkundenprodukt beim lokalen Elektronikhändler oder im Internet zu bestellen. Ihr Unternehmen hat andere Bedürfnisse als der Otto-Normal-Verbraucher. Die Router müssen viel mehr Nutzer - darunter auch Gastnutzer - unterstützen und die Unternehmensdaten gegen Spione schützen.

Bevor Sie einkaufen, sollten Sie zunächst verstehen, welche Arten von Routern überhaupt verfügbar sind. Des Weiteren sollten Sie deren typische Anwendungsgebiete und Funktionen kennen. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten von Routern vor und erklären Ihnen die relevanten Funktionen.

Router-Arten

Wenn Sie höchstens ein Dutzend Computer und WLAN-Geräte unterstützen müssen, dann reicht ein einfacher Endkunden-Router oder eine kleiner WLAN-Unternehmens-Router aus. Diese Router bieten in der Regel eine ausreichende WLAN-Reichweite, die von zirka 140 Quadratmeter bis 185 Quadratmeter reicht. Das entspricht etwa einem zweigeschossigen Büro. Meistens sind diese Router mit vier Ethernet-Anschlüssen ausgestattet, sodass Sie vier Computer per LAN-Kabel an das Netzwerk anschließen können. Sie können diese Anschlüsse jedoch auch für andere Geräte, wie Netzwerk-Drucker oder Netzwerk-Festplatten verwenden.

Wenn Sie jedoch mehr als zwölf netzwerkfähige Geräte unterstützen müssen oder falls Sicherheit für Ihre Arbeit ein besonders wichtiger Aspekt ist, dann benötigen Sie etwas anderes als einen einfachen WLAN-Router. Sie haben dann die Auswahl zwischen zwei Geräteklassen.

1. VPN Router/Firewall

Diese Produkt-Klasse ist etwas leistungsfähiger als ein Standard-Router und kann sich auf Ethernet-Anschlüsse beschränken oder WLAN unterstützen. Falls ein Router nur Ethernet-Anschlüsse anbietet, müssen Sie Zugriffspunkte errichten, damit Sie WLAN haben, falls Sie dieses doch noch benötigen. Die sogenannten VPN-Router haben integrierte VPN-Server. Manchmal werden diese Router mit fortgeschrittenen Funktionen wie VLAN-Unterstützung und mehreren SSIDs (wenn kabellos) ausgestattet, deren Bedeutung wir Ihnen später detailliert vorstellen werden.


2. UTM (Unified Threat Management) Gateway oder Firewall

Diese Router enthalten fortgeschrittene Funktionen und sind in der Regel mit vier bis acht Ethernet-Anschlüssen ausgestattet. Deswegen sind zusätzliche Zugriffspunkte für WLAN-Verbindungen notwendig. Diese Geräteklasse agiert nicht nur als Router und Internet Gateway, sondern bietet Ihnen auch einen VPN-Server und eine Firewall. Häufig enthalten die Router auch einen Viren- und Malware-Schutz, Inhalte-Filterung und Anti-Spam-Funktionen. Außerdem sind meist Techniken eingebaut, mit denen sich Angriffe/Eindringversuche erkennen und verhindern lassen (Intrusion Prevention).

Diese Zusatzfunktionen müssen in der Regel monatlich oder jährlich über ein Abonnement bezogen werden. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Schutz der einzelnen Computer nicht vernachlässigen. Jeder Rechner sollte weiterhin separat geschützt werden. Beispielsweise können die Router weder das lokale Verhalten des PCs noch den SSL-verschlüsselten Datenverkehr überwachen.

Wenn Sie einkaufen gehen, werden Sie vermutlich andere Schlagworte vorfinden, die ähnliche Funktionen bieten, wie die UTM-Geräte. Häufig verwendete Alternativnamen sind Unified Security Gateway und Internet Security Appliances.

Mittwoch, 28.03.2012 | 10:16 von Eric Geier
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