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Die Neuerungen bei Exchange 2010 SP2

Donnerstag, 05.04.2012 | 10:25 von J. Peter Bruzzese
Die Neuerungen bei Exchange 2010 SP2
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Wir stellen Ihnen die vier großen Neuerungen, die das Service Pack 2 für Exchange mit sich bringt, vor. Des Weiteren gehen wir auf ein paar der kleineren Veränderungen ein.

Das Service Pack 2 für Exchange, das seit Ende 2011 bereit steht, bietet vier neue Kernfunktionen:

  • Hybrid Configuration Wizard: Es ist schwierig die Unternehmen davon zu überzeugen, zu Office 365 zu wechseln. Entweder wollen die Unternehmen bei den Host-Anbietern bleiben oder auf die On-Premise-Lösung bestehen, obwohl diese häufig überflüssig war. Es gibt zwar ein paar Unternehmen, die On-Premise und Cloud-basierte Mail-Boxen benötigen, aber bis jetzt gab es keine Möglichkeit, diese beiden Lösungen zu vereinen. Der „Hybrid Configurations Wizard", der mit SP2 eingeführt wurde, bietet eine nahtlose Integration zwischen den zwei Umgebungen. Des Weiteren können die Mailboxen einfach über die Exchange Management Console bewegt und konfiguriert werden. Nun gibt es eine Konsole, mit der Sie On-Premise-Exchange und Office 365 verwalten können. 
  • Adressbuch-Richtlinien: Sie können nun Adressbuch-Richtlinien erstellen und bestimmen, welche Nutzer die Global Address List (GAL), das offline Adressbuch, die Raumliste und die Adressliste einsehen können. Viele Unternehmen nutzen eine einzige GAL, aber es gibt Zeiten, in denen Unternehmen zwei oder mehr Listen benötigen. Diese Richtlinien decken das Szenario ab.
  • Outlook Web App Mini: Dieser leichtgewichtige Browser-basierte Client ähnelt dem Outlook Mobile Access Client von Exchange 2003. Es wurde extra für mobile Betriebssysteme entwickelt, sodass er einfacher zu handhaben sein sollte als die Standard OQA Web-Seite. Aber dennoch bietet diese App all die Grundfunktionen von OWA.
  • Stille Seitenweiterleitung: Diese Hintergrundfunktion ermöglicht es einem Client Access Server zu einem anderen CAS-Server weiterzuleiten. Es ist sogar möglich, zu einer anderen Active Directory Seite weiterzuleiten, wenn die Clientanfrage von dem anderen CAS-Server besser bearbeitet werden kann.

Exchange 2012 SP2 enthält auch noch einige kleinere Verbesserungen:

  • Mailbox-Abgleich: Zwei neue Parameter wurden zu den new-WebServicesVirtualDirectory und Set-WebServicesVirtualDirectory cmdlets hinzugefügt, um die manuelle Konfiguration zu entfernen, wenn Mailboxen verschoben werden.
  • Mailbox Auto-Kartierung: Exchange 2010 SP2 erlaubt es den Administratoren den Auto-Kartierungsaspekt von Mailboxen, die volle Zugriffsrechte zu anderen Mailboxen über die Add-MailboxPermission cmdlets haben, auszuschalten.
  • Mehrwertige kundenspezifische Attribute: Es wurden fünf neue mehrwertige kundenspezifische Attribute hinzugefügt, die es Ihnen ermöglichen zusätzliche Informationen über einen E-Mail-Empfänger zu speichern.
  • Dokumentenaufbewahrung: Exchange 2010 ermöglicht es Ihnen eine Dokumentenaufbewahrung im Posteingang einzurichten. Somit können die Nutzer nichts aus deren Postfach oder Archiv löschen. Mit SP2 kann ein Administrator diese Aufbewahrung umgehen, indem er den neuen IgnoreLegalHold Schalter nutzt. Dieser Schalter ist über mehrere cmdlets, die mit der Mailbox oder dem Postfachnutzer verbunden sind, zugänglich.
Donnerstag, 05.04.2012 | 10:25 von J. Peter Bruzzese
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