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Yasni weiß alles über Sie

03.05.2010 | 12:47 Uhr |

Das Web vergisst nie. Personensuchmaschinen wie Yasni oder Spock sammeln Informationen über Sie – ob Ihnen das passt oder nicht. Wir erklären, wie Personensuchmaschinen funktionieren – und wie Sie sich davor schützen.

Foren-Einträge, Weblog-Veröffentlichungen, eigene Websites, Firmen-Websites mit Telefonnummern und Mailadressen (beispielsweise im Impressum), Bilder bei Flickr, Videoclips bei Youtube, Telefonbucheinträge, Wikipedia-Einträge – diese zunächst verstreut im Web liegenden Einzelinformationen lassen sich mit wenig Rechercheaufwand zu einem Gesamtbild zusammensetzen.

Update 3.Mai 2010 : Mehrere Details zu Yasni wurden aktualisiert.

Möglich machen diese Ein-Klick-Recherchen Personensuchmaschinen wie Yasni, Spock oder 123people. Diese sind spezialisierte Formen von Internetsuchmaschinen, sie erstellen automatische Personenprofile anhand von Daten aus dem Netz. Dazu wühlen sich die Personensuchmaschinen durch das Web und werten die unterschiedlichsten Quellen aus: Websites, Weblogs, Amazon-Bücher-Wunschzettel, Einträge bei Xing, Forenbeiträge und Meldungen bei Google News, um einige populäre Inputgeber zu nennen. Selbstverständlich können Sie nicht nur nach natürlichen Personen fahnden. Denn es werden nicht nur Realnamen, sondern auch Benutzer- und Forennamen, sogar Unternehmen, erfasst. In jedem Fall sammeln Personensuchmaschinen diese Informationen ohne die betroffenen Personen vorher zu fragen, ob sie das sollen oder dürfen. So entstehen ungefragt riesige Profilsammlungen im Internet. Das ist interessant für Personalchefs, die den Bewerber vorab durchleuchten möchten. Und daher für jeden gefährlich, der im Internet unkontrolliert Privates preisgibt. Was weiß das Internet denn über Sie?

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