SSDs sind leiser, kompakter und deutlich schneller als klassische Magnetscheibenfestplatten. ©istockphoto.com/ludinkoludinko
Mit einer SSD lässt sich ein PC deutlich beschleunigen. SSDs funktionieren aber nur dann optimal und störungsfrei, wenn man beim Einbau alles richtig macht.
Für einen schnelleren PC gibt es viele Rezepte. Ein neuer Prozessor oder mehr Hauptspeicher können für ein paar Prozent mehr Geschwindigkeit sorgen. Dazu kommen dann noch einige Tricks, die Windows schneller machen sollen. Auch wenn jede Maßnahme für sich betrachtet sinnvoll sein mag, ist der Vorteil zwar oft messbar, in der Praxis aber kaum spürbar.
Was beim PC-Tuning tatsächlich eine Wirkung zeigt, sind Solid State Drives (SSD). Die Halbleiterlaufwerke arbeiten nicht nur geräuschlos, sondern auch wesentlich schneller als Festplatten. Betriebssystem und Programme sind nach dem Start schneller einsatzbereit. In der Regel ist beim Einsatz einer SSD mit einer deutlich spürbaren Beschleunigung zu rechnen. Windows 7 startet dann beispielsweise in 12 und nicht in 50 Sekunden und reagiert nach der Anmeldung fast sofort auf Mausklicks oder Tastatureingaben.
Unser Artikel zeigt, was bei der Windows-Installation auf SSD zu beachten ist, und welche Maßnahmen für optimale Geschwindigkeit sorgen. Außerdem erklären wir, wie sich eine SSD auch ohne Neuinstallation des Systems als Cache-Speicher verwenden lässt. Eine Übersicht mit den besten von PC-WELT getesteten SSDs finden Sie
hier.
Vorbereitungen für die Installation
Wenn Sie sich entschließen, Ihre bisherige Festplatte durch eine SSD zu ersetzen, sollten Sie vorher das BIOS des PCs und die Firmware der SSD auf den neuesten Stand bringen. Das Gleiche gilt auch für neue Rechner, die Sie mit einer SSD ausstatten wollen.
Das Bios-Update ist wichtig, weil damit manchmal auch Fehler behoben werden, die den SATA-Controller betreffen. Die Firmware der SSD kann ebenfalls Fehler enthalten, die später den problemlosen Betrieb erschweren. Für das Firmware-Update stellen die Hersteller meist ein ISO-Abbild für eine bootfähige CD zur Verfügung oder ein Tool, mit dem sich eine bootfähige CD oder ein USB-Stick erstellen lassen. Damit aktualisieren Sie dann die Firmware auch auf PCs, auf denen noch kein Betriebssystem installiert ist. Welche Firmware-Version Ihre SSD gerade verwendet, lässt sich beispielsweise über
Crystaldiskinfo ermitteln.
Betriebssysteme: Für die Installation auf einer SSD eignen sich sowohl Windows 7 oder 8 als auch Linux. Windows XP und Vista unterstützen die Besonderheiten von SSDs noch nicht. Hier gibt es noch keinen Trim-Befehl, der durch automatische Speicherbereinigung für eine gleichbleibend hohe Schreibleistung sorgt. Wer dennoch XP oder Vista verwenden will, muss die Speicherbereinigung hin und wieder manuell durchführen. Die erforderlichen Funktionen bieten zum Beispiel die
Intel Solid-State-Laufwerk-Toolbox, die
OCZ SSD Tools oder
Samsung Magician jeweils für SSDs des Herstellers. Das kostenlose Tool
Secure Erase funktioniert für sämtliche SSD-Modelle. Dabei wird die SSD allerdings komplett gelöscht und die Daten müssen aus einem Backup wiederhergestellt werden.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Lesen Sie in diesem Beitrag
31.12.12
Wenn man kein aktuelles Mainboard hat, in dem SATA 6G unterstützt wird, ist zwar auch mit Zusatzchip keine maximale Geschwindigkeit möglich, aber der PC arbeitet trotzdem in dem Maße schneller, wie es an einer schnelleren Schnittstelle wäre. Eine Sekunde Unterschied beim Booten oder wenige Mikrosekunden beim Starten von Programmen, fällt keinem auf. Der Aufwand der getrieben wird, um auch diese kleinsten Verzögerungen auszumerzen, stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Nur wenn man SSDs ständig neu beschreibt oder von ihr große Datenmengen kopiert, kann dann noch einen Nutzen haben. Normales Anwenderverhalten (Heimgebrauch) rechtfertigt es nicht, einen Controller für 500 zu kaufen, um damit eine SSD für 100-200 maximal zu beschleunigen.
Beim nächsten, notwendigen Neukauf eines Mainboards, kann man darauf achten, dass der Chipsatz SATA 6G nativ unterstützt. (Intel ab Sockel 1155, AMD ab SB850)
So lange kann eine schnelle SSD auch in einem alten Mainboard betrieben werden.
Antwort schreiben