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So sparen Sie sich den PC-Profi

28.01.2011 | 09:52 Uhr |

Selbst als PC-Laie sollten Sie nicht gleich bei jedem Problem den Profi kommen lassen. Wir zeigen, wie selbst Anfänger typische PC-Probleme selber lösen.

Computer funktionieren nicht immer wie sie sollten. Hardware geht kaputt, Software streikt und das Betriebssystem leidet schon seit Ewigkeiten unter Leistungseinbruch und Abstürzen. Clevere Nutzer wissen, dass sie viele Probleme selbst lösen können - auch mit Hilfe von Webseiten wie zum Beispiel PCWelt. Weniger bewanderte User, die eben nicht so viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben, fallen hingegen oft den zwielichtigen Taktiken von PC-Reparatur- und Service-Diensten zum Opfer. Sie zahlen horrende Preise für Kleinigkeiten, die jeder Laie selbst erledigen kann - sofern er weiß, was zu tun ist.

Im folgenden haben wir ein paar der typischen Aufgaben aufgelistet, mit denen ein PC-Fachmann von Nutzern beauftragt wird, beziehungsweise, die er im Service-Sortiment hat. Gleichzeitig vergleichen wir die durchschnittlichen Preise solcher Dienstleistungen mit dem tatsächlichen Arbeitsaufwand, Know-How und dem reellen Nutzen für den Verbraucher. Vor allem letzteres ist - wie Sie sehen werden - in vielen Fällen tatsächlich mehr als fraglich...

Den PC tunen
Nahezu jeder Reparaturdienst bietet einen "Tune Up"-Service; also eine Arbeit, die verspricht, den PC leistungsfähiger und schneller zu machen. Dazu werden zum Beispiel temporäre Dateien gelöscht, die Festplatten defragmentiert, ungenutzte Programme deinstalliert, Windows Updates durchgeführt und (zumindest ab und zu) die Windows Registry aufgeräumt. Eine solche Leistung kostet beim Fachmann zwischen 40 und 100 Euro. Dabei tut er im Grunde nichts, was Sie mit einem kostenlosen Programm und einigen Tools nicht auch selbst hingekriegt hätten. Bevor Sie also Ihr Geld einem solchen "Profi" zustecken, denken Sie darüber nach, was sein Service wirklich bewirkt.

Windows ist von Haus aus mit einer Funktion namens Datenträgerbereinigung ausgestattet, die mit wenigen Mausklicks temporäre Dateien für Sie entfernt. Das Defragmentierungs-Tool - ebenfalls bei Windows vorinstalliert - defragmentiert typischerweise wöchentlich Ihre Festplatten. Sie können die Defragmentierung aber auch manuell starten, indem Sie in der Systemsteuerung "Leistungsinformationen und -tools" wählen, dort auf "Weitere Tools" und "Defragmentierung öffnen" klicken. Im folgenden Fenster können Sie dann entweder den Zeitplan für die regelmäßige Defragmentierung ändern, oder einen beliebigen Datenträger direkt defragmentieren.

Auch das Windows-Update erfolgt normalerweise automatisch. Sie starten es manuell, indem Sie das Startmenü öffnen, dort ins Eingabefeld "Windows Update" tippen und im sich öffnenden Fenster "nach Updates suchen" und die "Updates installieren".
Wenn Sie einige Anwendungen installiert haben, die Sie nicht mehr benutzen, öffnen Sie in der Systemsteuerung den Menüpunkt "Programme und Funktionen". In dieser Liste markieren Sie die entsprechenden Programme und klicken auf "Deinstallieren". Alternativ laden Sie sich dafür ein spezielles Programm, zum Beispiel den Revo Uninstaller , herunter, der nicht mehr genutzte Anwendungen besonders gründlich entfernt. In puncto Registry-Deinstallations-Software raten wir gänzlich von deren Gebrauch ab. Zwar klingt das Versprechen, durch Löschen von unnützen Registry-Einträgen Geschwindigkeit herauszuschlagen verlockend, doch Beweise, dass es in der Praxis wirklich funktioniert, gibt es nur wenige. Im Zweifelsfall richten Sie mit solchen tiefgreifenden Programmen eher mehr Schaden an, als Sie am Ende daraus einen Nutzen ziehen.

Die Zeit, die die Defragmentierung und das Windows Update beanspruchen nicht mit einberechnet, bereiten Ihnen all die oben genannten Schritte übrigens einen ungefähren Zeitaufwand von 15 Minuten.

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