Ratgeber Aufrüsten
RAM aufrüsten: schnell und günstig wie nie
Der Grund für den Preisverfall: ein enormer Rückgang bei verkauften PCs und damit eine riesige Überproduktion von Seiten der RAM-Hersteller. Endverbraucher freuen sich daher nicht nur über sinkende Kosten für Systemspeicher, sondern sparen auch beim Kauf eines neuen Komplett-PCs mit mehr Speicher, als man sich zuvor hätte leisten können. Derzeit sollten Sie keinen neuen PC unter 4 Gigabyte RAM kaufen - und lassen Sie die Finger von alten Staubfängern, die noch mit mickrigen 2 Gigabyte über die Theke wandern sollen. Für Hersteller ist die Situation so prekär, dass sich die Firma OCZ - einer der größten Hersteller für RAM, SSD und HDD - komplett aus der Herstellung von RAM-Riegeln zurückziehen will. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Arbeitsspeicher sprechen für sich: 2009 verdiente OCZ noch rund 22 Millionen Dollar damit, 2010 nur noch 6 Millionen.
Aber, abgesehen vom günstigen Preis: wann ist es wirklich sinnvoll, RAM aufzurüsten? Sie sollten unbedingt im Hinterkopf behalten, dass der Leistungsschub, den Ihr System mit mehr RAM erhält, eher gering ausfällt. Sie können lediglich mehrere Programme ohne Geschwindigkeitseinbußen gleichzeitig laufen lassen. Auch starten und beenden manche Anwendungen schneller als vorher. Wenn Sie Windows 7 oder Vista mit weniger als 2 Gigabyte RAM betreiben, wird Ihnen das Aufrüsten am meisten bringen. Wenn Sie bereits 4 oder mehr Gigabyte besitzen, wird der Effekt entsprechend geringer. Das Aufrüsten von RAM ist aber auch nicht selten eine Investition in die Zukunft, zum Beispiel für kommende Betriebssysteme. Bedenken Sie: es hat noch nie eine neue Version von Windows gegeben, die weniger RAM benötigt, als ihr Vorgänger.


