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LibreOffice: Eine Alternative zu Microsoft Office?

Donnerstag, 22.03.2012 | 11:03 von Neil McAllister
Ist das kostenlose LibreOffice eine Alternative zu Microsoft Office?
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LibreOffice ist eine kostenlose Office-Suite mit beeindruckenden Funktionen. Benutzerfreundlich, umfangreich und kompatibel zu MS Office. Doch es gibt auch Schwächen.
Genauso wie OpenOffice.org enthält auch LibreOffice einen Word-Konkurrenten namens Writer, das mit Excel konkurrierende Tabellenkalkulations-Programm Calc, das Präsentations-Programm Impress (das es mit Powerpoint aufnehmen soll), den Base Datenbank-Verwalter und ein Zeichen- und Diagramm-Programm namens Draw. Oberflächlich betrachtet scheinen die beiden Büro-Pakete nahezu identisch zu sein und LibreOffice hat sogar die Versionsnummerierung von der letzten OpenOffice.org-Veröffentlichung übernommen.

LIbreOffice wird ständig verbessert. Die Document Foundation und deren Mithelfer haben den Code aufgeräumt, Fehler behoben und Funktionen hinzugefügt. Die aktuelle Version 3.5.x enthält mehr als 30.000 Code-Änderungen. Dadurch solle es „das beste kostenlose Büro-Paket" werden, sagt die Dokument Foundation. Wir stellen den Microsoft-Office-Herausforderer vor.

Die Installation ist kostenlos, aber nicht einfach

LibreOffice ist für alle Windows-Versionen ab Windows 2000 verfügbar. Des Weiteren gibt es Versionen für Mac OS X 10.4 und neuer, sowie Linux und Linux x64. Wir haben die Windows-Version installiert, die aus zwei Teilen besteht. Der erste Teil ist der Installer für die Anwendung und der zweite Teil ist die Online-Hilfe, die in 107 Sprachen verfügbar ist.

Die Installation hat länger gedauert, als es sollte. Dies lag hauptsächlich daran, dass LibreOffice von Java abhängig ist. Sie können die meisten Funktionen des Paketes zwar ohne eine installierte Java-Runtime sehen, aber für die neuen Funktionen und das Base-Programm benötigen Sie zwingend Java.

Unglücklicherweise wird LibreOffice nicht gebündelt mit der Java Runtime Environment (JRE) ausgeliefert, sodass Sie die Laufzeitumgebung selbst herunterladen und installieren müssen. Es liegt auch an Ihnen, die Java-Aktualisierungen und Sicherheits-Updates durchzuführen. Dies könnte für viele Unternehmen mit strengen IT-Richtlinien ein Grund sein, sich gegen LibreOffice zu entscheiden.

Schlimmer ist jedoch, dass die Java-Benutzeroberfläche von LibreOffice sehr penibel ist. Wir haben versucht die neueste Version von Java 7 zu installieren, aber LibreOffice behauptete unsere JRE sei fehlerhaft. Als wir es erneut mit Java 6 probiert haben, ist die gleiche Anwendung grundlos abgestürzt. Irgendwann haben wir das Programm-Paket zum Laufen gebracht, aber das Installieren und Re-Installieren der unterschiedlichen Komponenten hat uns viel Zeit gekostet. Das spricht nicht gerade für eine einfache Installation.
Es gibt auch alternative Installations-Möglichkeiten. Die Linux-Distributionen erstellen in der Regel Ihre eigenen Päckchen zu den LibreOffice-Versionen. Des Weiteren haben Intel und Suse einen Windows-Installer für das Intel AppUp Center erstellt. Es gibt auch eine PortableApp Version , die von einem USB-Stick aus laufen kann. Nichtsdestotrotz sollte die Standard-Installations-Methode für Windows einfacher sein.

Donnerstag, 22.03.2012 | 11:03 von Neil McAllister
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • bahnrat 19:09 | 23.03.2012

    Zitat: grArrow
    [...] Womöglich kommt mit Win8 auch noch Metro ins Office [...]
    Ist übrigens vorgesehen, aber deaktivierbar.

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  • deoroller 16:47 | 23.03.2012

    Perfekte Software gibt es nicht und dann kann auch keine perfekter sein.

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  • bahnrat 10:41 | 23.03.2012

    Hallo!

    Zitat: ostseestern
    [...] weil es alles andere als effektiv und intuitiv ist. [...]
    Ich sehe das anders. Das Menüband lässt sich erheblich flexibler programmieren als die alten Symbolleisten. Beim Menüband gibt es mehr Möglichkeiten zu dessen Gestaltung und Nutzung. Deine Aussage trifft allenfalls auf Standardnutzer zu, aber für die genügt auch LibreOffice oder Softmaker-Office. Gruß, René

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  • grArrow 10:18 | 23.03.2012

    super Werbung, kaum zu merken von wem

    Ich habe kein Verständnis für den Inhalt und die Aussagen. MS Office ist vielleicht perfekter - es arbeiten ca. 10000 hoch bezahlte Programmierer an jedem Modul. Bei Open Office und jetzt Libre Office waren das in der Regel Freizeit Programmierer in der ganzen Welt, zwischendurch gab Oracle und Sun etwas Geld. Dafür ist diese Suite kostenlos! Wer nur mit den freien Versionen arbeitet hat keine Probleme. Das Aussehen nennen einige angestaubt - wozu braucht eine Schreibmaschine eine Ribbon Leiste. Wer sie mag, na bitte schön. Wichtiger ist mir, daß ich mich an die Kiste setzen kann bei mir zu hause oder bei Freunden und weiß, wo ich diesen oder jenen Knopf finde, ohne erst umständlich und lange zu suchen. Womöglich kommt mit Win8 auch noch Metro ins Office - stell ich mir sehr produktiv vor. mfg grArrow

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  • Eric March 18:48 | 22.03.2012

    Dem Tenor stimme ich zu. Auch wenn ich LO statt OOo verwende (und in meinem bescheidenen Fall keine Nachteile bei LO sehe), so kann keines der beiden mit (Tusch!) Office 97 mithalten. Glaubt man nicht, ist aber so. Selbst simple Textdokumente ohne Grafiken manchen Ärger sie nach OOo herüberzubekommen. Dass ich nicht mal in derzeit O2k kopieren (Simpler, minimal formatierter Text!!) und sauber in LO 3.5 einkleben kann ist eigentlich das absolute KO-Kriterium! Neulinge und Unabhängige mögen mit der Freeware ordentlich fahren, im Geschäftsleben hauts nicht hin. Eric March

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