Notebook und Co.

Sicher auf öffentlichen Plätzen surfen

Donnerstag, 27.12.2012 | 09:33 von David Wolski
Bildergalerie öffnen Auch viele Bahnhöfe bieten mittlerweile kostenloses WLAN an - das aber leider auch ungesichtert ist.
© istockphoto.com/EricHood
In urbanen Umgebungen sind Sie auch mobil fast permanent vernetzt. Wichtig ist deshalb ein sicherer Umgang mit fremden Netzwerken. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.
Wenn das Notebook als Ergänzung zu einem Desktop-PC dient, sollen die wichtigsten Daten sowohl zu Hause als auch unterwegs verfügbar sein und sich leicht abgleichen lassen. Cloud-Dienste bieten hier die einfachste Möglichkeit zur Dateiablage, Synchronisation und zum Datenaustausch. Damit die Daten unterwegs auch verfügbar sind, ist natürlich eine Internetverbindung erforderlich. Bei der Nutzung fremder Netzwerke und WLAN-Hotspots sind einige unkomplizierte, aber wirksame Sicherheitsvorkehrungen unbedingt vonnöten.

Fremde Netze: Mit Windows sicher verbinden
Die Verfügbarkeit ungesicherter WLANs für alle ist praktisch. Deren Nutzung birgt allerdings Risiken. Wenn Sie an einem Netzwerk teilnehmen, ist Ihr Notebook für alle anderen Teilnehmer ebenfalls sichtbar. Eventuell aktivierte Dienste wie Datei- und Druckerfreigabe lassen sich über Portscanner auch recht schnell lokalisieren. Seit Windows Vista ist die Firewall des Betriebssystems selbst vom Funktionsumfang her völlig ausreichend und clever genug, um verschiedene Netze zu unterscheiden. Zum Anwenden der automatischen Firewall-Regeln geben Sie unter Windows Vista, 7 und 8 bei der Anmeldung an frei zugänglichen WLANs jeweils an, dass es sich um ein „öffentliches Netzwerk“ handelt. Sämtliche Verbindungsversuche von außen werden daraufhin geblockt, sofern Sie manuell keine Ausnahmen in den Firewall-Einstellungen definiert haben.


Immer HTTPS, wenn es geht: Die Firefox-Erweiterung HTTPS
Everywhere schaltet bei 1400 bekannten Webseiten automatisch zu
HTTPS um, eigene Regeln lassen sich hinzufügen.
Vergrößern Immer HTTPS, wenn es geht: Die Firefox-Erweiterung HTTPS Everywhere schaltet bei 1400 bekannten Webseiten automatisch zu HTTPS um, eigene Regeln lassen sich hinzufügen.

Immer SSL: Anmeldung auf Webseiten
In öffentlichen Netzwerken müssen Sie davon ausgehen, dass alle anderen Teilnehmer im Netzwerk Ihren Netzwerkverkehr mitlesen. Damit Zugangsdaten nicht in fremde Hände gelangen, sollte bei der Anmeldung auf Webseiten stets die SSL-Verschlüsselung (HTTPS) genutzt werden. Das gilt auch für Seiten, auf denen Sie sich über ein Cookie permanent anmelden. Die meisten Webseiten sind sowohl über HTTP als auch über HTTPS zu erreichen. Um immer gleich die HTTPS-Variante einer Webseite zu nutzen, gibt es die Erweiterung „HTTPS Everywhere“ für den Browser Firefox und neuerdings auch für Chrome.

Die Erweiterung ist Open-Source-Software, teils auf Deutsch, und wird direkt über die Webseite im Browser installiert (Download rund 250 KB). In der aktuellen Version kennt die Erweiterung 1400 Webseiten, bei deren Besuch automatisch zu HTTPS umgeschaltet wird. Eine neue, optionale Funktion gibt zudem Warnungen aus, wenn unsichere SSL-Zertifikate verwendet werden, die auf den ersten Blick einwandfrei erscheinen. Achten Sie generell auf Zertifikatswarnungen, die der Browser bei ungültigen Zertifikaten ausgibt, da dies auf gefälschte Identitäten hinweisen kann.

Donnerstag, 27.12.2012 | 09:33 von David Wolski
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1652944