Ratgeber Notebook-Kauf

So testen Sie Notebooks beim Kauf im Laden

Sonntag den 06.05.2012 um 07:24 Uhr

von PC World-Team

Mit unserer Kaufberatung prüfen Sie ein Notebook vor dem Kauf auf Herz und Nieren.
Vergrößern Mit unserer Kaufberatung prüfen Sie ein Notebook vor dem Kauf auf Herz und Nieren.
© iStockphoto/FarukUlay
Sie wollen sich beim Notebook-Kauf nicht nur auf die Handbuch-Angaben verlassen? PC-WELT zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein Notebook beim Kauf im Laden testen.
Im Laden Ihrer Wahl finden Sie auf Anhieb drei Modelle, die Ihnen zusagen – aber wie entscheiden Sie sich vor Ort für das richtige und nicht für das, was Ihnen der Angestellte verkaufen will? Für diesen Zweck haben wir einige Leistungstests zusammengestellt, die Sie selbst im Geschäft durchführen können. So kristallisiert sich schnell heraus, welches Notebook sein Geld wert ist und welches vielleicht nur hübsch aussieht.

Vergessen Sie dabei aber nicht, dass unsere Tests nur einen Teil der Informationen liefern, die für Sie in die Kaufentscheidung mit einfließen sollten. Am besten eignen sich unsere Tests also, wenn Sie bereits mehrere Laptops gefunden haben, die alle Ihre gewünschten Grund-Spezifikationen mitbringen. Bedenken Sie auch, dass die Anzahl der Tests, die Sie durchführen können, stark von Ihrem gewählten Laden abhängig ist. In einigen Geschäften sind die Ausstellungs-Notebooks voll funktionsfähig, anderswo ist ein Großteil der Geräte abgeschaltet oder für bestimmte Aktionen gesperrt. Wir empfehlen daher den Kauf in einem Geschäft, in dem man vorher wirklich Hand an das Notebook anlegen kann, das man zu kaufen gedenkt.

1) Bootzeit und Betrachtungswinkel

Messen Sie bei einem ausgeschalteten Gerät zunächst die Zeit, die es zum Hochfahren benötigt. Dazu eignet sich entweder eine Stoppuhr oder eine passende Zeitstopp-App für Ihr Smartphone. Gemessen wird die Zeit zwischen dem Betätigen des Power-Knopfes und dem Anzeigen des Login-Bildschirms. Sollte es diesen nicht geben, zählt die Zeit bis zur Anzeige des Desktops.

Betrachten Sie den Bildschirm nun aus allen möglichen Winkeln, vertikal und horizontal. Achten Sie bei diesem Test vor allem darauf, ob sich die Farben des Displays verändern und manche Bereiche des Bildschirms verschwimmen oder verdunkeln. Ist das der Fall, spricht das nicht unbedingt für die Qualität des Displays.

2) Display

Besuchen Sie auf dem Test-Laptop eine Webseite mit Monitor-Testrastern, zum Beispiel indiev.org . Behalten Sie nun die Raster im Auge, während Sie die Helligkeit des Bildschirms verändern. Werden nach wie vor alle Farben und Kontraste gut dargestellt? Wie hell lässt sich das Display einstellen, um es vielleicht auch unter Sonneneinstrahlung zu benutzen? Oder ist der Bildschirm dafür ohnehin zu glänzend und reflektierend?

3) Tastatur

Tastaturen sind eine sehr subjektive Angelegenheit: Unterschiedliche Nutzer – mit schlanken oder dickeren Fingern – bevorzugen unterschiedliche Tastaturen. Stellen Sie also sicher, dass Sie sich mit der Tastatur des Laptops wohl fühlen. Öffnen Sie dazu Word oder ein anderes Textverarbeitungsprogramm und tippen Sie ein paar Zeilen. Wie schnell und einfach lässt es sich auf der Tastatur tippen? Wenn der Laptop im Laden mit dem Internet verbunden ist, können Sie auch einen kostenlosen, einminütigen Tipptest auf typingtest.com durchführen. Der vergleicht die Anzahl Ihrer getippten Wörter pro Minute mit dem Durchschnitt aller Nutzer.

4)  Anwendungen

Schauen Sie nach, welche Programme bereits auf dem Test-Laptop installiert sind und starten Sie sie wahllos, gerne auch mehrere auf einmal. Wie schnell öffnen sich die Anwendungen? Sofern es Programme gibt, die auf allen in Frage kommenden Notebooks installiert sind, starten Sie sie und überprüfen Sie so, welches System die Anwendung am schnellsten startet. Wichtig bei diesem Test ist, dass sich die Programme auch wirklich auf der Festplatte des Laptops befinden und keine Internetverbindung voraussetzen.

5) Touchpad

Testen Sie, wie gut es sich mit dem Touchpad steuern lässt, indem Sie durch verschiedene Webseiten, Ordnerstrukturen und Textdokumente scrollen und navigieren. Bewegen Sie den Mauszeiger herum, vergessen Sie das Klicken nicht, insbesondere den Rechtsklick. Ist das Touchpad akkurat genug? Lässt es Sie exakt dorthin navigieren und klicken, wo Sie es wollen? Reagiert das Touchpad fälschlicherweise auf Ihre versehentlich abgelegten Handballen?

Sonntag den 06.05.2012 um 07:24 Uhr

von PC World-Team

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (5)
  • rlfgtz 10:52 | 07.05.2012

    Notebook-innere Werte

    Was mich wundert ist,dass weitgehend von "äußeren" Werten eines Notebooks die Rede ist.

    Ich habe vor 5 Jahren damals teure Acer Notebooks gekauft, deren Mainboard-Batterie innerhalb kurzer Zeit ihren Geists aushauchten und unbrauchbar wurden. Im Reparaturfalle hätte ich sie ganz abschreiben können. Völlig unwirtschaftlich.

    Ich habe mir schließlich für je 14 € neue Mainboard Akku-Knopfzellen besorgt, und musste dann, mangels Service Handbuch, die Notebooks komplett demontieren, um den Sitz der Knopfzellen zu finden.

    Jetzt betreibe ich alle meine älteren Notebooks mit Linux Distributionen, und siehe sie sind frisch und schnell wie am jüngsten Tag.

    Warum untersuchen Sie nicht bei Ihren Notebook-Kritiken, wie servicefreundlich die Notebooks sind. Daran hängt doch total der Dauergebrauchswert und die Wirtschaftlichkeit eines Notebooks.

    Versuchen Sie als Käufer einmal, bei einem heutigen Neukauf herauszubekommen, wo bei ihrem Favoriten die Mainboardbatterie sitzt, und ob diese einigermaßen zugänglich ist. Die Hersteller könnten diese genauso wie im Falle eines Arbeitsspeicher-Faches platzieren.
    Warum tun die das nicht!? Selbst bei einem Anruf beim hersteller bekommen sie dies nicht heraus. Unter wirtschaftlichem Aspekt ist Servicefreundlichkeit für mich aber der dominierende Faktor.


    rlfgtz

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  • ohmotzky 09:54 | 07.05.2012

    Zitat: Kantiran
    Wer garantiert, dass auf den funktionsfähigen Vorführgeräten die komplette "Hersteller Erstinstaltion" durchgeführt wurde?
    Wer garantiert, dass bei dieser "Vorführ Installation" nicht "getrickst" wurde?
    Was ist mit der vom Hersteller vorgesehen Sicherheitssoftware? Diese muss i. d. R. immer extra "fertig installiert" werden - was bedeutet, dass sie auf den "Vorführgeräten" i. d. R. weder aktiv noch aktuell ist, also auch keine der sonst üblichen "Resourcen" verbraucht z. Bs. vom Arbeitsspeicher?

    [U]Was noch zu bedenken ist:[/U]
    Wenn jeder "Kaufinteressierte" hieran seinen USB-Teststick stecken kann, ist, wenn die "Vorinstallierte Sicherheitssoftware" noch schläft bzw. sie wegen dem i. d. R. fehlenden Internetzugang nicht auf dem aktuellsten Stand ist, der Verbreitung von Schadsoftware Tür und Tor geöffnet.
    Niemand sollte sich darauf Verlassen, dass der/die vorherige/n Tester einen "Virenfreien" USB-Teststick eingesteckt bzw. keine Viren eingeschleust haben.

    Es ist eh Wunschdenken, dass die NB Vorführgeräte der "Elektronik Klitschen" an's Internet angebunden sind, bzw. dass der Markt den vom Verfasser vorgeschlagenen Test so ohne weiteres erlaubt.

    [U]Der rechtliche (Eigentumsrecht) Aspekt:[/U]
    Die Vorführgeräte befinden sich rein rechtlich gesehen im Eigentum des Marktes -> so ohne weiteres ungefragt selbst mittels USB-Stick einen "Funktions- und Leistungstest" durchführen, könnte unter Umständen rechtliche Folgen nach sich ziehen -> als Sachbeschädigung an "Firmeneigentum" angesehen werden.

    Man kann sich das Leben auch selber kompliziert machen........
    Die Tipps von PC-Welt passen schon mal grob gesehen.....

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  • Karl Faktor 08:49 | 07.05.2012

    Pixelfehler?

    Hintergrundbilder (Desktophintergründe) sind überflüssig wie ein Kropf und eine Erfindung der Marketing-Abteilungen, um Pixelfehler zu verschleiern.

    Deswegen mal die unterschiedlichen Farben inclusive komplett Schwarz und komplett Weiß durchtesten, um Pixel zu finden, die nicht funktionieren.

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  • Kantiran 20:05 | 06.05.2012

    Wer garantiert, dass auf den funktionsfähigen Vorführgeräten die komplette "Hersteller Erstinstaltion" durchgeführt wurde?
    Wer garantiert, dass bei dieser "Vorführ Installation" nicht "getrickst" wurde?
    Was ist mit der vom Hersteller vorgesehen Sicherheitssoftware? Diese muss i. d. R. immer extra "fertig installiert" werden - was bedeutet, dass sie auf den "Vorführgeräten" i. d. R. weder aktiv noch aktuell ist, also auch keine der sonst üblichen "Resourcen" verbraucht z. Bs. vom Arbeitsspeicher?

    [U]Was noch zu bedenken ist:[/U]
    Wenn jeder "Kaufinteressierte" hieran seinen USB-Teststick stecken kann, ist, wenn die "Vorinstallierte Sicherheitssoftware" noch schläft bzw. sie wegen dem i. d. R. fehlenden Internetzugang nicht auf dem aktuellsten Stand ist, der Verbreitung von Schadsoftware Tür und Tor geöffnet.
    Niemand sollte sich darauf Verlassen, dass der/die vorherige/n Tester einen "Virenfreien" USB-Teststick eingesteckt bzw. keine Viren eingeschleust haben.

    Es ist eh Wunschdenken, dass die NB Vorführgeräte der "Elektronik Klitschen" an's Internet angebunden sind, bzw. dass der Markt den vom Verfasser vorgeschlagenen Test so ohne weiteres erlaubt.

    [U]Der rechtliche (Eigentumsrecht) Aspekt:[/U]
    Die Vorführgeräte befinden sich rein rechtlich gesehen im Eigentum des Marktes -> so ohne weiteres ungefragt selbst mittels USB-Stick einen "Funktions- und Leistungstest" durchführen, könnte unter Umständen rechtliche Folgen nach sich ziehen -> als Sachbeschädigung an "Firmeneigentum" angesehen werden.

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  • kadajawi 12:56 | 06.05.2012

    Weitere Sachen

    Was ich immer mache: Tastatur durchdrücken (wieviel Druck hält sie an verschiedenen Stellen aus, desto mehr, desto besser, da sie sich dann beim tippen auch weniger durchbiegt. Es tippt sich darauf einfach angenehmer). Handballenauflage durchdrücken, Displaydeckel durchdrücken. Kann man das Display verfärben? Lässt sich das Notebook an den Ecken hochheben? Je robuster das Gerät ist, desto besser. Dann hält es auch im Alltag hoffentlich länger durch.
    Idealerweise testet man auch die Lautsprecher. Wie laut, wie klar? Es ist angenehm wenn man über das Notebook skypen kann und dabei auch mal in andere Räume gehen kann und sich trotzdem noch wunderbar unterhalten kann.

    Ansonsten natürlich auch wichtig wieviele USB Ports das Gerät hat, spiegelt das Display? Hat das Touchpad noch 2 richtige Tasten? (die großen Touchpads wo man das ganze Teil runter drücken muss taugen meiner Meinung nach nicht, damit hat man nur Ärger).

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