23.09.2011, 12:00

Boris Hofferbert

Heim-Vernetzung

Netzwerke einrichten mit Windows 7

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Windows 7 ein perfektes Heimnetzwerk aufbauen. ©iStockphoto.com/s_john79

Ob Sie Dateien zwischen PCs austauschen, Videos oder Musik übertragen oder auch auf Geräte wie eine NAS oder einen Media-Player zugreifen möchten, die Voraussetzung dafür ist immer die Einrichtung eines Netzwerks. Windows 7 vereinfacht diesen Vorgang, dennoch gibt es einige Besonderheiten, die Sie bei der Vernetzung beachten müssen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein perfektes Heimnetzwerk aufbauen.
Dreh-und Angelpunkt der Vernetzung ist das Netzwerk- und Freigabecenter von Windows 7, das Sie über die Systemsteuerung erreichen. Hier finden Sie alle drahtlosen und kabelgebundenen Verbindungen. Falls Sie ausschließlich PCs miteinander vernetzen möchten, auf denen Windows 7 läuft, bietet Microsoft mit den so genannten Heimnetzgruppen eine besonders komfortable Lösung. Sie ermöglichen die Freigabe von Bibliotheken mit beliebigen Dateien für andere Rechner im Netzwerk und lassen sich mit wenigen Klicks einrichten.
Voraussetzung dafür ist, dass bei der ersten Verbindung mit dem Router die Option „Heimnetzwerk“ verwendet wurde. Um dies nachträglich zu ändern, klicken Sie im Freigabecenter unter „Aktive Netzwerke“ auf die entsprechende Verbindung und legen Sie den Netzwerktyp entsprechend fest. Im nächsten Schritt richten Sie die Heimnetzgruppe ein und bestimmen, welche Bibliotheken freigegeben werden sollen (dies lässt sich später noch anpassen). Im nächsten Schritt generiert Windows ein Passwort, mit dem sich andere Rechner im gleichen Netzwerk in der Gruppe anmelden können. Nun haben alle PCs Zugriff auf die freigegebenen Bibliotheken.
Um neben den Standardvorgaben auch andere Dateien oder Ordner freizugeben, klicken Sie diese einfach mit der rechten Maustaste und wählen aus dem Untermenü „Freigeben für…“ den Eintrag „Heimnetzgruppe“. Sie können dabei festlegen, ob die Heimnetzgruppe nur Lese- oder vollen Schreibzugriff darauf hat. Die Auswahl von „Niemand“ hebt die Freigabe auf. Auch angeschlossene Drucker können über die Heimnetzgruppe freigegeben werden. Um von einem anderen Rechner in der Gruppe auf diese zuzugreifen, müssen Sie lediglich die Netzwerkeinstellungen öffnen und auf „Drucker installieren“ klicken. Alle Freigaben lassen sich über den Windows Explorer einsehen, indem Sie im Menü links auf „Heimnetzgruppe“ klicken.
Das klassische Windows-Netzwerk
Wenn in Ihrem Netzwerk noch andere Betriebssysteme außer Windows 7 verwendet werden,  müssen Sie anstelle der Heimnetzgruppen auf die klassische Dateifreigabe zurückgreifen. Um diese zu aktivieren, öffnen Sie im Netzwerk- und Freigabecenter über das Menü links die „Erweiterten Freigabeeinstellungen“. Aktivieren Sie hier die „Netzwerkerkennung“ sowie die „Datei- und Druckerfreigabe“. Optional können Sie per „Medienstreaming“ auch die Windows Media Player-Datenbank im Netzwerk freigeben und per „Freigabe des öffentlichen  Ordners“ die Standardordner für Bilder, Videos und Dokumente im Netzwerk freigeben. Damit sich die unterschiedlichen Computer im Netzwerk sehen können, müssen sich diese zudem in der gleichen Arbeitsgruppe angemeldet sein. In einem Heimnetzwerk geschieht dies in der Regel automatisch. Die Standard-Arbeitsgruppe unter Windows heißt „Workgroup“.
Um die Arbeitsgruppe festzulegen, klicken Sie im Startmenü mit der rechten Maustaste auf „Computer“ und wählen „Eigenschaften“. Neben „Einstellungen für Computernamen…“ klicken Sie auf „Einstellungen ändern“  und wählen nun im Menü „Computername“ das Feld „Ändern“. Hier können Sie sowohl die Arbeitsgruppe als auch die Namen festlegen, über den der PC erreichbar ist. Die Änderungen erfordern anschließend einen Neustart. Letzte Voraussetzung für eine erfolgreiche Dateifreigabe ist, dass Ihr Windows-Nutzerkonto mit einem Passwort geschützt ist. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie es in der Systemsteuerung unter „Benutzerkonten und Jugendschutz/Eigenes Windows-Kennwort ändern“ einstellen.
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