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Ratgeber: LCD-Fernseher perfekt einstellen

14.08.2008 | 13:58 Uhr |

Zeigt der neue Flachbildfernseher nur flaue oder grelle Bilder an, liegt das oft an falschen Werkseinstellungen. Eine Kalibration verhilft dem LCD-TV zu besserer Bildqualität. Die Digital World verrät Ihnen, an welche Schalter Sie Hand anlegen müssen.

Grundsätzlich liefern TV-Hersteller ihre Geräte mit voreingestellten Parametern aus. Das beste Bild erzielen LCD-TVs damit jedoch nicht. Meist liegen Kontrast und Farbsättigung viel zu hoch, denn nur so sieht das Bild in den hellen Verkaufsräumen am besten aus. Es gilt also, die Werte an die neue Umgebung des Standorts anzupassen. Alles was Sie dafür brauchen, sind ihre Augen, ein paar Minuten Zeit und ordentliche Testbilder. Referenzgrafiken erhalten gratis Sie bei Burosch Audio-Video-Technik: Laden Sie einfach die Display Basic Test DVD herunter und brennen Sie das ISO-Image auf eine DVD. Dann ab damit in den DVD-Player und schon kann’s los gehen!

Schwarzwert anpassen
Die Einstellung der Helligkeit bzw. die Anpassung des Schwarzwerts ist bereits die halbe Miete. Denn das menschliche Auge kann Helligkeitsunterschiede in dunklen Bereichen besser differenzieren als in hellen. Deshalb zeigt das erste Testbild eine 15- und eine 8-stufige Grautreppe vor schwarzem Hintergrund an. Regeln Sie zunächst die Helligkeit vollständig nach unten. Setzen Sie die Regler für Kontrast und Farben in Mittelstellung, also 50 Prozent. Anschließend erhöhen sie die Helligkeit Schritt für Schritt, so dass Sie aber immer noch die einzelnen Graufelder wahrnehmen können. Verschwimmen dagegen die Grenzen zwischen 2 oder mehreren Blöcken, müssen sie die Helligkeit absenken. Achten Sie auch auf die dunklen Haare der rechten Frau: Sie sollten sich gut vom reinen Schwarz abheben. Falls nicht, müssen Sie die Helligkeit weiter reduzieren.

Kontrast einstellen
Im zweiten Schritt wird der Kontrast bzw. der Weißwert konfiguriert. Jener Wert wirkt sich auf die hellen Passagen des Bilds aus. Vorsicht: Ein zu starker Kontrast kostet Details. Aus diesem Grund besitzt die zweite Referenzgrafik einen weißen Hintergrund. Passend dazu werden wieder 2 Grautreppen angezeigt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Unteren der beiden: Sie setzt sich aus hellen Grautönen zusammen. Ansonsten wird genauso vorgegangen wie beim Justieren der Helligkeit. Reduzieren Sie den Kontrast auf 0. Danach heben Sie ihn sukzessive an. Ziel ist es, möglichst viele Felder voneinander unterscheiden zu können, im Idealfall alle. Behalten Sie außerdem die linke der beiden Frauen im Auge. Insbesondere der Schulter- und Gesichtsbereich sollte natürlich aussehen und feine Nuancen zeigen. Dagegen sind Verfärbungen ein Indiz, dass bereits eine Grundfarbe zu übersteuern beginnt. Verzichten Sie dann zugunsten der Bildqualität besser auf einen zu hohen Wert.

Tipp: Farbverfälschungen im Hintergrund spüren Sie leichter auf, wenn Sie ein weißes und mattes Blatt Papier neben die Testgrafik halten.

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