1257777

Jailbreaking fürs iPhone

25.11.2009 | 12:21 Uhr

Mit Jailbreaking können Sie auf Ihrem iPhone auch Programme von Drittherstellern installieren. Wir erklären Ihnen Vorteile und Risiken.

"Jailbreaking" ist ein heiß diskutiertes Thema, seit das iPhone auf dem Mark ist. Zwar bietet Apples Smartphone zahlreiche Anwendungen für fast alle Lebenslagen. Aber: Man kann von Haus aus nur Programme aus dem App Store von Apple installieren. Jailbreaking ist eine Möglichkeit, diese Einschränkung zu umgehen. Wie der Name schon sagt, bricht Jailbreaking das Gefängins (Jail) auf, in dem des iPhone steckt.

Eine Hacker-Gruppe, die sich iPhone Dev-Team nennt, hat einfach anzuwendende, plattformübergreifende Jailbreaking-Tools veröffentlicht, mit denen der iPhone-Nutzer Dritthersteller-Software installieren kann, obwohl diese Programme nicht im App Store erhältlich sind.

Ob Jailbreaking legal ist, ist jedoch umstritten. Die Hacker vom Dev-Team bieten ihre kostenlosen Jailbreakning-Tools zwar ohne proprietären Code an, damit sie nicht etwaige Kopierrechte verletzen. Aber: Kürzlich hat Apple eine Erklärung abgegeben, die besagt, dass Jailbreaking das Kopierrecht verletze, weil es auf eine abgeänderte Apple-Bootloader-Version zugreife. Der Bootloader ist die Software im iPhone, die das Hauptbetriebssystem lädt.

Einige Leute nutzen Jailbreaking in erster Linie, um ihr iPhone auch mit einem alternativen Mobilfunk-Provider zu verwenden (bei uns gibt es das iPhone exklusiv bei T-Mobile, in den USA bei AT&T). Aber Achtung: Anders als bei der Installation von Dritthersteller-Software durch Jailbreaking lässt sich eine Einbindung in ein alternatives Netzwerk wegen der Veränderungen am Basisband (das ist die Modem-Firmware) nicht komplett umkehren. Deshalb ist die Legalität von Jailbreaking in solch einem Fall noch fragwürdiger.

Aber selbst wenn Sie mit Jailbreaking verhältnismäßig einfach "lediglich" Software von Drittanbietern installieren möchten, sollten Sie vorsichtig sein.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1257777