06.10.2012, 08:01

Peter Stelzel-Morawietz

Auf die Tube drücken

Ultraschnelles Internet für Ihren PC - so geht's

Glasfaserkabel sind sogenannte Lichwellenleiter, da sie Daten in Form von Lichtpulsen übertragen. Damit erhöht sich die maximale Übertragungsrate um ein Vielfaches. ©iStockphoto.com/Henrik5000

Schnelles Internet jenseits von 50 MBit/s ist nur wenig teurer als DSL. Die Kabel-, Glasfaser- und VDSL-Techniken machen neue Temporekorde möglich – allerdings nicht überall.
Ein traditioneller 16 000er DSL-Anschluss ist mit Doppel-Flatrate zum Surfen und Telefonieren in das deutsche Festnetz kaum unter 25 Euro pro Monat zu haben. Mit monatlich knapp 30 Euro über die zweijährige Mindestvertragszeit gerechnet ist die Doppel-Flatrate über das Fernsehkabel bei Kabel Deutschland kaum teurer, dafür aber um ein Vielfaches schneller – der Anbieter stellt 100 MBit/s zur Verfügung. Diese Preise zeigen, schnelles Internet mit Geschwindigkeiten jenseits von 50 MBit/s ist längst kein teures Premium-Produkt mehr. Vielmehr führt die Konkurrenz der Provider untereinander dazu, dass sie die Kunden mit immer schnelleren Anschlüssen zu sich holen oder an sich binden möchten.

TV-Kabel, Glasfaser und VDSL für schnelles Internet

Der Wettbewerb wird zudem kräftig angeheizt, weil mittlerweile drei oder gar vier unterschiedliche Techniken schnelles Internet ermöglichen. Stand DSL noch vor kurzem als Synonym für einen Breitbandzugang, gilt der Standard ADSL2+ mit gut 20 MBit/s als ausgereizt und damit als vergleichsweise lahm. Kabel (d. h. Fernsehkabel), Glasfaser, VDSL und eingeschränkt auch die neue Mobilfunktechnik LTE versprechen mehr Speed. Bietet aber ein Provider wie Kabel Deutschland großflächig schnelle Zugänge zu vergleichsweise günstigen Preisen an, müssen auch solche Wettbewerber ihre Preise anpassen, die auf Glasfaser oder VDSL setzen.
Vielen Kunden daheim ist es letztlich gleichgültig, auf welche Art und Weise die Signale ins Haus kommen. Abgesehen davon, dass die TV-Dose häufig im Wohnzimmer platziert ist und der Telefonanschluss oft noch im Flur aus der Wand kommt, sind die Unterschiede auf den ersten Blick gering. Die genauere Betrachtung fördert jedoch deutliche Unterschiede zutage. Die meisten Provider klassischer DSL-Anschlüsse begrenzen die maximal möglichen 20 MBit/s auf 16 MBit/s und vermarkten sie als 16 000er Leitung, im Upload beträgt die Bandbreite bei allen DSL-Leitungen stets maximal ein MBit/s.
VDSL setzt auf dem letzten Übertragungsweg vom Verteilerkasten bis ins Haus ebenfalls auf die einfache Kupferleitung, ist aber – im Idealfall – deutlich schneller. Telekom, Alice/O2, Vodafone und Co versprechen Geschwindigkeiten von 50 MBit/s im Downstream und 10 MBit/s beim Hochladen. Gegenüber DSL ist VDSL also nicht nur beim Herunterladen schneller, beim Upload sind die Unterschiede mit Faktor 10 noch größer. So weit der Idealfall. Liegen Wohnung oder Haus nämlich nur 100 Meter zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt, sinken Down- und Upstream jeweils auf die Hälfte. Bei einer Distanz von mehr als zwei Kilometern fällt die Geschwindigkeit auf DSL-Niveau. So können also ein paar hundert Meter entscheidend sein, wenn es darum geht, mit welcher Geschwindigkeit das eigene Zuhause ans Internet angeschlossen werden kann.
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