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Sicheres Networking - das weiß das Internet über Sie

Montag, 13.08.2012 | 10:09 von Nikolai Zotow
Fotostrecke Datenschutz, soziale Netzwerke, Internet, Online
© istockphoto.com/winhorse
Mittlerweile tummelt sich fast jeder in einem der sozialen Netzwerke. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie Ihre Daten genutzt werden können und wo Vorsicht angebracht ist.
Die Liste der sozialen Netzwerke ist lang. Ob nun in Facebook, Google+, Xing, Linkedin oder auch bei Bilder- und Videodiensten wie Picasa, Flickr, Youtube und Instagram – viele geben ihre persönlichen Informationen preis, und zwar mehr, als ihnen bewusst ist. Dabei ist es wichtig, immer im Blick zu behalten, was Dritte mit diesen Informationen anstellen können.

Soziale Netzwerke – fast jeder nutzt sie
Soziale Netzwerke sind eine gute Sache, mit ihrer Hilfe bleibt man länger und intensiver mit dem eigenen Freundeskreis in Kontakt, verliert sich nicht aus den Augen, teilt die schönsten Momente im Leben und lernt über gemeinsame Hobbys neue Leute kennen. Bei sozialen Netzwerken denkt jeder sofort an Facebook. Der Marktführer hat mittlerweile über 900 Millionen Mitglieder weltweit – mit steigender Tendenz.

Die öffentliche Suche ermöglicht es, auch von
Suchmaschinen außerhalb von Facebook an Ihr Profil zu gelangen.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, deaktivieren Sie diese
Option.
Vergrößern Die öffentliche Suche ermöglicht es, auch von Suchmaschinen außerhalb von Facebook an Ihr Profil zu gelangen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, deaktivieren Sie diese Option.

Der Suchmaschinenriese Google hat als Antwort darauf sein soziales Netzwerk Google+ aus der Taufe gehoben. Früher wegen seiner Datensammelwut verrufen, erntete Google für seine Plattform sogar Lob wegen der Möglichkeit, definierte Freundeskreise einzurichten. So kann jeder Informationen, die beispielsweise nur für die Familie zugänglich sein sollen, vor den anderen Kreisen geheim halten.


Mittlerweile hat Facebook aber nachgezogen und bietet Ähnliches an: die Freundeskreise. Während man bei Facebook Freundschaften beziehungsweise Kontaktanfragen bestätigen muss, kann einem bei Google+ jeder folgen. Soziale Netzwerke verdienen ihr Geld meistens mit Werbung. Diese können die Werbetreibenden umso besser und zielgerichteter platzieren, je mehr persönliche Informationen ihnen von uns vorliegen. Bei Facebook ist die Nutzung für die User kostenlos – sie sind ja die Ware, mit der Facebook handelt. Ergänzt wird die Plattform durch soziale Plug-ins wie Foursquare, Instagram oder Spotify. Kritisch dabei ist die offene Verwendung von Foursquare. Mit dieser Anwendung teilt man mit, wo man sich gegenwärtig befindet. Im Gegensatz zu Plug-ins wie Instagram, mit denen Sie Fotos mit einer speziellen bearbeiteten Optik in Ihr Facebook-Profil einfügen können, sind Anwendungen wie etwa Spotify schon geschwätziger. Dieses teilt der Welt mit, welche Musik Sie gerade hören. Spaß macht Facebook eben dann, wenn man richtig viel zu erzählen hat. Dabei helfen diese Smartphone-Apps.

Auch Plug-ins wie der Ortungsdienst Foursquare bieten
einige Datenschutzoptionen an, die Sie nutzen sollten. So können
Sie die Sichtbarkeit Ihres Aufenthaltsortes auf Ihre Freunde
begrenzen.
Vergrößern Auch Plug-ins wie der Ortungsdienst Foursquare bieten einige Datenschutzoptionen an, die Sie nutzen sollten. So können Sie die Sichtbarkeit Ihres Aufenthaltsortes auf Ihre Freunde begrenzen.

Sind berufliche Netzwerke sicherer?
Berufliche Netzwerke wie Xing oder Linkedin verstehen sich als Kontaktbörsen und geschäftliche Netzwerke. Dort dreht sich alles darum, professionell aufzutreten – private Informationen sind hier weniger gefragt. Da die Plattformen der Vernetzung dienen, ist eine Suche nach bestimmten Kriterien bei Xing bereits in der kostenlosen Variante möglich – bei Linkedin muss man schon ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, um mehr als die rudimentären Basisfunktionen zu erhalten. Sie erfordern weniger private Informationen als etwa Facebook. Allerdings sollte jeder genau darauf achten, ob die Mitgliedschaft in Interessenskreisen mit dem gewünschten beruflichen Bild übereinstimmt, das in der Öffentlichkeit erscheinen sollte.


Was unsere Angaben in Netzwerken verraten
Je nach genutzter Plattform unterscheidet sich die Art der Informationen, die wir über uns preisgeben. Die privatesten Inhalte werden über Facebook und – von einem kleineren Personenkreis – in Google+ geteilt. Viele Plug-ins für Facebook laden dazu ein, auch sehr Privates mitzuteilen. Hier ist Vorsicht angesagt, wie das nachfolgende Beispiel zeigen will.

Montag, 13.08.2012 | 10:09 von Nikolai Zotow
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